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22.12.2025
Ketzin/Stadt: 12 Fragen an Jürgen Tschirch!

Jürgen Tschirch (70) ist Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung in Ketzin/Havel. Er stammt aus Menden im tiefsten Rheinland, lebt aber bereits seit 1992 im Havelland. Kurz vor Weihnachten ’94 ist die Familie damals in ihr eigenes Haus eingezogen. Von hier aus kümmert sich Jürgen Tschirch nun im Unruhestand um „sein“ Ketzin – und engagiert sich an vielen Stellen. mehr

11.12.2025
Scheibes Glosse: Da geht doch noch was!

Ab und zu kommen die ganz großen Werbeagenturen auf uns zu und fragen nach einem Werbeplatz in „Unser Havelland“. Sie würden nur zu gern bei uns buchen, aber! Sie wünschen sich noch 40 Prozent Rabatt, ein paar Gratis-Facebook-Posts und einen redaktionellen Text „on top“. Wir müssen das immer wieder irritiert ablehnen: Unsere Preise sind ernst gemeint und keine Diskussionsgrundlage. Aber der Gedanke gefällt mir. Ab sofort werde ich mein Leben ähnlich ausrichten, um das Maximum aus einem Geschäftsangebot herauszuholen. mehr

27.11.2025
Kristina Hölzel: Regionale Geschichte (11): Auf Sand gebaut

Warum gibt es in Falkensee eigentlich eine Binnendüne? Unsere brandenburgische Landschaft wurde geformt von der sogenannten Weichsel-Kaltzeit. Sie begann vor ca. 115.000 Jahren und endete vor rund 11.600 Jahren. Der Eisschild bedeckte Skandinavien, Teile der Britischen Inseln, Norddeutschland und zog sich bis weit nach Osteuropa ins Baltikum. Die maximale Ausdehnung der Gletscher von Norden her reichte bis südlich des Berliner Raumes. mehr

26.11.2025
Scheibes Glosse: Besser kommunizieren mit ChatGPT

Ich bin Einzelkind und Widder. Das ist manchmal eine recht explosive Kombination. Denn wenn ich schlechte Laune habe, dann so richtig. Bevor ich einen verbalen Flurschaden bei meinen Mitmenschen anrichte, konsultiere ich ab sofort lieber ChatGPT, um trotz des inneren Tourette-Tornados doch ganz freundlich zu antworten. mehr

26.10.2025
Scheibes Glosse: Drucktermin

Es gibt wirklich schlimme Naturkatastrophen. Einen glühenden Vulkanausbruch, einen brachialen Meteoriteneinschlag, einen wütenden Orkan. In die gleiche Kategorie fällt – der allmonatliche Drucktermin von „Unser Havelland“. Es ist eine desaströse Katastrophe biblischen Ausmaßes, die alle vier Wochen so zuverlässig wiederkehrt wie Herpes und dabei so willkommen ist wie der Gerichtsvollzieher und so viel Stress verursacht wie ein Influencer, der über den Weltfrieden spricht. mehr

05.10.2025
Kristina Hölzel: Regionale Geschichte (10): Schienen & Schätze

Mit dem Beginn der deutschen Eisbahngeschichte 1835 entstand rasch ein immer dichter werdendes Schienennetz. Die Strecke zwischen Berlin und Hamburg sollte über fünf eigenständige Länder des Deutschen Bundes verlaufen. In dem 1841 zwischen diesen Ländern geschlossenen Staatsvertrag wurden u.a. die Streckenführung und die Verrechnung der Transitzölle geregelt. In Spitzenzeiten arbeiteten bis zu 10.000 Menschen an diesem von der Berlin-Hamburger Eisenbahn-Gesellschaft und der Hamburg-Bergedorfer Eisenbahn entwickelten Bauprojekt. mehr

05.10.2025
Scheibes Glosse: Wir Männer!

Es läuft nicht wirklich rund mit uns Männern. Im Alltag unterlaufen uns immer wieder echte Fehler, sodass unsere besseren Hälften die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und anschließend kräftig schimpfen müssen. Ganz egal, ob es um den Wocheneinkauf, den Haushalt oder den nächsten Urlaub geht: Wir Kerle machen einfach nichts richtig. mehr

05.10.2025
Kristina Hölzel: Regionale Geschichte (9): Jede Menge Müll

Schon lange vor der Eingemeindung der selbstständigen Stadt Charlottenburg in die Stadtgemeinde Groß-Berlin im Jahre 1920 hatte auch diese Kommune mit einem enormen Bevölkerungszuwachs und somit auch mit Entsorgungsproblemen zu kämpfen. 1894 experimentierte man in Charlottenburg zum ersten Mal vor dem Stralauer Tor mit einem Müllofen, um den anfallenden Müll ganz simpel zu verbrennen. Das war allerdings ein echter Fehlschlag. Das Feuer ging immer wieder aus, der Müll verbrannte nur unvollständig. mehr

05.10.2025
Scheibes Glosse: Golf spielen

Es wird Zeit für einen neuen Sport. An der frischen Luft gemütlich einen Spaziergang wagen, einen kleinen Ball durch die Luft sausen lassen und viele neue Menschen kennen lernen – das verspricht Golf. Doch der elegante Sport birgt leider seine Tücken und sorgt alle paar Meter dafür, dass sich seine begeisterten Anhänger volle Kalotte zum Horst machen können. mehr

01.10.2025
Scheibes Glosse: Einzelkinder

Ich schlage keine Frauen, ich ärgere keine kleinen Kinder, ich verpetze keine Falschparker, ich beleidige keine Mitmenschen. Ich werfe keinen grün leuchtenden atomaren Müll in den Wald, trete keinen Hund, schimpfe beim Autofahren nur wenig und halte Frauen gern die Tür auf. Ich bin also wirklich kein Monster. Tatsächlich scheine ich aber etwas noch viel, viel Schlimmeres zu sein. Denn ich bin – ein Einzelkind. mehr

26.07.2025
Kristina Hölzel: Regionale Geschichte (8) – Dominoprinzip

Heute nehme ich Euch mit ins Seegefeld Anno 1601. Am Tage Jacobi, dem 25. Juli, brennen während eines Gewitters durch Blitzschlag nacheinander sechs Bauernhöfe zusammen mit dem Pfarrhaus vollständig nieder. Nichts konnte gerettet werden, auch die Kirchendokumente gingen verloren. Die Glocken des mittelalterlichen Wehrturms hatten gewarnt. Doch dieser blieb aufgrund seiner festen Bauweise verschont. Vier Jahre dauerte der Wiederaufbau des kleinen Dorfes. (u.a. aus „750 Jahre Seegefeld“) mehr

26.07.2025
Kristina Hölzel: Regionale Geschichte (7): Für immer jung

Falkensee im Juni 1945. Wie stark musste der Drang für einen kulturellen Neustart gewesen sein, dass man sich bereits einen Monat nach dem endgültigen Schweigen der Waffen mit Unterstützung der Militärverwaltung singend zusammengefunden hatte? Landesweit kam es im Sommer 1945 in großen Städten der sowjetischen Besatzungszone rasch zur Öffnung von Theatern und Opernhäusern. Im Mittelpunkt stand nach dunkler Zeit die Wiederbelebung der deutschen Klassik des 18. Jahrhunderts. mehr

08.07.2025
Scheibes Glosse: Digitalchaos

Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung. Es könnte so ein schönes, einfaches Zeitalter sein. Wenn es nicht immer wieder Probleme geben würde. Das weiß jeder, der schon einmal ein neues Passwort vergeben musste und das nicht geschafft hat, weil es zwingend eine bestimmte Länge, diverse Sonderzeichen und außerdem Großbuchstaben nicht am Anfang oder am Ende, sondern unbedingt in der Mitte aufweisen muss. Neben diesem Klassiker gibt es aber noch die eine oder andere weitere Digital-Hölle am Wegesrand. mehr

10.06.2025
Scheibes Glosse: Purer Genuss

Was bei mir auf den Teller kommt, hat sich mit den Jahrzehnten meines Lebens durchaus geändert. Was mit Spaghetti in Ketchup begonnen hat, endet nun mit handgemachten Spargelravioli und gepickelten bunten Kirschtomaten. Das ist eine kulinarische Reise in 58 Jahren, die aber durchaus noch Platz dafür lässt, eine gute Currywurst von der Bude zu genießen. mehr

10.06.2025
Scheibes Glosse: Dr. Google 2

Wir leben im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Das ganze Wissen der Menschheit ist im Internet nur noch einen Mausklick weit entfernt. Warum soll man da noch zum Arzt gehen, wenn man auch das Internet konsultieren kann, sobald etwas juckt, zwickt, brennt, blutet, ausfällt oder die Farbe ändert? Wir machen die Probe aufs Exempel. mehr

10.06.2025
Kristina Hölzel: Regionale Geschichte (6): Clowns und Helden

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschlossen einige Falkenhagener Bauern, ihr Land an verschiedene Vermarktungsgesellschaften zu verkaufen. Eine dieser Gesellschaften war die Berliner Mehlfirma Nieschalke & Nitsche. Ab 1907 entstand mit 125 Hektar die größte neue Kolonie, die Gartenstadt Falkenhagen-West. mehr

08.06.2025
Kristina Hölzel: Regionale Geschichte (5) – Indizien der Zeit

Am Beispiel einer Ansicht des Seegefelder Gutshauses kommt die Frage auf: Wie kann ich als Laie alte Postkarten oder Fotos zeitlich einordnen. Erste Fotos entstanden in Deutschland bereits 1837. Die erste ohne Umschlag versandte deutsche Bildpostkarte stammt aus dem Jahr 1866. Postkarten galten schnell als preiswerte Alternative zum Brief. mehr

08.06.2025
Kristina Hölzel: Regionale Geschichte (4): Die runde Ecke

Falkensee wurde 1928 größte Landgemeinde Europas. Der Wandel von feudalen Besitzstrukturen zu relativ kleinteiligen Eigentumsverhältnissen war zu diesem Zeitpunkt in der Stadt fast vollzogen. 1924 zählte man rund 4.540 Einwohner, 15 Jahre später dank Eingemeindungen und dem Zustrom von Neu-Falkenseern schon fast 20.000. mehr

08.06.2025
Kristina Hölzel: Regionale Geschichte (3): Im Jahre 1913

Schauen wir heute auf eine Seegefelder Ansicht. Diese Ansichtskarte wurde am 30. September 1913 von Seegefeld aus nach Spandau verschickt. 1913 lebten in den Dörfern Seegefeld und Falkenhagen nach Kirchenangaben ungefähr 4.100 Einwohner. Kaiserzeit. Vorkriegszeit. Wir blicken auf eine uns zunächst etwas fremd anmutende Straßenansicht: Links eine Front von Wohn- und Geschäftshäusern, dazu eine befestigte Straße mit Bürgersteig und in der Mitte eine Pferdekutsche mit stolzem Kutscher nebst Hund. mehr

08.06.2025
Kristina Hölzel: Regionale Geschichte (2) – Alter Finkenkrug

Nordwestlich von Falkensee liegt der Brieselang, ein legendäres Waldgebiet. An der Landstraße, die durch den Brieselang führt, konnte man bereits um das Jahr 1700 herum eine auf Landkarten verzeichnete wirtschaftliche Ansiedlung finden. Vor Ort wurde zunächst Holzteer gewonnen. Das ist eine über ein Destillationsverfahren hergestellte bitumenartige Masse, mit der man u.a. Wagenräder schmieren und Holz konservieren konnte. Man kann sich den beißenden Geruch in der Umgebung recht gut vorstellen. mehr