Es darf wieder geplanscht, gerutscht und gejubelt werden: Das Stadtbad Nauen hat seine Tore geöffnet – die neue Badesaison ist gestartet. Zum Pre-Opening am 17. Mai hatten sich das Stadtbad, Mikado und der Tobo Veranstaltungsservice etwas Besonderes einfallen lassen: einen Rutschencontest für Jung und Alt. Während die Kinder möglichst elegant die Rutsche hinuntersausten und dabei die Jury überzeugten, zählte bei den älteren Teilnehmern vor allem eines: Tempo. Wer am schnellsten unten ankam, durfte sich über eine Urkunde freuen. Tobias Brudlo und Bürgermeister Dr. Michael Wiebersinsky gingen dabei mit gutem Beispiel voran – und wagten selbst die rasante Fahrt ins kühle Nass.
Das Stadtbad Nauen bietet mit seiner weitläufigen Liegewiese beste Voraussetzungen für einen entspannten Sommertag am Wasser. Wer die Sonne genießen und sich zwischendurch im kühlen Nass erfrischen möchte, findet hier reichlich Platz. Drei Becken für unterschiedliche Altersgruppen, ein Spielplatz für die Kinder und eine eigene Stadtbad-Gastronomie runden das Angebot ab. Und natürlich dürfen auch die klassischen Schwimmbadpommes nach dem Baden nicht fehlen.
Die Betreiber der verantwortlichen DLG Dienstleistungsgesellschaft Nauen lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen, um im Stadtbad (www.stadtbad-nauen.de) jenseits von Wasser und Sonne für Attraktivität zu sorgen. Ob das nun die beliebte Zeugnisfete für die Schüler, die große Beachparty oder das Oktoberfest ist: Es ist immer etwas los.
Zum Abschluss der Saison 2025 hatte das Stadtbad Nauen erstmals zum „Nauener Hundeschwimmen“ eingeladen und damit den Übergang in die badefreie Zeit auf ganz besondere Weise eingeläutet: An diesem Tag gehörte das große Becken den Vierbeinern, die nach Herzenslust ins Wasser springen und ihre Runden drehen durften. Die Premiere kam so gut an, dass das tierische Badevergnügen in diesem Jahr fortgesetzt wird. Das 2. Hundeschwimmen findet am 12. September von 12 bis 18 Uhr statt.



Wilhelm Paul Wieland, Geschäftsführer der DLG, die das Stadtbad betreibt, sagt: „Mit dem Hundeschwimmen haben wir bereits ein schönes Event zum Ausklang der Saison etabliert. Mit dem Rutschencontest gibt es nun auch einen besonderen Auftakt. Die Veranstaltung haben wir gemeinsam mit Mikado und unserem lokalen Partner Tobias Brudlo vom Tobo Veranstaltungsservice auf die Beine gestellt. Am Sonntag, dem 17. Mai, haben wir das Bad im Rahmen eines Pre-Openings von 13 bis 17 Uhr kostenfrei geöffnet – einen Tag vor dem regulären Saisonstart. Bei bestem Wetter wurde dieses Angebot bereits von vielen Familien genutzt.“
Der Rutschencontest war professionell vorbereitet. Am Jurytisch nahmen drei Jugendliche aus dem Mikado-Team Platz. Sie bewerteten ab 13 Uhr die möglichst spektakulären Rutschabgänge der Kinder bis zwölf Jahre. Jedes Kind hatte drei Versuche, um die wellenförmige Regenbogenrutsche möglichst auffällig hinunterzugleiten und anschließend elegant ins Wasser einzutauchen. Gerutscht wurde liegend, kniend und in nahezu jeder denkbaren Variante. Pro Versuch konnte die Jury bis zu zehn Punkte vergeben. Bei drei Jurymitgliedern und drei Durchgängen waren somit maximal 90 Punkte möglich.
Am Ende holte sich Elisabeth den ersten Platz in der Disziplin 1 mit dem Titel „Rutschen nach Optik“ – „mit besonderem Stil, Kreativität und einer beeindruckenden Rutsch-Performance“. Sie gewann neben einer bunten Urkunde und Süßigkeiten auch zwei Tageskarten, mit denen sie das Bad in der laufenden Saison kostenfrei betreten darf.
Dr. Michael Wiebersinsky schaute als Bürgermeister von Nauen persönlich beim Rutschencontest vorbei und freute sich über die kostenfreie Veranstaltung: „Wir haben tolles Wetter, es sind viele Menschen da, die Kinder haben Spaß, und wir haben tolle Rutschergebnisse gesehen. Es ist schön, dass Mikado ein solches Event mit ehrenamtlichem Engagement auf die Beine stellt und dabei von der DLG sowie von Tobo unterstützt wird. Davon lebt das soziale Miteinander in einer Stadt wie Nauen. Glücklicherweise haben wir hier viele engagierte Ehrenamtliche, die Veranstaltungen wie den Rutschencontest überhaupt erst möglich machen.“



Nadine Böhlicke war für Mikado Nauen vor Ort: „Auf der bunten Rutsche war im ersten Durchgang in erster Linie Kreativität beim Rutschen gefragt. Im zweiten Durchgang konnten alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen von 12 bis 99 Jahren mitmachen. Da ging es auf der großen Rutsche um Tempo. Gewinnen konnten nur die Teilnehmer mit der schnellsten Zeit.“
Bürgermeister Michael Wiebersinsky und Moderator Tobias Brudlo ließen sich nicht lange bitten. Sie schlüpften kurzerhand selbst in die Badehosen und schlitterten als Erste durch die gewundene Rutsche ins kühle Nass. Tobias Brudlo freute sich: „So kalt wie gedacht war das Wasser gar nicht.“
Trotzdem ließen sich in der zweiten Runde mit dem Namen „Schnelligkeit“ nur noch fünf Teilnehmer davon überzeugen, auf der Rutsche anzutreten, um mit allen nur erdenklichen Kniffen das Tempo auf der Bahn zu erhöhen. Auch hier ging der Wettbewerb über drei Runden. Am Ende wurde die beste Zeit gewertet. Jordi gewann das nasse Rennen mit einer Zeit von 8,93 Sekunden. Die langsamste Rutschfahrt wurde mit 17,24 Sekunden gemessen.



Für das erste Mal waren alle Beteiligten mit der Teilnehmerquote zufrieden. Sollte das kostenlose Pre-Opening in Nauen noch bekannter werden, finden sich in Zukunft bestimmt noch deutlich mehr Kinder und Jugendliche vor Ort ein.
Wilhelm Paul Wieland schaut derweil hoffnungsvoll in die Saison: „Wir hoffen auf deutlich besseres Wetter als im letzten Jahr. Wir wären froh, wenn wir die Besucherzahlen vom Rekordsommer 2024 knacken könnten. Damals kamen 55.000 Badegäste zu uns.“
Nils Jungius ist stellvertretender Vorsitzender der DLRG Ortsgruppe Nauen: „Ab sofort sind die neuen Seepferdchenkurse auf der Homepage freigeschaltet und können gebucht werden.“
Wilhelm Paul Wieland: „Zusammen mit Tobo wird es im Stadtbad Nauen auch wieder ein großes Public-Viewing auf der LED-Wand passend zur Fußball-WM geben. Wir beginnen mit den ersten drei Spielen der deutschen Mannschaft. Dann sehen wir weiter. Wir hoffen natürlich, dass unsere Mannschaft weit kommt.“ (ϑ Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 243 (6/2026).










