Überall in Deutschland entstehen neue Karls-Standorte: Robert Dahl ist ständig unterwegs, um hier und dort nach dem Rechten zu schauen und die „Karls Erlebnis-Dörfer“ voranzubringen. Am 1. Juli war der Karls-Chef aber endlich wieder einmal in Elstal, um beim großen Richtfest des „Bibi & Tina Freizeitparks“ dabei zu sein. Das war eine perfekte Gelegenheit für ein kurzes Interview.
Sie bauen ja momentan Karls Erdbeerhöfe wie am Fließband. Reichen die in Rövershagen produzierten Erdbeeren eigentlich aus, um alle Standorte zu versorgen?
Robert Dahl: „Tatsächlich bauen wir gerade in Rövershagen Deutschlands größte Stellage. Bei dieser Anbauform wachsen die Erdbeeren in 1,30 Metern Höhe. So lassen sie sich deutlich einfacher, rückenschonender und schneller ernten. Im kommenden Jahr wird die Ernte zum ersten Mal auf diese Weise erfolgen. Natürlich erhöhen wir die Produktion auch insgesamt, damit wir ausreichend Marmelade für alle Karls Erlebnis-Dörfer einkochen können.“
Wie war das Erdbeerjahr bislang?
Robert Dahl: „Bis jetzt war es sehr gut. Wir haben schon ein paar Wetterkapriolen hinter uns. Die große Hitzewelle hat uns glücklicherweise an einem Punkt erwischt, an dem wir gerade zu einer neuen Sorte gewechselt sind. Sonst kann sich so eine Hitzeperiode wirklich sehr schädlich auswirken. Wenn jetzt nichts Schlimmes mehr passiert, haben wir ein sehr gutes Erdbeerjahr.“
Es gibt inzwischen sieben Karls Erlebnis-Dörfer in Deutschland. Wie geht es jetzt weiter?
Robert Dahl: „Mitte Juli haben wir in Oberhausen unseren achten Standort eröffnet. Ich war vorher bereits drei Wochen vor Ort und habe das Gefühl, dass man Karls inzwischen auch im Norden sehr gut kennt. Viele Menschen aus der Region haben Urlaub an der Ostsee gemacht und dabei Karls kennen- und liebengelernt. Sie freuen sich jetzt, dass wir zu ihnen vor die Haustür kommen. Wir arbeiten uns so nach und nach in die Herzen der Menschen hinein. Weiter geht es übrigens in Bispingen in der Lüneburger Heide. Dort entsteht das Karls Erlebnis-Dorf Nummer 9. Wenn man alle Arbeitsverhältnisse in Vollzeitäquivalente umrechnet, haben wir bei Karls bereits 3.400 Mitarbeiter.“

Zuletzt wurde ja Karls in Lockstedt bei Bremerhaven eröffnet. Da habe ich gesehen, dass es auch dort eine riesige Scheunenwand voller Kaffeekannen gibt. Wurden diese wieder von den Bürgern gespendet?
Robert Dahl: „Ja, es ist der Wahnsinn. Auch in Oberhausen haben wir schon wieder 12.000 Kaffeekannen in die Wandregale einsortiert. Auch diese haben wir alle gespendet bekommen. Wir haben jetzt noch immer einen Bestand von 20.000 weiteren Kannen – und freuen uns weiterhin über jede weitere Kanne, die bei uns abgegeben wird.“
Karls möchte gern über den großen Teich hüpfen und 2028 in Oxnard, Kalifornien, einen eigenen Karls-Freizeitpark eröffnen. Was gibt es denn dazu Neues zu berichten?
Robert Dahl: „Ich bin bald wieder drüben, um am 15. August eine große Demolition-Party mit dem Oberbürgermeister und dem Hafendirektor zu feiern. Das ist Tradition dort drüben. Man zelebriert den Abriss der alten Bestandsgebäude. Da wird das erste Gebäude vor laufenden Kameras abgerissen. Eine Eröffnung peilen wir für April 2028 an – kurz vor den Olympischen Spielen in Los Angeles. (ϑ Text/Foto: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 245 (8/2026).