Als Falkensees Bürgermeister Heiko Richter im Jahr 1988 die Polytechnische Oberschule Erich Weinert nach der 10. Klasse verließ, war die alte Turnhalle schon lange nicht mehr die neueste. Jahrzehnte später ist sie dann aber doch so sehr in die Jahre gekommen, dass etwas Neues her musste. Die inzwischen zur Oberschule Falkensee umgewidmete Schule bekommt nun eine komplett neue Sportanlage – samt Zweifelderhalle und einem großen Sportplatz. 15 Millionen Euro werden dabei vor Ort verbaut. Auch wenn ein Teil der neuen Sporthalle bereits steht, wurde die Grundsteinlegung erst am 19. Mai feierlich begangen. Bis zur Fertigstellung der neuen Anlage dauert es noch – erst zum Schuljahreswechsel 2028/2029 werden die Schüler hier Sport machen können.
Die Gesamtschule Immanuel Kant, die Geschwister-Scholl-Grundschule und die Oberschule Falkensee sollen alle drei neue Turnhallen bekommen – die alten sind zu klein oder zu alt; der Sanierungsdruck ist hoch. Die Oberschule (www.oberschule-falkensee.de) hat am meisten Glück gehabt: Hier sind die Planungen bereits vollendet, die Gelder sind bewilligt, und die Baumaßnahmen befinden sich im vollen Gang.
Bürgermeister Heiko Richter: „Viele Jahre lang haben alle Schülerinnen und Schüler sowie die Mitglieder der Vereine, die in der einen oder anderen Form in der kleinen alten Sporthalle Sport gemacht haben, damit leben müssen, dass die Halle in die Jahre gekommen war. Sie war nicht mehr zeitgemäß und nicht mehr modern. Daher ist es also höchste Zeit, die Halle durch einen zusätzlichen Neubau zu entlasten. Dass ich als ehemaliger Schüler dieser Schule die Grundsteinlegung der neuen Halle nun als Bürgermeister begleiten darf, freut mich natürlich ganz besonders. Das ist für mich auch ein wirklich besonderer Tag.“



Bereits 2025 wurden – um Platz zu schaffen – ein alte Mehrzweckgebäude und die Außenanlagen des Sportplatzes abgerissen. Zugleich wurden die Geothermieanlage zur Beheizung der neuen Anlage vorbereitet und die Baugrube ausgehoben. Im neuen Jahr 2026 wurden außerdem die Grundleitungen unter der späteren Bodenplatte verlegt, die Bodenplatte für die Sporthalle gegossen und die ersten Wände gestellt.
Um das neue Projekt nach dem langen Winter mit etwas Verspätung doch noch angemessen zu feiern, fand am 19. Mai eine offizielle Grundsteinlegung mit vielen Gästen statt. Heiko Richter: „Mit dieser Grundsteinlegung für die neue Sporthalle, in der wir jetzt ja quasi bereits in den Grundmauern stehen, setzen wir ein sichtbares Zeichen dafür, dass es bei uns in Falkensee vorwärts geht, dass wir in die Bildung investieren und dass unsere Kinder und Jugendlichen bei uns mit an erster Stelle stehen.“
Angesichts der ersten stehenden Wände fragt man sich, wie die fertige Sporthalle einmal aussehen wird.
Klar ist, dass in südlicher Ausrichtung eine Zweifelderhalle mit Sozialtrakt entsteht – zusätzlich zur alten Turnhalle, die weiterhin bestehen bleibt und die man in Zukunft noch einmal sanieren könnte. In einem zweigeschossigen Erweiterungsbau im Norden wird außerdem die Mensa untergebracht werden, in der später die Schüler der Oberschule ihr Mittagsessen abrufen können. Außerdem werden an dieser Stelle zusätzliche Unterrichtsräume etwa für WAT (Wirtschaft, Arbeit und Technik) untergebracht sein.



Beheizt wird das spätere Gebäude über eine Sole-Wärmepumpe. Auf dem angedachten Gründach der neuen Halle wird außerdem eine PV-Anlage verbaut werden, um den vor Ort verbrauchten Strom selbst zu gewinnen.
Baudezernent Thomas Zylla: „Wir bauen die Sportanlagen nicht nur für die Schule, sondern im Rahmen der Sportförderrichtlinie auch für die Vereine in unserer Stadt. Hier in der neuen Halle wird es in Zukunft möglich sein, Badminton, Basketball, Handball, Volleyball und auch Hockey zu spielen.“
Bürgermeister Heiko Richter und die beiden Dezernenten Luise Janssen und Thomas Zylla befüllten, um der Grundsteinlegung noch einen besonderen Moment zu geben, gemeinsam eine metallene Zeitkapsel, in die sie u.a. eine Ausgabe von „Unser Havelland“, das aktuelle Programm der Stadthalle, das neue Amtsblatt und ein paar Münzen steckten. Die Zeitkapsel mauerten sie vor den Augen der Schulleiterin Kerstin Bachmann und mit der Hilfe der Schülersprecherin Jolina Petkov fachmännisch in ein vorbereitetes Podest ein.
Das zukünftige Gebäude wird außerdem ein Katastrophenschutzleuchtturm des Landkreises Havelland sein. Das bedeutet, dass die Bevölkerung bei einem zukünftigen Katastrophenfall wie etwa einem andauernden Strom-Blackout hier Zuflucht finden kann, um etwa ein Handy aufzuladen, Trinkwasser zu bekommen oder Informationen zur Schadenslage auszutauschen. Der zweite Katastrophenschutzleuchtturm in Falkensee ist übrigens in der Geschwister-Scholl-Grundschule lokalisiert.
Die Oberschule bekommt aber nicht nur eine neue Sporthalle, sondern zugleich auch eine komplett neu gedachte Außenanlage inklusive einer neuen Beleuchtungsanlage.



Der neue Sportplatz, von dem zurzeit nur eine flache Sandwüste zu sehen ist, wird einen 28 x 44 Meter großen Allwetterplatz beherbergen, auf dem man natürlich vor allem Fußball spielen kann, der sich aber auch für viele andere Sportarten wie Basketball oder Volleyball verwenden lässt. Hinzu kommt eine moderne Leichtathletikanlage mit einer 100-Meter-Laufbahn und einer etwa 240 Quadratmeter großen Gymnastikrasenfläche. Es schließt sich eine Weitsprung- und eine Kugelstoßanlage an.
15 Millionen Euro werden vor Ort am Ende verbaut sein, sobald die Anlage fertiggestellt ist. Geplant ist es, dass der Rohbau bereits im vierten Quartal im laufenden Jahr 2026 steht. Mit der finalen Fertigstellung des Gebäudes und der Finalisierung der Außensportanlage wird allerdings erst zum Schuljahreswechsel 2028/2029 zu rechnen sein.
Thomas Zylla: „Es dauert eben alles seine Zeit. Wenn wir am Ende des Jahres ein Dach auf der Sporthalle haben und die Gebäudehülle geschlossen ist, stehen doch noch sehr umfangreiche Innenarbeiten an. Der Sportboden muss verlegt werden, und die ganzen technischen Ausstattungen für die Mensa und die Sozialräume müssen installiert werden.“ (ϑ Text/Fotos: CS / Luftbilder: Stadt Falkensee / Visualisierung: Focke Architekten)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 243 (6/2026).










