kukki Cocktails ist ein Startup aus dem Goerzwerk in Berlin-Lichterfelde. Die Idee: Süffig-fruchtige Cocktails nach dem Mixen sofort in der Flasche einfrieren. Nach dem Auftauen schmecken sie dann nämlich wie frisch gemacht. Das Startup produziert seit 2023 im GVZ Wustermark – und bringt hier Sorten wie „Mojito“ oder „Sex on the Beach“ in die Flasche. Ganz neu geht nun der „Pornstar Martini“ in die Produktion: Als Besonderheit schwimmen getrocknete Samen der Passionsfrucht mit in der Flasche.
Wer gern zusammen mit Freunden einen süffigen Cocktail schlürft, muss ihn entweder selbst mixen oder auf eine Fertigmischung aus dem Handel zurückgreifen, die oft genug „irgendwie falsch“ schmeckt.
Josef Klemm, Saif Rudi und Andy Romanowski hatten Ende 2015 eine ganz neue Idee: Wie wäre es denn, wenn man einen frisch gemixten Cocktail sofort einfriert, sodass er später nach dem Auftauen so schmeckt, als käme er ganz frisch aus den Händen eines Barmixers? Erfinder Josef Klemm (der das Unternehmen inzwischen verlassen hat) hat in der Startphase gleich mehrere coole Patente angemeldet. So hat er ein Verfahren erfunden, das es erlaubt, hochverdichtete, stäbchenförmige Eiswürfel mit IN die Flasche zu geben, die nach dem Auftauen tatsächlich weiter erhalten bleiben. Und: Mit einem speziellen Toaster lassen sich die gefrorenen Flaschen in Sekundenschnelle auftauen.
Die klassischen kukki Cocktails in den Geschmacksrichtungen „El Presidente“, „Mojito“, „Sex on the Beach“, „Caipi“ und „Exotic“ (alle mit 14,1 Prozent Alkohol) sowie „Wild Passion Fruit“, „Pink Grapefruit“, „Colada“ und „Wild Berry“ (8,0 Prozent) gibt es im hauseigenen Online-Shop (www.kukkicocktail.com) und in vielen Märkten (Kaufland, Selgros) gleich um die Ecke.



Längst haben aber auch Kioske, Imbissbuden, Cafés, Kinos, Hotels und Bars entdeckt, dass sie sich mit den kukki Cocktails einen echten Mehrwert ins Haus holen – und sich im Zweifelsfall auch noch den Barkeeper sparen. So sieht man das „Wir haben kukki Cocktails“ Werbeschild immer häufiger auf allen Wegen durch die deutsche Gastronomie.
Über den eigenen Erfolg hat das Team seine innovative Kraft nicht verloren. So gab es im Winter erstmals heiß genossene Abfüllungen wie „Hot Glühwein“, „Hot Spiced Apple“ und „Hot Mojito“.
Neue kukki-Sorte: Pornstar Martini
Anfang März wurde die innovative Gedankenschmiede erneut angeworfen: Welcher neue Cocktail soll die bewährte Produktpalette im Frühjahr erweitern?
Nun ist klar – es ist der „Pornstar Martini“. Am 2. März liefen in Wustermark die Bänder der automatisierten Fertigungsstrecke erstmals mit den neuen Zutaten an. In die Flasche kommt nun ein besonders fruchtiger Mix aus der säuerlichen Passionsfrucht in Kombination mit einem Vanillesirup und Wodka.
Saif Rudi: „Bei jedem unserer Cocktails haben wir immer noch ein kleines Gimmick mit in der Flasche. Beim Mojito ist es ein frisches Minze-Blatt, beim El Presidente eine Heidelbeere. Beim Pornstar Martini geben wir getrocknete Maracuja-Kerne mit dazu. Das hat uns bei der allerersten Produktionsreihe sofort die Düsen verstopft, da mussten wir den ganzen Ablauf neu denken, um das zu umgehen.“



Wie kam es aber eigentlich zum „Pornstar Martini“? Gab es ein großes Auswahlverfahren mit der ganzen Firmencrew samt Verkostung mehrerer Alternativen?
Saif Rudi: „Ich war in einer angesagten Bar am Rosenthaler Platz in Berlin-Mitte. Da habe ich den Barmann gefragt, ob er mir etwas Fruchtiges empfehlen kann. Ohne nachzudenken hat er mir einen Pornstar Martini präsentiert. Das ist noch ein ganz junger Cocktail, den gibt es erst seit ein paar Jahren. Das war ein Knaller. Der Cocktail hat so unfassbar gut geschmeckt, das hat mich beeindruckt. Zurück bei kukki habe ich sofort gesagt: Jungs, wir müssen den Pornstar Martini machen.“
Der neue Geschmack im Glas soll nun richtig „knallen“. Entsprechend viel Werbung soll für das neue Getränk gemacht werden. Saif Rudi: „Zugleich ist es unsere Strategie des Jahres, wieder mehr den Einzelhandel zu forcieren. Wir sind nun in fast allen REWE-Regionen gelistet und auch die EDEKA-Läden der EDEKA Hannover-Minden können nun die gefrorenen kukkis bestellen, die der Kunde dann in der Tiefkühlabteilung findet. Wir merken, dass die kukkis immer häufiger bei privaten Partys auf den Tisch kommen.“
Auch sonst wird sich dieses Jahr noch etwas tun. Sobald der „Pornstar Martini“ erst einmal in ausreichender Stückzahl produziert ist, soll der „Espresso Martini“ an den Start gehen – anvisiert ist der Juni. Saif Rudi: „Das ist das neue In-Getränk in der gehobenen Gastronomie und in den Edel-Bars. Der fast schwarze Cocktail lebt von seiner schwarzen Farbe, seinem starken Kaffee-Aroma und dem hellbraunen Schaum. Das alles können wir 1:1 auch mit kukki abbilden. Wenn man die Flasche vor dem Öffnen ordentlich schüttelt, ist sogar der Schaum da.“
Der „Espresso Martini“ wird auch dringend benötigt für die weitere Saison-Planung bei kukki Cocktails. Denn die Fußball-Weltmeisterschaft steht vor der Tür. Sie findet zwar nicht im eigenen Land statt, sondern in den USA, in Mexiko und in Kanada. Trotzdem werden die Fans viel Fußball gucken und dabei feiern wollen.



Saif Rudi: „Wir werden zur WM einen Dreier-kukki-Mix in den Handel bringen – in den Farben Schwarz-Rot-Gold. Schwarz ist unser Espresso Martini, rot unser Sex on the Beach und gold der Pornstar Martini.“
50.000 kukki-Flaschen am Tag
Die aktuelle Produktionsanlage in Wustermark produziert pro Schicht 20.000 bis 25.000 Flaschen, das sind am Tag etwa 40.000 bis 50.000 Flaschen.
Saif Rudi: „Wir sind mit einem sehr hohen Lagerbestand ins neue Jahr gestartet. Dank unserer neuen Einzelhandel-Strategie und den damit einhergehenden neuen Listungen war die Nachfrage in den letzten Wochen extrem hoch. Wenn 3.000 neue Einzelhändler Kartons bestellen, ist das Lager eben schnell leer.“
Knapp 40 Mitarbeiter sind inzwischen im Goerzwerk und in Wustermark für kukki Cocktails am Start. Das Unternehmen kratzt weiterhin an den schwarzen Zahlen, investiert aber noch immer alle Gewinne in das eigene Unternehmen. Zurzeit ist eine neue und noch stärkere Produktionsstrecke in Planung, sodass in Zukunft die dreifache Menge produziert werden kann. Na dann – „Cin Cin“! (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 241 (4/2026).