Neu: Die Flohkids kommen nach Falkensee – Nina Brust mit Second Hand Kleidung für Kinder!
Kinder wachsen gefühlt über Nacht aus ihrer Kleidung und ihren Spielsachen heraus. Über die ausrangierten Schätze freuen sich Geschwister, Freunde oder Verwandte. Bei hochpreisigen Dingen kommt aber oft der Wunsch auf, sie doch lieber zu verkaufen. Nina Brust bringt dafür das passende Konzept nach Falkensee: Am 10. Oktober eröffnet die 28-jährige Zweifachmama in der Bahnhofstraße 44 einen Flohkids-Standort. Hier belegen Eltern einen eigenen Stand und können dort ihre gebrauchten Kindersachen verkaufen lassen. Ambitioniert: Es stehen 213 Verkaufsplätze zur Verfügung.
In den Schränken stapelt sich die Kleidung, aus der die eigenen Kinder viel zu schnell herausgewachsen sind. Oft sind Hosen, Schuhe und Pullover noch nahezu neu. Auf dem Flohmarkt bekommt man aber oftmals leider nur Kleingeld dafür.
Nina Brust (28) aus Falkensee kennt das Problem als zweifache Mutter aus eigener Erfahrung. Auch sie fragte sich, ob es denn nicht einen Weg geben würde, aus den ausrangierten Dingen der Kinder noch etwas Kapital zu schlagen: „In Berlin-Pankow habe ich zum ersten Mal einen Flohkids-Standort (www.flohkids.de) kennengelernt. Hier habe ich einen Stand angemietet und die aussortierten Sachen meiner Kinder angeboten. Das hat sehr gut funktioniert, ich war angenehm überrascht.“
Nina Brust war in ihrer Vergangenheit zunächst im Versicherungsbereich tätig und hat zuletzt als Sekretärin für einen Chefarzt im Krankenhaus gearbeitet: „Nach der Elternzeit meines zweiten Kindes stand für mich fest, dass ich beruflich einen neuen Weg einschlagen möchte. Ich habe mich an meine Erfahrungen mit Flohkids erinnert und bin schnell auf die Idee gekommen, an meinem neuen Wohnort in Falkensee ein eigenes Flohkids-Geschäft im Franchise-Verfahren zu eröffnen. Mein Mann war erst sehr kritisch, unsere Erfahrungen mit Flohkids in Pankow haben aber auch ihn schlussendlich überzeugt.“
In der Folge begann die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten in der Gartenstadt. Fündig wurde das Paar schließlich in der Bahnhofstraße 44. In den Räumen eines ehemaligen Sanitärbedarfs unweit vom Getränke-Hoffmann-Markt stehen ihnen ab sofort 341 Quadratmeter zur Verfügung. Dort sollen ab dem 10. Oktober 213 Verkaufsstände Platz finden.
Das Prinzip von Flohkids ist ganz einfach: Privatpersonen buchen einfach online für einen bestimmten Zeitraum einen festen Stand und verkaufen auf dieser Fläche ihre gebrauchten Sachen rund ums Kind. Zur Auswahl stehen wahlweise Spielzeugregale oder aber Kombiregale, die auch mit Kleiderstangen ausgestattet sind. Die Vorbereitungen für den Verkauf beginnen bereits zu Hause. Über die Flohkids-App müssen alle Artikel einmalig erfasst werden. Nina Brust: „Zu jedem Artikel gehören immer ein Foto, eine Beschreibung und die Angabe des gewünschten Preises.“
Verkauft werden darf nahezu alles, was Kinder und Familien gebrauchen können: von Babysocken, Lätzchen und Kleidung bis Größe 176 über Spielzeug bis hin zu größeren Dingen wie etwa Laufrädern oder einem Reisebett. Auch Selbstgenähtes und selbst hergestellte Kindersachen sind willkommen. Die Verkäufer richten ihren Stand nach ihren eigenen Vorstellungen ein.
Vor Ort übernimmt Nina Brust den Verkauf. Über die Flohkids-App sehen die Verkäufer jederzeit, wie es um den eigenen Umsatz bestellt ist. Für ihre Dienste erhält Nina Brust am Ende eine Verkaufsprovision von 17 Prozent. (ϑ Text: SK+CS / Fotos: Sandy Kolbuch, eins mit KI bearbeitet)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 247 (10/2026).
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