Neuer Wind im Selgros Bistro: Benny Schulter übernimmt das Bistro in Falkensee!
Im Selgros Bistro an der Straße der Einheit gibt es zwischen 11 und 15 Uhr immer einen leckeren Mittagstisch. Betreiber Jens Janke ist Ende August in den Ruhestand gegangen. Der Falkenseer Benny Schulter hat den Betrieb übernommen. Er setzt weiterhin auf eine europäische Küche und auf die beliebten DDR-Klassiker wie „Tote Oma“, hat aber auch einige pfiffige Ideen für die Zukunft im Gepäck.
Wenn mittags der kleine Hunger kommt, greifen viele Falkenseer zur Stullenbox und lassen sich eine zu Hause vorbereitete „Knifte“ schmecken. Andere gönnen sich eine längere Mittagspause und steuern gezielt das Selgros Bistro im Falkenseer Gewerbegebiet Süd an. Es ist etwas versteckt auf dem Selgros-Gelände an der Straße der Einheit zu finden – und unter der Woche von 11 bis 15 Uhr geöffnet.
Viele Jahre lang hat Jens Janke vor Ort den Kochlöffel geschwungen. Er hat das Bistro nun abgegeben und ist in den Ruhestand gewechselt. Dass es nahtlos weitergehen kann, ist dem reinen Zufall geschuldet.
Benny Schulter (30) ist in Falkensee aufgewachsen, wohnt aber inzwischen mit seiner Frau und den Kindern in Spandau. Er ist kein Unbekannter in Falkensee, hat er hier doch 2021 seinen Nusshandel „Nutschu Organic“ ins Leben gerufen. Zwischenzeitlich hatte er bei einem weltweit agierenden Caterer gearbeitet und einen Online-Versand für den Non-Food-Bereich gegründet. Er erzählt: „Ich habe mich in den letzten Monaten gezielt nach einem gastronomischen Betrieb umgesehen, den ich übernehmen könnte. Es war nicht wirklich etwas Solides zu finden. Ich habe vor langer Zeit meine Ausbildung bei Selgros gemacht und mich irgendwann an das Bistro erinnert. Ich bin spontan hingefahren und habe Jens Janke gefragt, ob er vielleicht Interesse hat, das Bistro abzugeben. Da bin ich offene Türen eingerannt, weil er tatsächlich einen Nachfolger gesucht hat. Wir sind uns ganz schnell einig geworden.“
Das Bistro hat so nahtlos weiter geöffnet. Zu viert stemmt das neue Team das Tagesgeschäft. Benny Schulter: „Ich bin kein Koch, ich bin Kaufmann. So eine Denkweise tut dem Bistro gut, weil ich die Zahlen immer im Auge habe. Für die Küche haben wir extra eine versierte Köchin eingestellt, die viel Spaß daran hat, die Lieblingsgerichte unserer Stammkunden zu kochen.“
Vor Ort wird frisch gekocht, jeden Tag gibt es eine Handvoll Gerichte wie etwa süß-saure Eier in Specksoße (10,90 Euro), Topfwurst mit Sauerkraut (13,90 Euro) oder die Boulette mit Rahmporree (14,50 Euro). Natürlich gibt es auch weiterhin die Currywurst mit Pommes.
Benny Schulter: „Die Leute freuen sich sehr, dass sie weiterhin eine gutbürgerlich deutsche Küche bekommen, gern mit mediterranem Einschlag. Unsere Gäste lieben die Eierspeisen wie Spiegeleier mit Bratkartoffeln, vor allem aber die guten, alten DDR-Klassiker wie ‚Tote Oma‘. Auf lange Sicht werden wir eine Karte mit ewigen Klassikern anbieten und eine Tageskarte mit Gerichten, die nur kurz verfügbar sind. Generell gilt: Wenn alle, dann alle. Es gilt aber auch: Alle Gäste sollen satt werden. Wir geben gern einen Nachschlag aus. Man muss nur fragen.“
Erst einmal läuft alles weiter wie bisher. Der neue Betreiber bringt aber einige Ideen mit. Benny Schulter: „Ich plane ein Ausgabefenster, an dem man unsere Speisen auch ganz schnell ‚to go‘ bekommt. Ich würde mich gern für Selgros-Aktivitäten als Caterer empfehlen. Und man kann unser Bistro mitten im Gewerbegebiet auch für Feiern aller Art anmieten. Wir haben 43 Plätze im Innenraum und noch einmal 28 auf der Terrasse. (ϑ Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 247 (10/2026).
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