42 Plätze in der Senioren-Wohngemeinschaft Brieselang!
Die Johanniter haben in Brieselang eine gut funktionierende Senioren-Wohngemeinschaft ins Leben gerufen, die große Erfolge schreibt und von den Senioren aus der Umgebung sehr gut angenommen wird: Sie möchten sich oft im Alter gern vom Wohnraum her verkleinern und weitere Service-Leistungen in Anspruch nehmen. Nun planen die Johanniter weitere Engagements sowohl in Falkensee als auch in Ketzin/Havel. (ANZEIGE)
Die Johanniter (www.johanniter.de) sind eine deutschlandweit aufgestellte Hilfsorganisation, die sich in vielen Bereichen engagiert. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter engagieren sich so etwa im Katastrophenschutz, in der Kinder- und Jugendhilfe, in der Pflege, im Fahrdienst, im Sanitätsdienst und in vielen anderen Bereichen. Bekannt geworden sind die gemeinnützigen Johanniter auch dank ihres eigenen Hausnotrufes. Er erlaubt es Senioren, etwa bei einem Sturz schnell Hilfe über ein spezielles Armband zu holen.
Zurzeit legen die Johanniter ein hohes Tempo vor, wenn es um den Ausbau des Seniorenwohnens im östlichen Havelland geht.
Annika Döbbelin (39) vom Johanniter Regionalverband Brandenburg-Nordwest stellt die bereits gut belegte Senioren-Wohngemeinschaft Brieselang vor: „Ich bin vor Ort die Koordinationskraft für die Wohngemeinschaft. Ich werde von den Senioren angerufen, wenn sie sich für einen Platz in einer unserer WGs interessieren. Da mache ich in der Regel ein persönliches Treffen aus und wir schauen gemeinsam, ob diese besondere Wohnform für den Interessenten in Frage kommt.“
Die Senioren-Wohngemeinschaft Brieselang ist im Forstweg 45/46 zu finden. Das Brieselanger Zentrum mit seinen Einkaufsmöglichkeiten und Ladengeschäften ist ebenso wie der Bahnhof nur ein paar hundert Meter weit entfernt, in der direkten Umgebung gibt es außerdem gleich mehrere Arztpraxen.
42 Plätze gibt es in der Wohneinrichtung in Brieselang. In zwei benachbarten Häusern sind jeweils zwei Wohngemeinschaften zu finden – eine im Parterre und eine im Obergeschoss, die über einen Fahrstuhl zu erreichen ist. Alle Senioren verfügen über ihre eigene Wohnung mit Bad; die Zimmer sind zwischen 22 und 28 Quadratmeter groß und können selbst möbliert und eingerichtet werden. Zu jeder WG gehört außerdem ein großer Gemeinschaftsraum mit offener Küche, im Freien stehen eine Terrasse und ein großer Garten zur Verfügung.
Annika Döbbelin: „Unsere Senioren führen ein selbstbestimmtes Leben. Ambulante Pflegeleistungen können entsprechend der individuellen Bedarfe hinzugebucht werden. Alle unsere Bewohner erhalten einen Notrufknopf, der als Armband oder Kette getragen wird – und im Notfall schnell Hilfe organisiert. Unsere Mitarbeitenden sind aber auch so rund um die Uhr vor Ort. Natürlich sorgen wir in der Senioren-Wohngemeinschaft auch für ein Programm und bieten unseren Senioren nicht nur gemeinsame Mahlzeiten, sondern auch gesellige Nachmittage, Filmabende, Bastel-Events oder WG-übergreifende Ausflüge an. So waren wir bereits bei Karls in der Eiswelt und haben den Alpaka-Hof in Pausin besucht. Das ist wichtig, denn die meisten unserer Bewohner sind noch sehr fit – geistig wie auch körperlich. Viele erledigen ihre Einkäufe noch selbst oder gehen eigenverantwortlich zum Arzt. Sie haben sich für einen Lebensabend in der Senioren-Wohngemeinschaft entschieden, um Anschluss zu finden und um sich im Alter vom Wohnraum her zu verkleinern, ohne dabei ihren gewohnten Kiez zu verlassen.“
Aktuell sind in Brieselang zwei Zimmer frei. Der Bedarf an Wohnraum für Senioren wächst aber weiterhin – und so investieren auch die Johanniter in weitere Angebote.
Annika Döbbelin: „Gerade nach Weihnachten hatten wir viele Anrufe von besorgten Angehörigen. Die haben bei ihrem Besuch festgestellt, dass ihre betagten Eltern besser nicht mehr ganz alleine wohnen sollten – und erkundigen sich bei uns nach einem freien Platz. Viele Senioren bleiben tatsächlich bis zu ihrem Tod bei uns. Es ist eine Ausnahme, dass sie noch einmal in eine vollstationäre Einrichtung wechseln müssen.“
Neue Senioren-Wohnangebote in Falkensee und Ketzin/Havel
Saskia Post (30) ist die Pflegedienstleitung für den Standort Brieselang, demnächst aber auch für Falkensee und für Ketzin/Havel. Sie sagt: „In Ketzin/Havel starten wir bereits im Februar oder März. Am 13. März bieten wir hier einen Tag der offenen Tür an. Interessierte haben so die Möglichkeit, das Quartier und auch die Johanniter besser kennenzulernen. Wir bieten in Ketzin sowohl ein Servicewohnen als auch das Wohnen in einer Seniorenwohngemeinschaft an. Im Servicewohnen mietet man eine Wohnung mit ein, zwei oder drei Zimmern an. Hier gibt es im Gegensatz zu einer Senioren-WG jeweils auch eine Küchenzeile, sodass die Senioren komplett autark leben können. Ein Begegnungszentrum mit vielen Kontaktangeboten bietet Gelegenheit zum geselligen Beisammensein und soll die Senioren mit den Einwohnern von Ketzin vernetzen. Im Komplex richten wir zusätzlich zwei Pflege-WGs mit je zwölf Zimmern ein. Diese großzügig geschnittenen Pflege-WGs mit einem lichtdurchfluteten, offenen Wohn-Essbereich möchten wir genauso lebendig gestalten wie in Brieselang. Wer als Mieter im Servicewohnen feststellt, dass sich der Alltag aus eigener Kraft doch nicht mehr bewerkstelligen lässt, bleibt in seinem Quartier, zieht aber in die benachbarte Wohngemeinschaft um. Bei beiden Wohnangeboten führen wir bereits eine Liste mit Voranmeldungen. Im Quartier gibt es 75 Wohnungen und noch einige freie Plätze.“
In Falkensee kooperieren die Johanniter mit der BUWOG, die das sogenannte Merlin-Quartier errichtet. Saskia Post: „Wir sind für die Service-Dienstleistungen in den 145 seniorengerechten Ein- bis Zweizimmerwohnungen des Komplexes verantwortlich. Die Vermietung erfolgt durch die BUWOG mit unserer organisatorischen Unterstützung. Falls zusätzliche Unterstützung benötigt wird, können wir mit unserem ambulanten Pflegedienst aushelfen. Hier wird es ebenfalls ein Begegnungszentrum geben, damit sich die Senioren untereinander treffen können. Darüber hinaus werden wir Aktivitäten anbieten, um die Bewohner mit den Bürgern von Falkensee zusammenzubringen.“
Es wird vor Ort auch einen Concierge für die Senioren geben, der etwa dabei hilft, ein Taxi zu rufen oder Theaterkarten zu besorgen, und der bei der Vermittlung von Dienstleistungen unterstützt. Solch ein Concierge-Dienst ist auch für Ketzin/Havel vorgesehen. Ebenso ist es geplant, an beiden Standorten eine therapeutische Praxis zu etablieren.“ (Text/Fotos: CS)
Kontakt: Tel.: 03381-306752-300, E-Mail: rv.brbnw@johanniter.de, Web: www.johanniter.de/rv-brbnw
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 239 (2/2026).
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