Tanja Marotzke aus Falkensee fotografiert: Reportagenfotographie und Business-Porträts!
Selbst im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz und gestochen scharfer Videos hat ein richtig gutes Foto noch immer eine magische Kraft und eine Wirkung, die man nicht bestreiten kann. Umso wichtiger ist es, für die bedeutsamen Momente im Leben einen echten Profi hinter der Kamera zu engagieren. Wie etwa Tanja Marotzke, freiberufliche Fotografin aus Falkensee. Sie hat sich auf Business-Porträts spezialisiert und liebt die fotografische Begleitung von Events aller Art. (ANZEIGE)
Wozu braucht man eigentlich einen Fotografen, wenn man doch selbst ein Smartphone in der Tasche hat? Das Handy ist sofort zur Hand, liefert gestochen scharfe Aufnahmen und kostet keinen Cent extra.
Tanja Marotzke (54) ist Fotografin (www.tanjamarotzke.de). Sie ist ganz klar der Meinung: Wem das Handyfoto ausreicht, der ist damit doch bestens bedient. Doch es gibt noch ein Qualitätsniveau über dem Handy, das nur erreicht werden kann, wenn technische Optionen und der Blick für das beste Motiv eine perfekte Symbiose eingehen.
Tanja Marotzke stammt aus Spangenberg in Nordhessen. Ihr Mann Stefan hat sie 2008 nach Falkensee gelockt. Dabei wollte sie doch eigentlich immer in Berlin oder in München wohnen. Sie erzählt über sich: „Ich habe ganz klassisch eine dreijährige Ausbildung zur Fotografin absolviert – in analoger Fotografie. Ich weiß also noch, wie man im Labor Filme entwickelt und sie auf Fotopapier ausbelichtet. Früher musste man viel Geduld haben, denn es hat seine Zeit gedauert, bis ein Film entwickelt war und man sehen konnte, was man vorher fotografiert hat. Das ist ja heute ganz anders.“
Die Fotografin setzt trotz der modernen Zeiten weiterhin auf ihre großen und teuren Kameras. Meist ist sie mit zwei Kameras gleichzeitig unterwegs, damit sie im Einsatz kein Objektiv tauschen muss und sofort zwischen Nah- und Fernaufnahmen hin und her wechseln kann.
Als Hochzeitsfotografin oder Spezialistin für Kinderbilder sieht sich Tanja Marotzke nicht. Lange Jahre hat sie für eine Tageszeitung fotografiert – und liebt dieses Umfeld noch immer sehr: „Mein Herz schlägt weiterhin für die Reportagefotografie. Ich werde oft gebucht, um bestimmte Events, Veranstaltungen, Kongresse, Auftritte oder Ereignisse als Fotografin zu begleiten und in Bildern festzuhalten. Bei der Reportagefotografie lässt sich ein Moment nicht wiederholen. Man muss liefern und darf nicht patzen. Das bedeutet, dass ich schnell die richtigen Einstellungen finden muss, aber auch ein Auge für das beste Motiv und den perfekten Zeitpunkt haben muss. Meine Kunden verlassen sich darauf, dass sie nach dem Event Bilder bekommen, die alle einzigartigen Momente einfangen – und die Stimmung vor Ort. Dafür musst du unauffällig mit der Umgebung verschmelzen, im richtigen Moment aber auch eine Rampensau sein. Denn eine zweite Chance bekommst du nicht.“
Ein zweites Steckenpferd für Tanja Marotzke ist die Porträtfotografie: „Jeder, der selbstständig ist oder eine Firma leitet, präsentiert sich im Internet, etwa auf der eigenen Homepage oder auf Netzwerkdiensten wie LinkedIn. Oft sehe ich hier unfassbar schlechte Fotos, nicht selten aus der Hüfte mit dem Handy geschossen. Das kann ich nicht verstehen. Denn der erste Eindruck zählt. In Sekundenbruchteilen bilden wir uns einen Eindruck von einem anderen Menschen. Da ist es doch extrem wichtig, ein Business-Porträtfoto zu verwenden, das professionell und doch nahbar aussieht, das einen perfekten Auftritt vermittelt und vielleicht auch etwas mehr über eine Person verrät. Deswegen fotografiere ich nicht nur Gesicht und Schultern, sondern fange gern auch noch etwas von der Arbeitsumgebung ein. So ein Foto wirkt gleich ganz anders. Meine Kunden verwenden die Bilder meist auch gleich noch als Profilbilder für Facebook, Instagram oder WhatsApp.“
Gern geht Tanja Marotzke einen Schritt weiter und bietet Firmen ein komplettes „Storytelling“ an. Bei so einem Shooting entstehen auch Porträtaufnahmen der Mitarbeiter, Gruppenbilder, Aufnahmen aus den Firmenräumen und vielleicht auch Gebäude- oder Fuhrparkansichten: „Im Grunde genommen fotografiere ich dann alle Bilder, die für den persönlichen Homepage-Auftritt des Unternehmens benötigt werden.“
Warum setzt die Fotografin weiterhin auf „richtige“ Kameras, während andere Profis bereits ganze Hollywoodfilme mit dem iPhone drehen?
Tanja Marotzke: „Die großen Kameras erzeugen Fotos mit einer ganz eigenen Wärme und einer besonderen Atmosphäre. Sie haben einfach mehr Seele. Es ist aber auch so: Ich fotografiere manuell im RAW-Format. Ich möchte mich ungern auf eine Automatik verlassen und stelle Blende, Verschlusszeit und ISO-Wert lieber selbst ein. So behalte ich die Kontrolle und bestimme in allen Aspekten selbst, wie mein Foto am Ende aussieht. Die eigentliche Arbeit kommt übrigens immer erst hinterher, wenn ich mehrere hundert Aufnahmen mit der Löschtaste auf einige wenige reduziere und die besten Bilder am Computer nachbearbeite. Der Kunde erhält anschließend eine Online-Galerie zum Download seiner Bilder. Nur um eine Namensnennung bitte ich immer, das ist uns Fotografen sehr wichtig.“ (ϑ Text/Foto von Tanja Marotzke: CS, alle anderen Fotos: Tanja Marotzke)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 246 (9/2026).
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