Straßenausbau und ein Dach für den Rohbau: Das EDEKA Center am Rathaus Falkensee soll im 1. Quartal 2027 eröffnet werden!
In der Falkenhagener Straße schräg gegenüber vom Rathaus rollen seit Monaten die Bagger. Dort, wo früher NORMA, der Hammer-Baumarkt, die Adler-Passage und mehrere Einzelgewerke zu finden waren, entsteht ein großes EDEKA Center mit einer Verkaufsfläche von 3.100 Quadratmetern. Während die Landesstraße vor der Tür noch um eine Linksabbiegerspur erweitert wird, bekommt der EDEKA-Rohbau auf dem Gelände gerade seine Dachbinder. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2027 anvisiert.
Falkensee wächst. Gerade im Zentrum entsteht viel neuer Wohnraum. Wo sollen die Gartenstadtbewohner von morgen einkaufen gehen?
Wenn es nach der EDEKA Minden-Hannover geht, am liebsten wohl im neuen EDEKA Center, das am ehemaligen NORMA-Standort an der Falkenhagener Straße entsteht.
In vier Bauabschnitten baut die EDEKA Minden-Hannover hier einen neuen Markt mit einer Verkaufsfläche von 3.100 Quadratmetern und mit 170 Parkplätzen vor der Tür. Insgesamt wird es 24 Monate dauern, bis der neue Einkaufstempel vollendet ist. Im Frühjahr 2027 soll bereits Eröffnung gefeiert werden. Aktuell steht der Gebäuderohbau. Zurzeit werden die Dachbinder eingesetzt, sodass im nächsten Arbeitsschritt das Dach aufgesetzt werden kann. Das Dach soll Anfang Oktober fertig sein, damit sich dann der Innenanbau anschließen kann.
Gleichzeitig finden aktuell – in Folge einer Auflage aus der Baugenehmigung – noch diverse Straßenarbeiten statt. EDEKA saniert die Landesstraße im Schulterschluss mit der Stadt Falkensee und dem Landesbetrieb Straßenwesen, um eine Linksabbiegerspur zur Einfahrt auf das Parkplatzgelände und zusätzlich eine Mittelinsel zur einfachen Straßenquerung für Fußgänger einzurichten. Dabei wurde leider eine sehr alte und marode Asbestbetontrinkwasserleitung freigelegt, die komplett erneuert werden musste. Dies hat die Straßenarbeiten deutlich verlängert. Mit einem Abschluss der Arbeiten wird Ende des Jahres gerechnet.
Am 25. August gab es – mitten im dritten Bauabschnitt – einen Pressetermin vor Ort. Projektkoordinatorin Claudia Hellmer: „Im ersten Bauabschnitt haben wir den Komplettabriss der Bestandsgebäude durchgeführt. Im Bauabschnitt 2 haben wir das sogenannte Haus 2 neu errichtet, in das bereits die DRK Tagespflege und das Vermessungsbüro Thomas Jacubeit eingezogen sind. Beide Mieter waren schon vorher am Standort präsent und haben Interesse bekundet, hier zu bleiben. So haben wir uns entschlossen, ein neues Gebäude für sie zu bauen. Im Bauabschnitt 3 entsteht das neue E-Center.“
Eine große Überraschung: Im neuen EDEKA Center wird es zunächst keinen selbstständigen Kaufmann geben, also keinen Alexander Vujanov wie im EDEKA Wachtelfeld und keinen Christian Dorfmann wie im EDEKA Nauen. Claudia Hellmer: „Wir setzen stattdessen einen Marktleiter ein, der bei der EDEKA Minden-Hannover angestellt ist und den Markt im sogenannten Regiebetrieb führt. Es kann aber durchaus sein, dass sich das nach ein paar Jahren ändert und der Marktleiter oder eine andere Person das Center in eigener Verantwortung übernimmt.“
André Hentz ist der Pressesprecher der EDEKA Minden-Hannover. Er macht deutlich, dass das EDEKA Center schon ein sehr großer Markt werden wird: „Unserer Erfahrung nach bietet ein Center etwa 30.000 bis 40.000 Artikel an.“ Damit wäre das neue EDEKA Center einer der größten Einkaufstempel in der ganzen Region. Entstehen soll eine „moderne Einkaufsstätte mit großzügigen Bedientheken und einem umfassendem Sortiment auch mit regionalen Produkten. Im Vorkassenbereich wird ein Bäcker mit großem Sitzbereich sowie ein Post- und Lotto-Shop eingerichtet.“
Claudia Hellmer: „Großen Wert legen wir auf die großzügig eingerichteten Bedientheken. Neben Fleisch und Käse wird es auch eine Bedientheke für Fisch geben. Im Markt wird es auch eine Sushi-Station geben.“
Das neue EDEKA Center wird mit SB-Kassen und Easy Shoppern ausgestattet sein, wie das auch in 200 anderen Märkten der EDEKA Minden-Hannover bereits der Fall ist. 100 bis 150 Mitarbeiter werden später einmal für das Center tätig sein. Das Center erhält eine PV-Anlage aufs Dach und wird Abwärme aus den Kühlmöbeln nutzen, um „nahezu CO2-neutral“ zu sein.
Spannend: Vor den neuen EDEKA-Markt wird ein schmales Haus mit einem Spitzdach gebaut – als Entrée. Diese spezielle Bauweise ist der Gestaltungssatzung im Falkenhagener Stadtkern geschuldet. Claudia Hellmer: „In dieses kleine Haus zieht oben eine Physiotherapie ein. Unten wird es bei diesem Kopfbau einen Laubengang geben, der direkt in den Markt führt.“
Eine Frage muss man stellen. In Falkensee gibt es ja bereits einen EDEKA-Markt im Wachtelfeld und einen weiteren im Falkenhorst. Warum kommt nun noch ein dritter im gleichen Ort? André Hentz: „Wir haben eine Expansionsabteilung, die solche Fragen genau prüft und uns Möglichkeiten aufzeigt. In Falkensee ist die Anwohnerdichte sehr hoch. Und die beiden anderen Märkte liegen so, dass sie einen anderen Kundenstamm ansprechen. Es hat also gut gepasst.“ (ϑ Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 246 (9/2026).
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