Vietnamesischer Wechsel: Aus dem „Big Pan“ wurde das „Ông Tám“!
Das war doch mal eine echte Überraschung. Das vietnamesische Restaurant „Big Pan“ im Falkenhorst, das erst im Juni 2025 seine rot angestrichenen Pforten geöffnet hatte, gibt es nicht mehr. Die Betreiber haben es an Tám „Tomi“ Tran abgegeben, der seit vier Jahren das kleine, gemütliche „Ông Tám“ direkt an der Falkenseer Stadthalle betreibt. Tomi hat das „Big Pan“ am 1. Juni 2026 übernommen und es im laufenden Betrieb umgebaut und modernisiert. Am 19. August wurde die Neueröffnung gefeiert. Tomis zweiter Standort heißt nun „Ông Tám Garden Falkensee“.
Wer im Zentrum von Falkensee etwas zu erledigen hat, in der Bahnhofstraße unterwegs ist oder eine Veranstaltung in der Stadthalle besucht, kehrt gern bei „Tomi“ ein, wie Tám Tran gern genannt wird. Der Vietnamese, der direkt über seinem Restaurant wohnt, hat hier vor etwas über vier Jahren das „Ông Tám“ (www.ongtam.de) eröffnet.
Das „Ông Tám“ ist in Falkensee sehr beliebt. Man sitzt hier sehr gemütlich, genießt hausgemachte vietnamesische Speisen und freut sich über faire Preise, die den Geldbeutel nicht über Gebühr belasten. Tomi ist allerdings der Meinung, dass es vor Ort etwas eng ist. Zumindest in der Küche: „Hier haben nur zwei Köche Platz. Wir können deswegen im ‚Ông Tám‘ nicht all die Gerichte anbieten, die wir noch im Hinterkopf haben.“
Diese Überlegung wird Tomi dazu gebracht haben, das Angebot eines Cousins anzunehmen. Der führt in Berlin und Umgebung bereits mehrere Restaurants mit dem Namen „Big Pan“. Im Juni 2025 hatte er eine sechste Filiale in Falkensee eröffnet. Warum der Cousin das sechste „Big Pan“ nun wieder abstoßen wollte, ist nicht bekannt. Tomi hat jedenfalls die Gelegenheit genutzt und die Gastronomie übernommen: „Wir haben das Restaurant ohne Pause weitergeführt und es im laufenden Betrieb modernisiert. Das gesamte Lichtkonzept draußen und drinnen ist neu, wir haben die Toiletten erneuert, wir haben die Pflanzen ausgetauscht und für mehr Platz zwischen den Tischen der Gäste gesorgt. Außerdem haben wir die Küche ausgebaut und eine Bar installiert.“
Das neue Restaurant in der Finkenkruger Straße 61a trägt nun den Namen „Ông Tám Garden Falkensee“ (www.ongtam-restaurant.de, Tel.: 0157-32696688). Im japanisch gestalteten Garten ist Platz für 160 Gäste, weitere 120 Plätze gibt es im Innenbereich. Für Feiern und Veranstaltungen steht ein privater Raum für 40 Personen bereit. Hier kann eine kleine Bühne genutzt werden.
Im neuen „Ông Tám“ gibt es viele Gerichte, die man bereits aus dem kleinen Restaurant an der Stadthalle kennt. Tám Tran: „Hier kann ich aber auf eine größere Küche mit mehr Köchen zurückgreifen. Wir haben einige Gerichte 1:1 übernommen. Bei anderen Speisen bieten wir mehr Varianten an. Und einige Gerichte sind komplett neu, die gibt es dann wirklich nur hier.“
Aber was sind das eigentlich für neue Gerichte? Zwischen den leckeren hausgemachten Limonaden, den vietnamesischen Pho-Suppen, den knusprigen Frühlingsrollen, dem Glasnudelsalat und den koreanischen Udon-Nudeln mit verschiedenen Beilagen und schließlich auch dem Sushi ist es nicht eben leicht, die Neuheiten aufzuspüren.
Tám Tran: „Neu sind etwa die vietnamesischen Spezialitäten wie das Geschwenkte Rinderhüftsteak Bo Luc Lac, das Gegrillte Lachsfilet mit dunkler Soße, die Massaman Süßkartoffel mit knusprigem Hähnchenschenkel oder die leicht scharfe Flavour Duck. Neu ist auch der Mangosalat Gói Xoài. An der Stadthalle bieten wir auch das Xào Sá Ot nicht an. Das ist ein scharfes Gericht mit gebratenem Gemüse, hausgemachter Soße und Jasminreis, das es mit verschiedenen Beilagen wie Hühnchen, Rinderfleisch oder krosser Ente gibt.“
Besonders großen Wert legt das Team auf das Sushi. Hier soll es den Sushi-Freunden aus dem Havelland an nichts mangeln. Tatsächlich lohnt es sich, eine wunderschön angerichtete Platte mit verschiedenen Sushi-Variationen für den ganzen Tisch zu bestellen. Der Sushi-Meister vor Ort experimentiert mit ungewohnten Sushivarianten, bringt leckere Soßen zum Einsatz und verwendet u.a. gebratene Fischhaut für den besonderen Extra-Crunch. Da hat man Sushi woanders schon deutlich einfallsloser verkostet.
Das neue „Ông Tám“ hat am Dienstag geschlossen und an den übrigen Tagen von 11 bis 22 Uhr geöffnet. Eine Kartenzahlung ist problemlos möglich. Ab dem 19. September wird es im Umkreis von fünf Kilometern um das Restaurant auch einen Lieferservice ab einem Bestellwert von 30 Euro geben. (ϑ Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 246 (9/2026).
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