LKWs brettern durch Perwenitz: Wird die Perwenitzer Chaussee in naher Zukunft erneuert?
Die Perwenitzer Chaussee, die durch den kleinen Ortsteil Perwenitz von Schönwalde-Glien führt, war früher eine Landesstraße. Inzwischen wurde sie zu einer Kreisstraße heruntergestuft – und heißt nun K 6333. Das bedeutet, dass der Landkreis und die Kommune selbst für die Erhaltung der Straße verantwortlich sind. Die ist allerdings in die Jahre gekommen. Der Schwerlastverkehr brettert über den Asphalt, eine Sanierung tut Not. Bei einer Begehung vor Ort musste der Landrat leider sagen: Es ist dafür kein Geld vorhanden.
Um eine Landesstraße kümmert sich das Land, sobald Reparaturen oder Sanierungsmaßnahmen anstehen. Bei einer Kreisstraße ist der Landkreis zuständig – und holt hier auch noch die betroffenen Kommunen mit ins Boot.
Durch Perwenitz zieht sich die Perwenitzer Chaussee. Das war früher einmal die Landesstraße L 161. Inzwischen wurde sie zur K 6333 heruntergestuft. Das bedeutet, dass ihr Ausbau nun vom Landkreis bezahlt werden muss.
Jörg Meyer, ehemaliger Ortsvorsteher von Perwenitz, wohnt direkt an der Kreisstraße – und spricht ein Dilemma ganz direkt an: „Wir haben hier in Perwenitz ein riesiges Problem mit dem Schwerlastverkehr. Viele LKW-Fahrer umfahren einen Autobahnstau auf dem Havelländer Kreuz, indem sie durch Perwenitz fahren. Sie fahren in Falkensee von der Autobahn ab und im Oberkrämer wieder auf. Hinzu kommt, dass wir seit 15 Jahren ein Parkproblem in der Perwenitzer Chaussee haben. Hier wird immer auf der rechten Straßenseite geparkt. Das bedeutet, dass der Schwerlastverkehr auf der linken Straßenseite fährt. Hier ist die Straße abgesackt, die Friedhofsmauer an der Kirche reißt. Es ist eine Katastrophe.“
Für die Sanierung der Straße auf einer Länge von etwa 1,5 Kilometern gäbe es 700.000 Euro Zuschuss vom Land. 2,1 Millionen Euro soll Schönwalde-Glien bezahlen. Und der Landkreis sieht seine Kosten bei über fünf Millionen Euro.
Am 5. August schaute sich Landrat Roger Lewandowski die Straße persönlich an. Bodo Oehme, Bürgermeister von Schönwalde-Glien. „Wir haben gehört, dass 2027 geplant und 2028 gebaut werden soll.“
Landrat Roger Lewandowski: „So war der Plan. Ist der Plan so geblieben? Nein.“ Das Ministerium habe den Haushalt für 2026 nur unter dem Vorbehalt genehmigt, dass nur noch „unabweisbare und unaufschiebbare Investitionen in den Haushalt“ eingestellt werden. Oder sie müssen rentierlich sein. Da dies bei der K 6333 nicht der Fall ist, muss der Straßenausbau in Perwenitz auf bessere Zeiten warten. Wahrscheinlich noch auf Jahre hinaus.
Und die 36 Millionen, die der Landkreis Havelland aus dem Sondervermögen der Bundesregierung für die kommenden zehn Jahre erhält? Roger Lewandowski: „Das Geld investieren wir komplett in die Schulneubauten.“ (ϑ Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 246 (9/2026).
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