Rätseltour im Handy: Mit „My Outdoor Escape“ durch Falkensee & Nauen!
Wie sieht eigentlich das Logo der Stadthalle Falkensee im Detail aus? Welche geometrische Form hat der Brunnen auf dem Platz vor dem Gutspark? Wie hieß das Restaurant, das vor über hundert Jahren in dem Gebäude zu finden war, in dem heute „Don Fra“ Eis verkauft? Wer Falkensee neu entdecken und dabei den einen oder anderen spannenden Fakt lernen möchte, installiert die App „My Outdoor Escape“ und wählt den Rätselparcours „Falkensee erkunden“ aus.
Die App „My Outdoor Escape“, von der Falkenseer Familie Gran und damit von der Gamopolis GmbH (www.gamopolis.com) entwickelt, nimmt Rätselfreunde mit hinaus in die echte Welt. Unterwegs bekommen gern auch mehrere Teammitglieder Aufgaben gestellt, die sich mit etwas Beobachtungsgabe und Gehirnschmalz gut lösen lassen.
Ganz egal, ob iPhone oder Android-Smartphone; die App „My Outdoor Escape“ (www.myoutdoorescape.fun) gibt es für beide Welten. Sie steht gratis im jeweiligen App Store zur Verfügung. Nach dem Start bietet sie Rätselstrecken wie „Vom Brandenburger Tor zum Roten Rathaus“ oder „Ein Schloss an der Spree“ an. Für alle Havelländer ist natürlich der Parcours „Falkensee erkunden“ besonders interessant. Er kostet einmalig 18 Euro. Der Spieler bekommt nun einen Code, den er per WhatsApp mit seinen Rätselfreunden teilen kann, sodass jeder Teilnehmer zum Start auf seinem Handy die gleiche Ansicht vorfindet.
Christian Gran: „Den Falkensee-Parcours haben wir selbst entwickelt, weil wir hier im Ort leben und so besonders gut zeigen können, was unsere App für Rätselmöglichkeiten bietet. Der Falkensee-Parcours umfasst 22 Stationen, man läuft etwa 2,8 Kilometer und sollte 90 Minuten Zeit mitbringen.“
Los geht es direkt vor der neuen Stadthalle. Die App lotst die Spieler zum Standort und schaltet erst dort die ersten Aufgaben frei. An jeder Station muss zunächst ein Suchbild gefunden werden. Die App zeigt eine große Anzahl an quadratischen Fotokacheln. Die Frage: Welche von ihnen zeigt einen Ausschnitt, der sich auch am Standort wiederfinden lässt? Hier ist eine gute Beobachtungsgabe gefragt.
Die zweite Aufgabe ist stets ein Rätsel. Das kann etwas mit der Umgebung zu tun haben, es muss aber nicht zwingend der Fall sein. Die Rätsel sind durchaus abwechslungsreich. Da gibt es etwa ein Kreuzworträtsel, das konkrete Fragen zur aktuellen Station stellt und erst dann als gelöst gilt, wenn alle Antworten korrekt eingetippt wurden.
Christian Gran: „Die Spieler können alle Aufgaben im Team lösen oder sich aufteilen. Dann würde sich eine Hälfte um die Suchbilder kümmern und die andere um das Rätsel. Loggt ein Spieler die richtige Antwort ein, gilt das für alle Teilnehmer. Macht aber jemand einen Fehler, gibt es einen Punktabzug für alle.“
Die Aufgaben, die in der App gestellt werden, bereiten versierten Rätselfreunden keine größeren Probleme. Gerade, wenn man mit mehreren Leuten unterwegs ist, denkt immer jemand in die richtige Richtung und knackt die Aufgabe.
Ganz wichtig: Sind alle Aufgaben an einem Standort gelöst, bietet die App eine „Stationsnotiz“ an. Sie lässt sich leicht übersehen oder wegklicken. Sie zeigt aber eine zehnzeilige Information zum Standort an. Hier erfährt man mehr über Falkensee und lernt interessante Fakten. Gern könnten die Informationen noch ausführlicher sein. Denn das macht wirklich großen Spaß: Falkensee zu Fuß erkunden, Rätsel lösen und dabei auch noch etwas über die Historie vor Ort lernen.
Nach der Station ist vor der Station. Die App blendet eine Karte ein und weist auf ihr den Weg zum nächsten Haltepunkt. Dabei wird den Spielern in Echtzeit angezeigt, wie viele Meter sie noch in welche Richtung laufen müssen.
Von der Stadthalle geht es zur Bibliothek, weiter zur Europaschule am Gutspark, dann zum Brunnen und schließlich zur Kirche: Die Rätselpunkte liegen recht dicht beieinander. Die überschaubaren Entfernungen und der niedrige Schwierigkeitsgrad der Rätsel sorgen für eine klare Empfehlung: Das Escape-Spiel für draußen kann wunderbar auch mit Kindern gespielt werden, die sicherlich viel Spaß an den kurzweiligen Aufgaben haben.
Wer bei einem der Rätsel nicht weiterweiß, lässt sich den einen oder anderen Hinweis geben. Diese Hilfestellung kostet aber Punkte. Spielen zwei Teams gegeneinander, was möglich wäre, wenn zwei Spiele gekauft werden, könnte das Abrufen der Hinweise am Ende den Sieg kosten.
Leider ist es so: Wer den Falkensee-Parcours erst einmal bewältigt hat, kann ihn nicht noch einmal spielen – schließlich kennt man alle Lösungen. Da ist es gut, dass inzwischen ein zweiter Parcours für das Havelland vorliegt – die „Altstadt Nauen“. Dieser Rätselspaziergang hat 16 Stationen und startet am Rathaus Nauen. Er ist 1,4 Kilometer lang und kann in gut einer Stunde gemeistert werden.
Christian Gran: „Unsere App lässt sich als Spieler starten, aber auch als Autor. In diesem Fall ist es möglich, eine private App-Schnitzeljagd zusammenzustellen. Dafür braucht man keine Programmierkenntnisse, die App kümmert sich um alles. Stolz sind wir auf unseren Rätselkonfigurator, der es erlaubt, wirklich schöne Aufgaben umzusetzen. Diesen privaten Parcours kann man gezielt nur für sein eigenes Umfeld freischalten, etwa für Kindergeburtstage, Sommerpartys oder für Junggesellenabschiede. Es ist aber auch möglich, einen Rätselspaziergang so anzulegen, dass er auch für andere Nutzer interessant ist. Diese Module lassen sich in der App so freischalten, dass sie für die Allgemeinheit sichtbar werden. Es wird also nicht lange dauern, bis unser ‚My Outdoor Escape‘ den Nutzern immer wieder neue Aufgaben stellen kann.“ (ϑ Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 246 (9/2026).
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