Sommerrollen selber machen: Kochkurse bei küchenweiss in Dallgow-Döberitz starten neu!
Was gibt es heute zu essen? Na hoffentlich nicht immer das Gleiche. Für neue Inspiration am Herd sorgen die Kochkurse der Dallgower Firma küchenweiss. Bis zu zwölf Personen kochen hier einen Abend lang zusammen und schlagen dabei kulinarisch völlig neue Wege ein. Koch Patrick Staehle passt auf, dass dabei keine Fehlnoten ins Menü gelangen. Und am Ende wird immer zusammen geschlemmt. Nach einer langen Corona-Pause starten die Kochabende endlich wieder. Am 5. Juni versuchten sich zwölf Küchenfreunde an der asiatischen Küche. (ANZEIGE)
So alle 15 bis zwanzig Jahre ist es an der Zeit: Die alte Küche hat ausgedient, eine neue muss her. Die Zeit ist aber unterdessen nicht stehen geblieben: Die Technik hat sich weiterentwickelt, und für viele Familien sehen die neuen Herde und Kochfelder mittlerweile aus wie aus einem Science-Fiction-Film.
Seit 1990 gibt es im Havelland das Unternehmen küchenweiss, das dem Küchenvertrieb musterhaus küchen angeschlossen ist und inzwischen mit dem Slogan „Ihr Küchenstudio an der B5“ wirbt. Das Küchenstudio im Artilleriepark hat im großen Showroom über ein Dutzend Küchen aufgebaut und kann so vor Ort zeigen, was rund um die eigene Küche zurzeit alles möglich ist.
Felix Weiss hat im letzten Jahr die Geschäftsführung von seinem Vater Peter übernommen und führt das Unternehmen küchenweiss mit rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern somit in die nächste Generation: „Wir stehen für eine individuelle Küchenplanung, für eine persönliche Beratung und für handwerkliche Präzision beim Aufbau. Wir bieten somit Küchenlösungen aus einer Hand.“
Seit vielen Jahren unterhält küchenweiss auch eine eigene Showküche, in der Gäste direkt mit und an den neuesten Geräten kochen, braten und backen können. Die Kochkurse mit dem Potsdamer Koch Birk Töpfer hatten seinerzeit Kultcharakter und zogen viele Stammkunden an, die Spaß daran hatten, etwa einen Abend lang mit afrikanischen Knollen zu kochen oder spanische Tapas zuzubereiten.
Marie Weiss ist die Schwester von Felix Weiss. Sie kümmert sich um die Kochevents in der Kochschule: „Corona war wie eine Zäsur für die Kochkurse. Während der Pandemie konnten wir keine anbieten. Durch Corona hat zugleich die Nachfrage nach einer neuen Küche total zugenommen, weil die Menschen wieder entdeckt haben, wie viel Spaß es macht, zu Hause selbst zu kochen. Wir hatten mit den Bestellungen ordentlich zu tun – und konnten kein Personal für die Kochschule abstellen. Nach dem Boom stand der Generationenwechsel in der Firma an. Jetzt haben wir aber alles aufgearbeitet und sind bereit, die Kochschule wieder mit Leben zu füllen. Wobei es zuletzt auch immer schon Geburtstage und Firmenevents bei uns in der Kochschule gab.“
Viele Hobbyköche haben immer wieder auf die Homepage (www.weiss.kuechen.de/kochschule) geschaut, um nach neuen Kochabenden Ausschau zu halten. Im Juni war es endlich so weit: Die ersten Kurse standen online – und waren auch schnell wieder ausgebucht. Marie Weiss: „Über die Sommerferien machen wir jetzt eine Pause, und für die Zeit danach arbeiten wir jetzt schon wieder an drei neuen Kochkursen.“
Wie kann man sich so einen Kochkurs vorstellen? Am 5. Juni hob der kulinarische Flieger in Richtung Thailand ab. Der Kurs war ausgebucht, vor Ort fanden sich gegen 18 Uhr Stammkunden und auch einige neue Gesichter ein. Nach einem Aperitif zum Kennenlernen im Freien ging es in die Kochschule. Hier hatte Marie Weiss zusammen mit ihrem Serviceteam bereits eine lange Tafel aufgebaut. Auf die kochbegeisterten Teilnehmer warteten Kochschürzen zum Schutz der eigenen Kleidung, die man anschließend auch mit nach Hause nehmen durfte.
Zwei Küchenzeilen gibt es in der Kochschule – mit jeder Menge Kochfeldern und Arbeitsplätzen. Hypermoderne Induktionskochfelder der Firma Bora mit integriertem Dunstabzug (Muldenlüfter) sorgten für Stauneffekte. Linus Scheibe: „Ich koche zu Hause noch an einem uralten Gasherd.“
Für den Thaiabend gab Koch Patrick Staehle (35) die Richtung wie folgt vor: „Wir wollen eine Tom-Kha-Gai-Suppe, ein paar Sommerrollen, mehrere Salate sowie verschiedene Hauptgerichte mit Garnelen, Hühnchen und Rinderfleisch zubereiten und am Ende auch noch ein Mangoeis ansetzen.“ Auf den Tischen standen alle benötigten Zutaten bereit, darunter auch grüner Spargel, Champignons, Chilischoten, Kokosmilch, Erdnussöl, Pak Choi, Reispapier und jede Menge Knoblauch.
Marie Weiss: „Die große Überraschung: Es gibt keine vorgegebenen Rezepte mehr. Die Gäste erarbeiten sich gemeinsam mit unserem Koch die möglichen Gerichte und legen dann los. Unser Patrick steht den Köchen zur Seite und gibt Tipps und Anweisungen.“
Patrick Staehle ist ausgebildeter Koch. Er hat lange Zeit ein eigenes Restaurant in Berlin geführt. Während der Corona-Zeit musste er es allerdings schließen und hat sich in der Folge für den Küchenverkauf und damit für küchenweiss als Arbeitgeber entschieden.
Patrick Staehle: „Wir arbeiten immer so, dass man alle Gerichte auch zu Hause gut nachkochen kann. Ich kaufe auch immer nur Zutaten ein, die man in jedem Supermarkt bekommt.“
Am 5. Juni teilten sich die Hobbyköche ohne Probleme freiwillig für die verschiedenen Stationen ein. Der eine wollte gern eine Suppe kochen, eine andere interessierte sich für einen Salat mit Glasnudeln, ein Pärchen wollte schon immer einmal Frühlingsrollen mit Reispapier selbst zubereiten.
Lutz Augustin (66) aus Falkensee hat sich bei küchenweiss eine eigene Küche für sein Haus bestellt – und dabei die Kochkurse entdeckt: „Mal ganz ehrlich, die ganze Atmosphäre hier, das ist schon sehr ansprechend. Es geht immer sehr familiär zu, man kommt schnell mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch, und die Menüs sind auch immer sehr lecker. Am Ende lernt man immer etwas, was man mit nach Hause nimmt. Ich arbeite selbst auch sehr gern kreativ und ohne Rezept. Wenn meiner Frau etwas schmeckt, wünscht sie es sich oft noch einmal. Aber jedes meiner Gerichte ist einmalig, das lässt sich so nicht wiederholen.“
Lutz Augustin kümmerte sich am Thai-Abend um eines der Hauptgerichte. Er schnitt ein Rumpsteak in kleine Streifen und briet diese mit Pfeffer und Knoblauch so lange an, bis das Fett weggeschmolzen war und die Fleischkruste karamellisierte. Das Fleisch kam anschließend in einen der modernen Siemens-Öfen – zum Warmhalten. In die noch heiße Pfanne mit dem Fleischsaft kamen nun Pilze, Spargel, Paprika und alles, was in der Küche an übrig gebliebenem Gemüse noch zu finden war. Lutz Augustin: „Hier haben wir noch eine Soße mit Sojasoße, Knoblauch, Chili und Austernsauce gezaubert und diese mit in die Pfanne gegeben. Fertig war ein leichtes Sommergericht auf thailändische Art.“
Nebenan wurde noch an einer anderen Soße gearbeitet. Erdnussbutter und Kokosnussmilch ergeben im Verbund eine zwar kalorienreiche, aber leckere Soße, die vor allem mit etwas Chilischärfe und Knoblauch noch weiter an Geschmack gewinnt – und sehr gut zu dem Hühnchen oder zu den Garnelen passt.
Am Ende wurden die Tom-Kha-Gai-Suppe mit den Frühlingsrollen und einem Erdnuss-Dip als Vorspeise serviert, um so das Schlemmen an der langen Tafel einzuläuten. Die anderen Gerichte wurden als Buffet angerichtet: Jeder durfte sich nehmen, worauf er gerade neugierig war. Bei Wein und Bier fand der Abend nach gut fünf Stunden ein entspanntes Ende. (ϑ Text/Fotos: CS)
küchenweiss, Artilleriepark 1, 14624 Dallgow-Döberitz, Tel.: 03322-206591, www.weiss.kuechen.de
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 244 (7/2026).
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