Padel spielen in Falkensee: „Quality Padel“ bietet Padel-Spaß in der Halle!
Padel ist die neue Trendsportart in Berlin. Die in Mexiko erfundene Mischung aus Tennis und Squash macht schnell süchtig. Das ist ein großer Familienspaß, der sich zu zweit, gern aber auch zu viert im Doppel spielen lässt. Der Weg zur nächsten Padel-Halle führte bislang tief nach Berlin hinein oder bis nach Potsdam. Nun haben Toni Schulz und Dennis Besuch still und leise eine leerstehende Halle in Falkensee umgebaut. Die große Überraschung: Die Halle ist fertig, ab sofort darf gespielt werden.
Gleich hinter der Falkenseer Bowling-Halle in der Straße der Einheit gibt es eine riesige Gewerbehalle, an die 3.000 Quadratmeter groß. Hier konnten benzinsüchtige Falkenseer ganz früher auf einer Indoor-Kartbahn ihre Runden drehen. Zuletzt standen Möbel und Fahrräder in der Halle.
In den letzten Wochen haben Toni Schulz (32) aus Berlin-Steglitz und Dennis Besuch (42) aus Berlin-Spandau (seit anderthalb Jahren echter Finkenkruger!) vor Ort renoviert und mit Freunden mit großem Einsatz gearbeitet, als ob es kein Morgen gibt. Vier Container mit Schutt und Müll wurden aus der Halle geschafft. Dann wurde ein spezieller Estrich gegossen. Inzwischen sind in der riesigen Halle sechs Doppelplätze und zwei Single-Courts für den Padel-Sport entstanden.
Dennis Besuch: „Toni war früher Manager in der Spandauer Kicker World, ich habe dort Sportanlagen gebaut. Darüber haben wir uns kennengelernt. Wir haben viel geredet, geträumt und geplant – und die Idee gehabt, eine eigene Padel-Halle zu bauen. Das haben wir nun in die Tat umgesetzt und mit ‚Quality Padel‘ unsere eigene Firma gegründet. Die Halle in Falkensee liegt für uns perfekt. Im Havelland gibt es noch kein eigenes Padel-Angebot. Die nächsten Hallen gibt es unserer Recherche nach erst wieder in Potsdam oder in Berlin-Reinickendorf.“
In der Halle schmiegen sich die selbstgebauten Plätze noch etwas schüchtern an die hohen Wände, weitere Plätze sollen aber in naher Zukunft im Zentrum der Halle entstehen. Die Doppelplätze sind 10 x 20 Meter groß und damit etwas kürzer als ein klassischer Tennisplatz. Das Netz ist aber das gleiche wie beim Tennis. Man spielt auf einem hellblauen Kunstfaserteppich, der mit einem feinen, hellen Quarzsand bestreut ist. Der Sand hält die Teppichfasern aufrecht, gibt dem Spieler Halt und lässt den Ball besser springen. Gespielt wird mit einem kompakten, unbespannten Schläger, dessen feste Schlagfläche mit zahlreichen Löchern versehen ist. Der Padelball sieht aus wie ein Tennisball, ist aber tatsächlich etwas weicher und hat weniger Innendruck.
Toni Schulz: „Wir hatten eine stille Eröffnung, wurden aber allein über Mundpropaganda sehr schnell gebucht. Abends und vor allem am Wochenende lohnt es sich bereits, seinen Platz online über www.playtomic.com/clubs/quality-padel zu reservieren und auch gleich zu bezahlen. Man kann bei uns eine Stunde, anderthalb oder zwei Stunden lang spielen.“
Schläger und Bälle leihen sich die Spieler vor Ort aus. Auch absolute Padel-Anfänger finden schnell in das Spiel hinein. Dennis Besuch: „Wir helfen gern. Wir stellen uns am Anfang mit auf den Platz und erklären die Regeln. Der Aufschlag erfolgt von unten in die schräg gegenüberliegende Spielfläche des Gegners. Der Ball muss zunächst immer auf dem Spielfeld aufkommen, sonst verliert man den Punkt. Danach darf der Ball auch gern die Glasfläche berühren, die das Spielfeld wie eine Wand eingrenzt. Er wird dann wie beim Squash nach dem Abprallen weitergespielt. Man zählt 15, 30, 40 und Spiel wie beim Tennis. Meist geht ein Satz über sechs Spiele. Am Anfang muss man ein Gefühl für den Schläger und den Ball entwickeln, anschließend findet man sehr schnell in das Spiel hinein. Und wird süchtig. Ich habe selbst jahrelang keinen Sport gemacht. Aber kaum habe ich damit begonnen, Padelplätze zu bauen, lässt mich das Spiel nicht mehr los. Wir bieten bereits offene Americano-Turniere bei uns an. Da kann sich jeder anmelden, und wir spielen einfach jeder gegen jeden.“
Vormittags (24 Euro/h) sind die Plätze deutlich günstiger als abends (36 Euro für das Doppel). Das Team überlegt, die Spiele für Polizisten, die Feuerwehr, den öffentlichen Dienst und das Pflegepersonal vormittags preiswerter anzubieten, um all denen Dank zu sagen, die sich für die Gesellschaft engagieren. Dennis Besuch: „Auch den Jugendlichen möchten wir gern ein spezielles Angebot machen.“
„Quality Padel“ ist in der Straße der Einheit 112 zu finden. Am besten gelangt man aber über die Wattstraße zur Halle. Hier steht den Padel-Experten bereits eine Außenfläche zur Verfügung, auf der die Gäste parken können. Dennis Besuch: „Wir haben eine Option auf eine zweite Halle und auf einen zweiten Außenbereich. Hier könnte nach und nach ein ganzes Sportzentrum entstehen. Wir denken in der Halle über eine Loungeecke zum Chillen und Quatschen nach. Wir wollen ein oder zwei weitere Padelplätze auch im Außenbereich errichten. Wir könnten es uns sogar vorstellen, Pickleballplätze zu bauen. Aber alles auf einmal geht nicht. Wir müssen unsere Ideen Schritt für Schritt umsetzen. Wir überlegen, auf Instagram eine Umfrage zu starten, um herauszufinden, welche Wünsche die Havelländer selbst ganz konkret haben.“
Padel stammt aus Mexiko, hat sich zunächst in Spanien und Argentinien stark verbreitet und erreicht aktuell bereits 35 Millionen Spieler auf der ganzen Welt. In Deutschland gibt es inzwischen 2.031 Courts in 620 Anlagen in 416 Städten (Stand Juli 2026). Jetzt sind einige weitere in Falkensee hinzugekommen. (ϑ Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 246 (9/2026).
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