Kino-Filmkritik: Minions & Monster
Bello! Gelato! Banana! Die Minions sind endlich wieder da. Sogar 15 Jahre, nachdem sie erstmals als knallgelbe TicTac-Helferlein im schrägen Animationsfilm „Ich – Einfach unverbesserlich“ aufgetreten sind, können sie sich mit ihrem naiven Hang zum Quatschmachen auf ihre treue Fangemeinde verlassen. Die Kinder und auch ihre Eltern freuen sich, dass die treudoofen Schergen des Bösen immer wieder aufs Neue versuchen, einen garstigen Anführer zu finden, dem zu folgen es sich wirklich lohnt.
„Minions & Monster“ ist ein neuer Solo-Filme der hyperaktiven Glubschaugen in hellblauer Latzhose. Regisseur Pierre Coffin, der bereits die ersten drei Einfach-unverbesserlich-Filme und den allerersten Minion-Solofilm inszeniert hat, steht auch dieses Mal wieder in der Verantwortung.
Erzählt wird im Rückblick, wie die Minions, allen voran die Kinofreunde James und Henry, um 1920 herum Hollywood erobern und die Entwicklung des Films maßgeblich prägen. Am Ende geht es sogar darum, einen eigenen Monsterfilm zu drehen. Aber woher ein Monster nehmen und nicht stehlen? Mit einem dämonisches Buch beschwören die Minions ein grünes Mini-Cthulhu-Monster herauf, das ziemlich fiese Absichten hat – und sofort damit beginnt, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Schon bald bekommen es die Minions mit mehr Monstern zu tun, als es ihnen guttut. Und sie müssen sich schlußendlich zusammenraufen, um die Welt vor dem Chaos zu beschützen, das sie überhaupt erst heraufbeschworen haben (wortwörtlich).
Der dritte Minions-Film sieht optisch richtig gut aus. Die Minions sind wieder herrlich in Szene gesetzt und es gibt tonnenweise Slapstick und Anarchie in absoluter Reinkultur. Das Prinzip „erst handeln und dann denken“ führt die Minions einmal mehr in die Katastrophe.
Allein: Die Story zündet nicht so recht. Welches Kind kann heute noch etwas mit dem Stummfilm und der Erfindung der Tonspur anfangen? Auch die Hollywood-Anspielungen funktionieren eher bei den Eltern als bei den Kindern. Entsprechend wenig Kinderlachen und Kinderkichern konnte man bei der Pressevorstellung vernehmen – das Publikum blieb stumm. Minions & Monster – das harmoniert irgendwie nicht so recht. (CS / Verleih: Universal Pictures)
Wertung: ♠♠♠/♠♠ (3 von 5)
FSK: offen – Dauer: 90 Minuten
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Ga8GX7qYpa4
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 244 (7/2026).
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