Kino-Filmkritik: Masters of the Universe
In den Achtziger Jahren entwickelte Mattel die Spielzeugreihe „Masters of the Universe“. Die Actionfigur He-Man und sein skelettiert-gruseliger Gegner Skeletor haben damals in den Kinderzimmern dieser Welt täglich neue Kriege ausgefochten. Das kam so gut an, dass erst eine TV-Serie mit 130 Folgen und später jede Menge Comics folgten. Aber: Selbst der Kinofilm „Masters of The Universe“ mit Dolph Lundgren ist von 1987.
Sprich: Kein Kind, das zurzeit die Grundschule besucht, dürfte die Figurenwelt von „Masters of the Universe“ kennen. Und doch bringt Sony Pictures eine mit geschätzt 180 Millionen Dollar sündhaft teure Neuverfilmung in die Kinos. Regisseur Travis Knight hat hier den Hut auf.
Im für Kinder mit über zwei Stunden viel zu langen Fantasyepos legt Skeletor (nicht erkennbar: Jared Leto) die Welt Eternia in Schutt und Asche. Der Kronprinz Adam wird in letzter Sekunde als Kind ins Exil zur Erde geschickt, verliert dabei aber das magische Schwert der Macht. 15 Jahre lang braucht er, um es wiederzufinden. Mit der Kämpferin Teela (Camila Mendes) und Duncan alias Man-At-Arms (Idris Elba) an seiner Seite nimmt der erwachsene Adam (Nicholas Galitzine) den Kampf gegen Skeletor auf. Dafür reckt er sein Schwert in den Himmel und spricht die magischen Worte, um sich in He-Man zu verwandeln – den Master of the Universe.
Tja, nun: Der neue „Masters of the Universe“ ist ein schockierender Blödsinn mit einer so banal-simplen Geschichte, als hätte sich ein Dreijähriger mit den Spielfiguren in der Hand eine Story für seine Buddelkastenfreunde ausgedacht. Die eh schon banale Geschichte hat leider so große Löcher, dass der ganze Kinosaal hindurchpassen würde. Das lädt bei Erwachsenen ganz schnell zum eskalierenden Fremdschämen ein.
Zumal es eine zweite Ebene im Film gibt, die sich nur an die Erwachsenen richtet. Hier nimmt sich der Film selbst nicht allzu ernst und bindet schräge Anzüglichkeiten ein, die Kinder nicht verstehen werden. Die kleinen Kinder, an die sich der Film richtet, werden ihn mitunter viel zu gruselig finden: Hier leistet die detailreiche CGI des Films doch ganze Arbeit. (CS / Verleih: Sony Pictures)
Wertung: ♠♠/♠♠♠ (2 von 5)
FSK: 12 – Dauer: 133 Minuten
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=XNu4uWnYBhY
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 244 (7/2026).
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