Kino-Filmkritik: Good Luck, Have Fun, Don’t Die
Oscar-Gewinner Gore Verbinski ist wieder da. Der Regisseur der „Fluch der Karibik“-Trilogie und von „The Ring“ bastelt bereits seit zwei, drei Jahren emsig am Film „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ – weil er das verarbeitete Thema für „sehr dringlich“ erachtet. Die völlig schräge SciFi-Dystopie beginnt in einem amerikanischen Diner, in dem sich ein paar Dutzend ganz normale Gäste aufhalten. Plötzlich knallt die Tür auf, ein sehr irre gekleideter Psychopath (Klasse: Sam Rockwell) kommt hinein und erzählt allen, dass er aus einer fernen Zukunft kommt, in der die KI alles übernommen und den Menschen ihre Freiheit genommen hat.
Seine Aufgabe sei es, im Diner eine Auswahl an Freiwilligen zusammenzustellen, um einen kleinen Jungen in der Nachbarschaft daran zu hindern, die ultimative KI zu basteln. Zusammen mit ein paar Mutigen (Haley Lu Richardson, Michael Peña, Zazie Beetz, Juno Temple) startet er eine Mission, wie sie durchgeknallter, brutaler, schwarzhumoriger und einfallsreicher wohl kaum sein kann.
„Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ ist eine heftige Kritik an Menschen, die nur noch auf ihr Handy starren, die willenlos ihr echtes Leben für ein Dasein in digitalen Welten opfern und die bereitwillig die KI alles regeln lassen.
Insbesondere die Rückblicke der einzelnen Personen haben Schockcharakter. Etwa wenn sich Mütter ganz entspannt darüber unterhalten, wie viele Kinder sie bereits bei Schul-Amokläufen verloren haben. Weil es doch so bequem ist, die Kinder anschließend wieder klonen zu lassen. Mit neuen Eigenschaften, die man sich auf dem iPad aussuchen kann.
116 Mal ist der Mann aus der Zukunft bereits daran gescheitert, den perfekten Stoßtrupp zusammenzustellen. Beim 117. Versuch, die Zeitschleife zu beenden, kommt er allerdings so weit wie noch nie zuvor. Aber was erwartet ihn wohl im Haus des kleinen Jungen?
Ich weiß gar nicht, wie viel Drogen man nehmen muss, um sich einen Film wie diesen auszudenken. Am Ende macht es im Kopf der Zuschauer gleich mehrfach „Klick“, weil sich mehrere Handlungsstränge auf sehr unerwartete Weise schließen. Auf jeden Fall ist der Film eine echte Empfehlung dafür, das Handy ab und zu aus der Hand zu legen.
Klar ist: „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ ist ein Film, den man abgöttisch liebt oder aus tiefster Seele hasst. Dazwischen wird es nichts geben. Am 12. März kommt er ins Kino. (CS / Verleih: Constantin Film)
Unsere Wertung: ♠♠♠♠♠
FSK: 16 – Dauer: 134 Minuten
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=4J6keMXqVNQ
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 240 (3/2026).
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