Kino-Filmkritik: Cold Storage
Mutierte Lebensformen, die für einen fiesen Tod sorgen und sich rasant vermehren – das hatten wir in der Vergangenheit im Kino schon häufiger. Mit Schrecken erinnern wir uns an „Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All“, der 1971 zum ersten Mal aufzeigte, wie schlimm eine unsichtbare Infektion aus dem Weltall sein kann. Der SciFi-Knaller nach einem Buch von Michael Crichton ist gut gealtert und verbreitet noch heute Spannung pur.
Und dann ist da auch noch Stephen Kings Roman „Duddits“, der 2003 als „Dreamcatcher“ verfilmt wurde. Vier Freunde bekommen es hier im verschneiten Maine mitten im Wald mit einer Alien-Invasion zu tun, die einem aus allen Körperöffnungen wächst.
Und jetzt kommt „Cold Storage“ – nach einem Roman von David Koepp. In der Horror-Komödie hat das US-Militär mutierte Pilze tief in einer Basis im Berg weggesperrt. Doch die Basis wird mit den Jahren aufgegeben, die Pilze geraten in Vergessenheit. Und natürlich werden sie freigesetzt. Sie schleimen sich ihren Weg ins Freie, infizieren Leute und machen aus ihnen grün leuchtende Zombies.
Teacake (Joe Keery) und Naomi (Georgina Campbell) arbeiten dummerweise in genau dem Self-Storage-Laden, der inzwischen im alten verlassenen Militärberg eingerichtet wurde. Sie bekommen es mit dem Pilz-Parasiten zu tun – und müssen zusehen, dass sie es inmitten von explodierenden Gangstern und grün-mutierten Hirschen schaffen, zu überleben.
Als Retter in der Not bietet sich der gealterte Anti-Bioterror-Agent Robert Quinn (Liam Neeson) an, der bereits in Rente ist, als einziger aber nicht vergessen hat, was da im Berg versteckt wurde.
„Cold Storage“ sieht sich als Horror-Komödie, zieht seinen Spaßfaktor aber vor allem aus der schrägen Konstellation völlig verschiedener Charaktere, die sich mitten in einem Self-Storage-Laden mit Pilzen beschäftigen müssen.
Freunde blutspritzender Splatterfilme werden Gefallen an „Cold Storage“ finden, weil der Film trotz seines Humor sehr explizite Gewaltszenen zeigt. So lässt der Pilz seine Opfer stets auf exponierte Plätze klettern, um sie hier zur Explosion zu bringen – so verteilen sich die grün-schleimigen Sporen am besten.
„Cold Storage“ lässt sich gut weggucken. Man ist aber noch nicht aus dem Kino raus, da hat man den Streifen schon wieder vergessen. (CS / Verleih: Studiocanal)
Unsere Wertung: ♠♠♠/♠♠
FSK: 16 – Dauer: 99 Minuten
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=8JgHboHGbj0
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