Gestatten: Fanny Günthel – Neue Leiterin der Volkshochschule Havelland!
Eine neue Sprache lernen, kreativ werden, sich beruflich weiterentwickeln oder einfach etwas Neues ausprobieren: Die Volkshochschule ist für viele Menschen mehr als nur ein Ort zum Lernen. Sie ist Begegnungsstätte, Inspirationsquelle oder einfach nur ein Ausgleich zum hektischen Arbeitsalltag. Seit Mitte April ist Fanny Günthel die neue Leiterin der Volkshochschule Havelland mit den beiden Regionalstellen in Falkensee und Rathenow.
Jeden Morgen fährt die gebürtige Vogtländerin Fanny Günthel (46) mit der Bahn von Berlin-Neukölln nach Falkensee. In der Poststraße 15 ist die Falkenseer Niederlassung der Volkshochschule (www.vhs-havelland.de) zu finden.
Die neue Leiterin der Volkshochschule Havelland bringt bereits zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Bildungslandschaft mit. Nach ihrem Studium der Nordamerikanistik und Linguistik an der Freien Universität Berlin arbeitete sie in verschiedenen Bildungsprojekten und übernahm dort auch Führungsverantwortung. Später ergänzte sie ihre Qualifikationen durch einen Master in „Human Resource Management“ und eine systemische Ausbildung. Als sie die Stellenausschreibung der Volkshochschule las, sah sie die Gelegenheit gekommen, ihre bisherigen Erfahrungen mit ihrer Begeisterung für die Erwachsenenbildung zu verbinden. Privat nutzt sie die VHS übrigens seit vielen Jahren selbst als Teilnehmerin, etwa beim Zumba.
Seit dem 15. April leitet sie nun die Volkshochschule Havelland. Da sie mitten im laufenden Semester einstieg, gestaltete sich der Beginn ihrer Tätigkeit noch etwas herausfordernd, da sie sehr schnell bestehende Abläufe kennenlernen und gleichzeitig das Herbstprogramm auf die Beine stellen musste. Doch sie zeigt sich euphorisch: „Die Volkshochschule soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Menschen verbinden. Lernen bedeutet mehr als nur Unterricht: Es schafft Begegnungen, stärkt das Selbstvertrauen und eröffnet neue Perspektiven“, fasst Fanny Günthel ihre Vision zusammen.
Mit etwa 680 Kursangeboten im Jahr bietet die Volkshochschule bereits heute eine große Themenvielfalt. Neben den klassischen Sprachkursen gehören Gesundheits-, Bewegungs- und Kreativangebote ebenso zum Programm wie Kochkurse oder sogar recht außergewöhnlicher Themenangebote. Wer etwa alte Familienbriefe in Sütterlin entziffern oder Line Dance ausprobieren möchte, wird im Kursangebot der VHS ebenso fündig wie Menschen, die sich für die koreanische Küche begeistern. Derzeit ist ein Kindernähkurs in Planung.
Darüber hinaus sollen auch Schnupperangebote entstehen, damit interessierte Kursteilnehmer neue Kurse ganz unverbindlich ausprobieren können. Wer selbst über Fachwissen verfügt und Freude daran hat, es weiterzugeben, kann sich jederzeit als Kursleiter bewerben. Ebenso freut sich die Volkshochschule über Anregungen aus der Bevölkerung. Welche Kurse fehlen? Welche Themen interessieren? Genau solche Rückmeldungen helfen dabei, das Angebot weiterzuentwickeln.
Gleichzeitig möchte Fanny Günthel die Volkshochschule stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Zwar werden die Programmhefte bereits in vielen Einrichtungen ausgelegt, doch künftig möchte die VHS noch präsenter im Stadtbild und bei Veranstaltungen auftreten und sichtbarer sein.
„Niemand muss eine Scheu davor haben, zu uns zu kommen“, betont Fanny Günthel. Die Volkshochschule versteht sich als offener Ort für alle Generationen, unabhängig von Alter, Bildung oder Vorkenntnissen, der nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Menschen zusammenbringen möchte. (ϑ Text/Foto: Sandy Kolbuch)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 245 (8/2026).
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