Deadly Dozen: Wie fit bist du? Fitness-Race zum ersten Mal zu Gast in Falkensee!
Wer die sportliche Herausforderung sucht, macht vielleicht bei einem Hindernisparcours wie „Tough Mudder“ mit, wagt sich an einen 100-Kilometer-Mammutmarsch heran oder schreibt sich beim Fitness-Race „Deadly Dozen“ in die Teilnehmerliste ein. Das Sportevent „Deadly Dozen“ fand tatsächlich am 18. Juli zum allerersten Mal in Falkensee statt: Über 550 Athletinnen und Athleten versuchten sich an den „zwölf tödlichen“ Fitnessaufgaben.
„Can you beat the Race?“ heißt es beim Fitness-Race „Deadly Dozen“, das selbst körperlich voll austrainierte Sportler schnell an ihre Grenzen bringt. Bei diesem beeindruckenden Sportevent geht es darum, ein ganzes Dutzend intensiver Challenges in der kürzestmöglichen Zeit zu bestehen. Die Besonderheit: Zwischen jeder Challenge müssen die Teilnehmer auf die Laufbahn, um eine Runde über 400 Meter zu drehen. Was sagen die Veranstalter dazu? Das ist ein „ultimativer Test deiner Kraft, Ausdauer und mentalen Stärke.“
Fabian Raschke betreut die DACH-Ausgabe des globalen Fitnessrennens, organisiert also die „Deadly-Dozen“-Veranstaltungen (www.deadlydozen.de) in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz. Er erklärt: „Ursprünglich kommt das Format aus Großbritannien. Mittlerweile gibt es die Events aber auch in Südafrika, in Australien und in Neuseeland. Aktuell kommt ‚Deadly Dozen‘ auch nach Indien, in die Benelux-Staaten, nach Italien und auch nach Frankreich. ‚Deadly Dozen‘ heißt übrigens übersetzt ‚Tödliches Dutzend‘. Das ist natürlich typisch britischer Humor.“
Um ein „Deadly-Dozen“-Fitnessrennen durchführen zu können, braucht das Veranstalterteam zwingend ein Sportstadion mit einer Rasenfläche und einer 400-Meter-Bahn. Nach Stationen in Wiesbaden, Freiburg, Karlsruhe, Leipzig, Köln und München ist das Sportevent nun endlich auch in Berlin angekommen. Und da es in Berlin nicht ganz so einfach ist, an entsprechende Sportstätten zu kommen, haben sich die Veranstalter für Falkensee als Austragungsort entschieden – die Gartenstadt liegt ja sozusagen direkt vor den Toren der Großstadt. Der Sportplatz Rosenstraße passte perfekt zum Event. Am 19. Juli ging es morgens gleich um neun Uhr los. Fabian Raschke: „Die Falkenseer Anlage ist super. Wir hatten sogar ein bisschen Wind. Der hat für Abkühlung gesorgt und den Sportlern auf der Gegengeraden etwas Rückenwind gegeben.“
Beim „Deadly Dozen“ entscheiden sich die Sportler, ob sie alleine („Solo“), zu zweit („Pairs“) oder in der Staffel zu viert („Relay“) antreten möchten. Jeder Teilnehmer hat bereits im Vorfeld eine individuelle und verbindliche Startzeit zugewiesen bekommen.
Fabian Raschke: „Am 18. Juli hatten wir über 550 Anmeldungen. Alle sechs Minuten gab es vor Ort eine neue Startwelle mit jeweils sechs bis sieben Leuten. Wir sind mit den Solos gestartet, dann kamen die Pairs an die Reihe und am Ende liefen die Staffeln los. Wir haben ziemlich schnell einen neuen Weltrekord feiern können. Unser UK-Champion Dave Parkin hat seine eigene Weltrekordzeit von 36:45 Minuten noch einmal unterboten und den Parcours in 36:18 Minuten gemeistert.“
Die zwölf Fitnessaufgaben trugen Namen wie „Farmer’s Carry“, „Deadlift“, „Burpee Broad Jump“, „Overhead Carry“ oder „Devil Press“.
Fabian Raschke: „Das Besondere bei uns ist, dass wir kein außergewöhnliches Equipment verwenden, sondern ausschließlich Kurzhanteln, Gewichtsplatten und Kugelhanteln, wie man sie in jedem Fitnessstudio vorfindet. Mit denen muss man verschiedene Aufgaben bewältigen, die unterschiedliche Muskelgruppen beanspruchen. Der große Vorteil ist also, dass man sich in seinem eigenen Fitnessstudio auf die ‚Deadly Dozen‘ vorbereiten kann. Es gibt bei uns zwei verschiedene Arten von Stationen. Bei den Distance Labors geht es darum, Gewichte über eine bestimmte Strecke zu tragen. Bei den Rep Labors geht es um Wiederholungen. Da hält man etwa eine Kugelhantel vor den Körper und macht damit Kniebeugen. Das Besondere bei uns ist, dass man sehr viele Wiederholungen machen muss – bis zu 60. Das bringt viele Sportler an ihr Limit, auch wenn sie normalerweise mit höheren Gewichten trainieren.“
An jeder Station überwachten „Judges“ die Übungen, sodass nur die Sportler weiterkamen, die ihre Wiederholungen auch geschafft hatten. Eine echte Überraschung: Viele Judges kamen direkt aus Falkensee, so etwa vom TSV. Boxtrainer Christian Schmitz: „Wir schauen, dass die Übungen richtig ausgeführt werden, zählen mit und werten. Beim Wettbewerb hat man wirklich krasse Leute gesehen, das Niveau war sehr, sehr hoch. Auch als Judge hat das Event sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe sehr, dass die ‚Deadly Dozen‘ auch im nächsten Jahr wiederkehren. Toll fand ich, dass auch viele TSV-Mitglieder als Sportler auf den Parcours gegangen sind, um sich der Herausforderung zu stellen.“
„Einfach. Hart. Messbar.“ Wer die zwölf Fitnessaufgaben bewältigt hat, konnte sich vor die große Siegerwand stellen und sich mit einem Ich-hab’s-geschafft-Foto feiern lassen.
Fabian Raschke: „Alle Finisher haben außerdem einen Patch bekommen, den man sich auf den Rucksack nähen kann. Und es gab das ‚Deadly-Dozen‘-Logo, die Kugelhantel als Totenschädel, auch als silbernen Schmuckanhänger an einer Kette.“
Nach vielen Stunden Schweiß und Tränen auf der Falkenseer Strecke geht es nun für das „Deadly-Dozen“-Team wieder auf die Autobahn. Noch im August stehen weitere Events in Nürnberg, Davos, Klagenfurt und Bottrop an.
Wird es denn eine Berlin-Wiederholung im kommenden Jahr geben, damit noch mehr Havelländer die Fitnessherausforderung annehmen können? Fabian Raschke: „Wir versuchen, uns vor Ort immer gut zu benehmen. Wenn es uns erlaubt wird, kommen wir gern wieder.“
Ulrike Kaiser von der Falkenseer Vitalitätsoase war zum ersten Mal beim „Deadly Dozen“ dabei. Sie startete um 11:36 Uhr im Solo-Modus: „Mich reizt die Kombination aus Ausdauer und Kraftsport und dass man zum Trainieren und zur Vorbereitung nur das braucht, was ohnehin im Fitnessstudio vorhanden ist. Hier trifft man viele tolle Leute, so auch Bodybuilder, Triathleten und Marathonläufer. Sieben Pairs sind von uns in Falkensee an den Start gegangen.“ (ϑ Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 245 (8/2026).
Kennen Sie schon unsere Gratis-App?
Apple – https://unserhavelland.de/appapple
Android – https://unserhavelland.de/appandroid
Anzeige



















































