Jede Menge Solar aufs Dach bei der Nagel-Group im GVZ Wustermark: 3,3 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr!
Energie ist in Deutschland teuer wie nie. Das merken nicht nur die Menschen, sondern auch die Unternehmen. Eine Lösung ist es, den benötigten Strom selbst zu generieren – etwa über eine Photovoltaikanlage. Am Logistikstandort Wustermark sorgt nun die Nagel Group dafür, dass 7.616 PV-Module auf ihrem Dach installiert werden. Pro Jahr sollen so 3,3 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt werden.
Die Nagel-Group (www.nagel-group.com) im GVZ Wustermark ist ein Logistikunternehmen, das sich ganz auf den Transport von Lebensmitteln spezialisiert hat.
Im GVZ arbeitet das Team in einem Gebäude, das eine Dachfläche von 15.000 Quadratmetern besitzt. Das flache Dach lässt sich wunderbar dafür verwenden, um eine Photovoltaikanlage zu installieren. Tatsächlich sollen vor Ort 7.616 PV-Module installiert werden, die es zusammen auf eine Leistung von 3.427,2 kWp bringen. Das reicht aus, um im Jahr 3,3 Millionen Kilowattstunden Strom zu erzeugen. Mit dieser Stromleistung könnte man 1.100 Haushalte versorgen.
Umgesetzt wird das Projekt im sogenannten Dachvermietungsmodell. Und das funktioniert so: Die Firma ENVIRIA (www.enviria.energy) plant, finanziert, installiert und betreibt als dezentraler Energieversorger die gesamte PV-Anlage. Die Real I.S. AG stellt als Eigentümerin der Immobilie die Dachfläche zur Verfügung. Die Nagel-Group wiederum profitiert von dem erzeugten Strom und kann damit besonders kostengünstig ihren eigenen Bedarf decken.
Schon jetzt ist angedacht, im nächsten Schritt auch Batteriespeicher zu installieren, um tagsüber erzeugten Strom auch zu einem späteren Zeitpunkt abrufen und nutzen zu können – etwa in der Nacht.
„Große Logistikdächer bieten die technische Grundlage, um Strom genau dort zu erzeugen, wo er verbraucht wird“, sagt Melchior Schulze Brock, CEO von ENVIRIA. „In Wustermark schaffen wir mit der PV-Anlage die Basis für eine lokale Energieversorgung. Auf dieser Grundlage können weitere Bausteine wie Speicher und Energiemanagement systematisch ergänzt werden.“
Natürlich ergibt es Sinn, die großen, flachen Dächer der Gewerbe- und Logistikbetriebe für PV-Anlagen zu verwenden. Eine Fraunhofer-Analyse von 2025 hat ergeben, dass noch immer ein Großteil dieser Dachflächen ungenutzt bleibt. Hier gibt es ein großes Potenzial, um weitere PV-Module zu installieren, ohne dass dafür Felder und Ackerböden zugestellt werden müssen.
Die Real I.S. AG sieht die neue Photovoltaikanlage als klaren Vorteil für den Wert der eigenen Industrieimmobilie an. Michael Thomann, Director Asset Management: „Die Photovoltaikanlage macht eine bislang ungenutzte Dachfläche zu einem Bestandteil der Energieversorgung des Standorts. Für uns ist das vor allem aus Portfoliosicht relevant: Die Immobilie erhält eine zusätzliche Nutzungsebene, ohne dass ihre bestehende Funktion verändert wird. Gleichzeitig entstehen planbare Beiträge zur Dekarbonisierung des Bestands und zur energetischen Weiterentwicklung unserer Logistikflächen.“
Christian Hanke, Gebietsleiter bei der Nagel-Group, freut sich über die gemeinsame PV-Aktion der drei Unternehmen: „Am Standort Wustermark benötigen wir verlässlich verfügbare Energie für unsere Logistikprozesse. Der vor Ort erzeugte Solarstrom kann einen signifikanten Teil unseres Strombezugs aus dem Netz ersetzen und wirkt damit unmittelbar auf die Energiekostenstruktur des Standorts.“
Im GVZ Wustermark gibt es noch viele weitere ungenutzte Dachflächen. Es bleibt abzuwarten, ob die Nagel-Group Nachahmer findet. (ϑ Text: CS / Visualisierung: ENVIRIA Energy Holding GmbH)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 245 (8/2026).
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