Abreißen, recyceln, neu bauen: 20 Jahre Meyer Erdbau, 10 Jahre Meyer Recycling in Perwenitz!
Die Korken knallen in Schönwalde-Glien. In Perwenitz hat die Meyer-Unternehmensgruppe ihren Sitz. Sie beschäftigt inzwischen über 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist ein starker Partner für Investoren und Projektentwickler, die vor allem in Berlin einen Dienstleister für den Abbruch von alten Gebäuden, den Erd- und Tiefbau, das Recycling und die Betondemontage benötigen. Die Meyer Erdbau GmbH feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum und die Meyer Recycling GmbH gibt es seit zehn Jahren. (ANZEIGE)
Thomas Meyer ist der Geschäftsführer der Meyer Erdbau GmbH – und zugleich der gesamten Meyer-Unternehmensgruppe, zu der auch noch die Meyer Recycling GmbH und die 2019 übernommene BDG Beton-Demontage-Gesellschaft mbH gehören. Er erklärt: „Wir sind ein familiengeführtes Unternehmen in zweiter Generation, mein Vater hat die Firma als kleines Fuhrunternehmen gegründet. Wir haben als klassisches Erdbauunternehmen begonnen und uns über die Jahre zu einem Full-Liner entwickelt, der dem Kunden alle Arbeiten aus einer Hand anbieten kann.“
Beim klassischen Erdbau geht es darum, im Auftrag eines Projektentwicklers oder Investors eine vorhandene Fläche so vorzubereiten, dass vor Ort ein angedachtes Bauprojekt starten kann. Thomas Meyer: „Wir beräumen das Gelände, richten die Baugruben ein und verlegen die gesamte Infrastruktur im Boden, darunter Wasser und Abwasser, Strom und verschiedene Leerrohre. Wir erschließen das gesamte Gelände nach außen hin. Sobald wir fertig sind, kann gebaut werden. Dabei kann es sich um Wohnungen handeln, aber auch um Bürogebäude.“
Seit zwei Jahrzehnten gibt es die Meyer Erdbau GmbH bereits. In all den Jahren hat sich das Unternehmen zu einem anerkannten Spezialisten für Erd-, Tief- und Abbrucharbeiten entwickelt – und war an wichtigen Infrastruktur- und Bauprojekten in Berlin und Brandenburg beteiligt.
Ein echter Meilenstein in der Unternehmensgeschichte war so etwa die Beteiligung am Ausbau der Berliner Stadtautobahn A100. Im Bauabschnitt 5 übernahm das Unternehmen die gesamten Erd- und Abbrucharbeiten und bewegte dabei rund 220.000 Kubikmeter Boden, teilweise unter sehr anspruchsvollen Bedingungen. Mehr als 40.000 Tonnen Beton wurden zurückgebaut und verwertet, zusätzlich hat das Unternehmen über 9.000 Tonnen in einer Frostschutzschicht verbaut. Eigens für das Großprojekt wurde ein Unterwasser-Seilbagger angeschafft, der nun den stetig wachsenden Fuhrpark erweitert.
Zurzeit sorgt die Teuerung in allen Bereichen dafür, dass in Deutschland viele Bauprojekte ins Stocken geraten sind. Merkt das eigentlich auch die Meyer Erdbau GmbH?
Thomas Meyer: „Wir haben früher viele Bürogebäude gebaut. Solange die Wirtschaft in Deutschland nicht wieder anzieht, brauchen wir aber keine neuen Bürokapazitäten mehr. Zumal auch immer mehr Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten. Dafür benötigen wir aber dringend mehr Wohnraum. Hier wird noch immer viel zu wenig gebaut. Wir sind zurzeit an der Errichtung der Marienhöfe in Berlin-Tempelhof beteiligt – das ist eines der größten Wohnungsbauprojekte in ganz Berlin. Für uns entwickeln sich aber auch ganz neue Möglichkeiten. In Nauen sind wir etwa beim Aufbau des ersten Rechenzentrums im Havelland beteiligt. Das ist ein toller regionaler Auftrag, der uns sehr stolz macht.“
Eine gute Idee der Unternehmensgruppe: 2016 wurde die Meyer Recycling GmbH gegründet. Sie kümmert sich darum, Baustoffe gezielt zu recyceln und dann neu einzusetzen.
Thomas Meyer: „Wir haben ja bereits beim Abriss des Herlitz Logistikwerks in Falkensee und der alten Kasernen bei Karls in Wustermark publikumswirksam gesehen, wie Baustoffe von den jeweils zuständigen Firmen aufbereitet und recycelt wurden. Das ist die Zukunft. Wir sind ja sehr viel in Berlin unterwegs. Berlin ist komplett zugebaut. Wenn wir hier etwas Neues bauen wollen, müssen wir zunächst das Alte abreißen. Wir kümmern uns inzwischen komplett um die anfallenden Abbrucharbeiten und die Betondemontage. Wir nutzen anschließend einen eigenen Baustoff- und Recyclingpark auf einer Fläche von fünf Hektar, um die Materialien wieder aufzubereiten.“
Martin Troge (43) ist der Geschäftsführer der Meyer Recycling GmbH. Er sagt: „Erdaushub und Bauschutt werden von uns fachgerecht aufgearbeitet und als wertvolle Rohstoffe wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt. Wir haben eine neue Brechanlage angeschafft, nutzen verschiedene Siebanlagen für die Bodenaufbereitung und haben unser eigenes Betonrecycling.“
Längst ist das Recycling nicht nur ein ökologisches Muss, sondern auch ein wirtschaftlicher Faktor.
Martin Troge: „Früher kamen der Bauschutt und der Erdaushub auf die Deponie. Der Deponieraum ist allerdings begrenzt, und die Lagerung auf der Deponie ist auch nicht besonders nachhaltig für die Umwelt. Hinzu kommt, dass die Deponiepreise unfassbar angezogen haben. Ein Recycling lohnt sich inzwischen also auch finanziell. Hinzu kommt, dass die Rohstoffe immer knapper und teurer werden. Man denke da nur an Sand. Sand gibt es in der Wüste doch genug, denkt man. Doch Sand ist nicht gleich Sand. Wüstensand etwa ist durch den Wind so glatt geschliffen, dass er für den Bau nicht zu verwenden ist.“
Vieles von dem, was die Meyer Recycling GmbH an Baumaterialien aufbereitet, wird gleich wieder auf den eigenen Baustellen eingesetzt.
Wichtig für das Havelland: Das Angebot der Recyclingfirma richtet sich ganz bewusst nicht nur an große Bauunternehmen und öffentliche Auftraggeber. Auch Privatkunden profitieren. Für Bau-, Umbau-, Garten- oder Abrissarbeiten können gern Container in verschiedenen Größen gemietet werden. So erhalten private und gewerbliche Kunden eine unkomplizierte Lösung für die Entsorgung von Bauschutt, Erdaushub und anderen Materialien. An private Kunden werden auch Schuttgüter veräußert.
Aber natürlich stehen die Arbeiten für große Projektentwickler weiterhin im Fokus der Meyer-Unternehmensgruppe. Sie hat sich deswegen auch unlängst der Terras Gruppe (www.terras.com) angeschlossen, um so die Voraussetzungen zu schaffen, künftig noch größere und komplexere Projekte umsetzen zu können.
Die Unternehmenswurzeln bleiben trotzdem dort, wo alles begann: im Havelland. Von Schönwalde-Glien und Brieselang aus möchte die Unternehmensgruppe auch in Zukunft wachsen, Arbeitsplätze schaffen und die Entwicklung der Region aktiv mitgestalten.
Für die Zukunft hat die Meyer-Unternehmensgruppe noch einiges vor. Thomas Meyer: „Wir möchten Ausbildungsplätze für Baumaschinisten, Tiefbaufacharbeiter und in der Verwaltung schaffen. Wir streben eine Zertifizierung an, um unsere Qualität nach anerkannten Standards zu sichern. Und in Sachen Nachhaltigkeit gehen wir den nächsten Schritt und werden unseren Fuhrpark nach und nach auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umstellen. Das gilt auch für unsere Lkws.“
Doch zunächst wird erst einmal gefeiert. 20 Jahre Meyer Erdbau und 10 Jahre Meyer Recycling sind der perfekte Anlass für eine große Party mit allen Mitarbeitern und vielen eingeladenen Ehrengästen. Am 3. Juli lässt die Unternehmensgruppe deswegen auf dem Firmengelände die Korken knallen. Thomas Meyer: „Von einem kleinen Fuhrunternehmen zu einem der größten Erdbauunternehmen der Region: Da haben wir allen Grund, die Sektgläser zu füllen und miteinander anzustoßen.“ (ϑ Text/Fotos: CS)
Meyer Erdbau GmbH, Alte Nauener Chaussee 9, 14621 Schönwalde-Glien, Tel.: 033231-626250, www.meyererdbau.de
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 244 (7/2026).
Kennen Sie schon unsere Gratis-App?
Apple – https://unserhavelland.de/appapple
Android – https://unserhavelland.de/appandroid
Anzeige





