100 Jahre Tortenglück: Konditorei Fester hat Grund zum Feiern!
Es ist das erste Haus am Platz. Die „Konditorei Fester“ direkt am Markt in der Spandauer Altstadt bewahrt die Tradition und ist trotzdem auch für die nächste Generation ein Hort der Gemütlichkeit. Hier gibt es passend zum Kaffee eine große Auswahl an selbst gebackenen Kuchen und Torten. Viele Gäste kehren gern in der Konditorei ein, um sich eine kleine Genuss-Auszeit zu gönnen. Das Konzept funktioniert über Jahrzehnte hinweg: Ende Juni wird das 100-jährige Jubiläum gefeiert. (ANZEIGE)
Einfach einmal nicht auf die Uhr schauen, sich ein Stück Torte leisten und dabei vielleicht noch verwegen an einem Glas Sekt nippen: In der „Konditorei Fester“ gleich am Marktplatz in der Spandauer Altstadt kehrt man gern ein, um die Zeit zu vergessen und sich etwas zu gönnen.
Seit nunmehr einhundert Jahren gibt es die „Konditorei Fester“, die von Heike Rödiger (63) bereits in der dritten Generation geführt wird. Sie erzählt: „Mein Großvater Hellmuth Fester hat die Konditorei 1926 auf Usedom gegründet. Er wollte aber gern nach Berlin. 1936 ist er deswegen nach Spandau gezogen. 1967 übernahm seine Tochter Eva das Geschäft, zusammen mit ihrem Mann Klaus-Jürgen Rödiger. 1976 haben meine Eltern die Gelegenheit genutzt, das Haus am Markt zu kaufen, in dem die Konditorei seitdem untergebracht ist.“
In der Konditorei gibt es drinnen und draußen Platz für 150 Gäste. Im Keller befindet sich die Patisserie, im ersten Stock werden die Torten und Kuchen gebacken. Heike Rödiger setzt sich nicht selten selbst ins „Kuchen-Taxi“, um eine bestellte Torte zum Kunden nach Hause zu fahren.
Die Familie hütet viele Rezepte für einzigartiges Gebäck. Jeden Tag kommen etwa 20 verschiedene Torten und vielleicht auch noch sechs, sieben Kuchen in die Auslage, außerden werden Schnitten und verschiedenes Gebäck verkauft.
Heike Rödiger: „Ein echter Bestseller bei uns ist die Flockensahnetorte. Das ist eine leichte Vanillesahnetorte mit etwas Marmelade darin, die mögen unsere Kunden sehr. Natürlich gehen die alten Klassiker wie die Sachertorte oder die Herrentorte sehr gut. Ein echter Klassiker ist unsere Engadiner Nusstorte. Mein Vater war damals Austauschkonditor in der Schweiz – und hat hier sein Nusstortenrezept erfunden. Das hat er mit zurück in die Heimat gebracht. Die Nüsse werden bei uns noch von Hand in einem großen Kupferkessel karamellisiert.“
Wie sieht es mit den jungen Leutn aus? Haben Sie eigene Wünsche an die Zubereitung der Torten und Kuchen? Heike Rödiger: „Wir versuchen, bei so vielen Rezepten wie möglich den Zucker zu reduzieren, ohne dass der Geschmack leidet. Für die vegane Kundschaft haben wir extra eine Apfeltorte entwickelt.“
Nach dem Aufgreifen des dänischen Traditionsgebäcks „Spandauer“ (ein Plunder mit Marzipan und Vaniellecreme gefüllt), arbeitet die Mannschaft nun an der Weiterentwicklung der traditionellen „Spandauer Zimtbretzel“. Das wird eine Bretzel 2.0 mit einer Pistazienfüllung sein. Man wird sie passend zum 100-jährigen Jubiläum verkosten dürfen. (ϑ Text/Foto: CS)
Konditorei Fester, Markt 4, 13597 Berlin, Tel.: 030-3335872, www.konditorei-fester.de
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 243 (6/2026).
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