Neue Abteilung im FSV 1950 Wachow/Tremmen: Dart spielen mit dem Landrat!
Ein prüfender Blick. Eine einstudierte Bewegung mit dem Unterarm in Richtung Dartscheibe. Der Steeldart sirrt durch die Luft und landet zielsicher in der Triple-20. So haben es die Dartspieler auf der ganzen Welt am allerliebsten – und so ist es auch in Tremmen. Hier gibt es seit September 2025 eine schnell wachsende Dartabteilung im FSV 1950 Wachow/Tremmen. Am 16. Juni schaute Landrat Roger Lewandowski im Rahmen seiner Ortsbesuche bei den Dartsportlern vorbei.
Den FSV 1950 Wachow/Tremmen (www.fsv1950.de) gibt es bereits seit über 75 Jahren, 300 Mitglieder sind im Verein organisiert, der vor allem den Fußball als seine Leidenschaft betrachtet, aber auch Abteilungen für Kinderturnen und Tanzen hat.
Seit September 2025 gibt es eine vierte Abteilung im Verein: Dart. Erik Heiden (35): „Einige Dartspieler haben sich schon sehr lange vorher in einem privaten Keller getroffen, um gemeinsam Dart zu spielen. Bis die Idee aufkam, sich doch an den FSV 1950 anzuschließen. Unsere Dartabteilung wächst sehr schnell, aktuell sind wir bereits 18 Spieler im Alter zwischen 17 und 63 Jahren. Das ist eine sehr ambitionierte Truppe. Wir haben bereits erste Freundschaftsspiele gegen andere Vereine bestritten und planen nun die Teilnahme am Ligabetrieb.“
Im Vereinsheim haben die Darter drei Steeldartscheiben an die Wand geschraubt. Eine Markierung am Boden zeigt die korrekte Entfernung von 2,37 Metern bis zur Dartscheibe, deren Bullseye genau auf 1,73 Meter Höhe hängt. Die Spieler haben sich eine mehr als professionelle Konstruktion einfallen lassen, um Dart auf ein ganz neues Level zu bringen. Eine ringförmige LED-Leiste sorgt für Licht, ein System mit drei Kameras erfasst automatisch, wo der Pfeil landet. Ein Computersystem analysiert den Wurf – und zeigt die Punkte auf einem Bildschirm an. So braucht sich niemand mit dem Zusammenrechnen der Punkte zu beschäftigen – und genießt den vollen digitalen Service.
Erik Heiden: „Leider haben wir bei uns im Vereinsheim kein Internet. Das brauchen wir aber für unser elektronisches Dartsystem. Ein Spieler muss dann immer einen Internet-Hotspot auf dem Handy einrichten.“
Landrat Roger Lewandowski schaute am 16. Juni zusammen mit Ketzins Bürgermeisterin Katrin Mußhoff vorbei und ließ sich das Dartspiel genau erklären. Bei einer Proberunde landeten seine Pfeile erstaunlich zielsicher auf der Scheibe.
Erik Heiden: „Wir trainieren montags von 18:30 bis 21 Uhr und freitags von 19 bis 22 Uhr. In der Regel spielen wir 501, weil diese Spielweise auch ligarelevant ist. Hier muss man von 501 Punkten auf Null herunterspielen – und mit einem Doppelfeld Schluss machen. Im Training spielen wir manchmal auch nach den Regeln 301 oder 170. Gäste sind uns sehr willkommen. Eine Mitgliedschaft im Verein kostet 84 Euro im Jahr.“ (ϑ Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 244 (7/2026).
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