Die Bahn fährt endlich wieder: Falkensees Bürgermeister Heiko Richter verteilte Kaffee!
Viele Falkenseer arbeiten in Berlin – und nutzen als Pendler die Bahn, um in die Hauptstadt zu gelangen. Die große Korridorsanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin hat nun allerdings zehneinhalb Monate lang für Stillstand gesorgt. Die Pendler mussten auf Dallgow-Döberitz oder Wustermark ausweichen, um einen Zug nach Berlin zu erwischen. Nun rollen die Züge wieder. Am 15. Juni begrüßte Bürgermeister Heiko Richter die ersten Pendler morgens um sechs Uhr an der Bahnsteigkante und verschenkte Coffee to go und Gummibärchen.
Endlich hat das Elend ein Ende. Mit zweieinhalb Monaten Verspätung hat die DB InfraGO die Korridorsanierung auf Deutschlands wichtigster Städteverbindung zwischen Hamburg und Berlin abgeschlossen. Seit dem 1. August 2025 mussten die Pendler aus Falkensee zum Teil lange Umwege und den Busersatzverkehr in Kauf nehmen, um alternative Bahnsteige in den Nachbarorten ansteuern zu können.
Während der Korridorsanierung hat die Deutsche Bahn auf 278 Kilometern Strecke 165 Kilometer neue Gleise, 249 neue Weichen, sieben neue Überleitstellen und sechs neue Stellwerke installiert sowie 28 Bahnhöfe umfassend modernisiert.
Auf der Strecke finden nun wieder täglich 470 Zugfahrten im Fern-, Regional- und Güterverkehr statt. Am Wochenende des 13. und 14. Juni rollten bereits testweise die ersten Züge, am 15. Juni wurde es richtig ernst: Am Montag warteten ab sechs Uhr in der Früh die ersten Falkenseer Pendler am Bahnhof Falkensee auf ihren lange vermissten Zug in die Hauptstadt.
Bürgermeister Heiko Richter stand persönlich ab sechs Uhr auf dem Bahnsteig, um kostenlosen Coffee to Go und Gummibärchen zu verteilen. Um halb acht zog er eine erste Bilanz: „Man sieht es den Gesichtern der Leute an, dass sie sehr erleichtert darüber sind, dass es nun endlich wieder losgeht. Die meisten Züge waren tatsächlich auch pünktlich. Es waren frühmorgens sehr viele Pendler auf dem Bahnsteig. Daran sieht man, dass sie schon das Vertrauen hatten, dass die Bahn auch wirklich wieder fährt.“
Zehneinhalb Monate dauerte der Stillstand in Falkensee – eine lange Zeit. Heiko Richter: „Das von vielen erwartete Verkehrschaos ist zum Glück ausgeblieben. Da haben unsere Vorbereitungen mit der Pendlerplattform, den verteilten Flyern und den Infoveranstaltungen doch gut funktioniert. Da sind wir mit einem blauen Auge davongekommen.“
So ganz fertig ist die Bahn noch nicht. Heiko Richter: „Der Aufzug auf der Nordseite des Bahnhofs Falkensee funktioniert noch nicht, da wurden uns vier bis sechs Wochen Verzögerung angezeigt. Zum Glück haben wir eine Rampe, sodass man auch mit dem Rollstuhl auf den Bahnsteig kommt. Ärgerlich ist, dass das frisch sanierte Gebäude am Bahnhof Seegefeld schon wieder beschmiert wurde. Da fehlen mir die Worte.“ (ϑ Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 244 (7/2026).
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