Schönwalde-Glien: Steffen Gierke möchte Bürgermeister werden!
Am 20. September wird in Schönwalde-Glien gewählt – der Bürgermeisterposten muss neu besetzt werden. Amtsinhaber Bodo Oehme (CDU) geht frühzeitig in den Ruhestand – ein Nachfolger wird gesucht. Neben Marlen Hank (CDU) und Yvonne Hartley (SPD) hat auch Steffen Gierke (36) seinen Hut in den Ring geworden. Der dreifache Vater ist parteilos – und sieht das als großen Vorteil für die ganze Gemeinde. (ANZEIGE)
Steffen Gierke stammt aus Waren (Müritz). Mit seiner Frau und inzwischen drei Kindern lebt er seit 2015 in Schönwalde-Glien: „Ich bin seit 2010 bei der Bundesagentur für Arbeit und habe dort 2013 mein Fachhochschulstudium abgeschlossen. Nach sieben Jahren im Jobcenter Neukölln betreue ich seit 2020 die Arbeitgeber für das Jobcenter Reinickendorf. Seit 2015 führe ich nebenberuflich meine Firma ‚Raumgefühl Gierke‘ im Bereich Raumausstattung und Holzbau.“
Was macht Schönwalde-Glien für Steffen Gierke so lebenswert? Der Bürgermeisterkandidat, der für seine Bewerbung 44 Unterstützer mit Unterschrift ins Rathaus bitten musste: „Wir genießen hier ein familiäres, fast dörfliches Umfeld, in dem der persönliche Kontakt über allem steht und die Infrastruktur für Familien besonders ansprechend ist. Wir haben eigene Schulen, Kitas, Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten.“
Wie kommt man da auf die Idee, Bürgermeisterkandidat zu werden? Steffen Gierke (www.Steffen-Gierke.de): „Als Zugezogener, und als solcher muss ich mich auch nach elf Jahren noch bezeichnen, hat man einen besonderen Blick auf den Ort, den man gezielt für sich ausgesucht hat. Man sieht noch klarer, was funktioniert, aber auch, wo es noch hakt und wo etwas fehlt. In meiner Rolle als Handwerker bin ich viel lokal unterwegs. Es gehört dabei schon immer dazu, sich Zeit für die Menschen zu nehmen – da höre ich natürlich auch die Sorgen und Wünsche in Bezug auf unsere Ortschaften. In der Folge habe ich mich oft gefragt, ob ich Themen, die uns hier bewegen, selbst mit voranbringen und gestalten kann – daran glaube ich, das treibt mich an.“
In Wustermark und in Falkensee sind Bürgermeister gewählt worden, die parteilos sind. Ein Vorteil? Steffen Gierke (Instagram: steffengierke): „Unbedingt. Ich beobachte, dass es in der Gemeindevertretung oft zu Konflikten kommt und Vorschläge abgelehnt werden, weil sie von einer bestimmten Partei stammen. Als Bürgermeister finde ich es sehr wichtig, die Themen unabhängig moderieren und anpacken zu können.“
Zu Steffen Gierke gehört der Wahlslogan „Ich bin Steffen Gierke. Und wir sind Schönwalde-Glien“. Aber was genau ist das Programm?
Steffen Gierke: „Ganz oben steht das Thema Infrastruktur. Unsere Gemeinde braucht eine generationsübergreifende Politik, bei der Jung und Alt gleichermaßen gesehen werden. Wir brauchen Wohnraum und Angebote für Familien und für Senioren. Zu diesen Angeboten gehören moderne, bedarfsgerechte Schulen und Kitas, ein intaktes Straßenwesen und ein öffentlicher Nahverkehr, der Mobilität für Alle gewährleistet. Auch die Unterstützung lokaler Vereine und Ehrenämter sehe ich als ausbaufähig. Ein Kernthema ist auch eine zukunftsfähige, bürgernahe Verwaltung. Hier müssen wir die technologischen Möglichkeiten nutzen, um so ein Optimum für Bürger und Mitarbeiter zu schaffen. Thema Nummer 3 ist meine Arbeit als Bürgermeister. Ich möchte Ansprechpartner für die Bürger sein und meine Schaffenskraft den Interessen und Projekten unserer Gemeinde widmen – nicht den Programmen einzelner Parteien. (ϑ Text/Foto: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 242 (5/2026).
Kennen Sie schon unsere Gratis-App?
Apple – https://unserhavelland.de/appapple
Android – https://unserhavelland.de/appandroid
Anzeige
