Brandenburger Sportadler „Brandi“ fordert zum Turnen auf: Bewegungspass für Kinder!
Raus aus der Bildschirmwelt, rein in die Bewegung: Nach der Corona-Pandemie mit ihren Lockdowns startete Brandenburg das Programm „Kinder in Bewegung“, um Kinder wieder stärker für Sport und Aktivität zu begeistern. Da der Bewegungsmangel noch immer spürbar ist, bekamen über 2.200 Grundschulkinder in Falkensee jetzt einen Bewegungs-Pass geschenkt. Mit bunten Aufklebern, kleinen Erfolgen und jeder Menge Spaß soll er die Sechs- bis Elfjährigen motivieren, sich mehr zu bewegen und neue Bewegungsideen auszuprobieren.
Das Brandenburger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS), der Märkische Turnerbund Brandenburg (MTB), lokale Sportvereine und viele Schulen haben nach Corona gemeinsam den Schulterschluss gesucht, um gerade die Kinder der Grundschulen verstärkt in Bewegung zu bringen. Schnell wurde nach Corona klar, dass die Kinder zu viel Zeit vor den Bildschirmen von Fernseher, Konsole, iPad und Computer verbringen, anstatt draußen zu toben, auf Bäume zu klettern oder Fußball zu spielen.
Das Programm „Kinder in Bewegung“ (KiB) war Teil des Fördertopfes „Aufholen nach Corona“. Es richtete sich vor allem an Kinder mit motorischen Defiziten und psychosozialen Auffälligkeiten. Lokale Sportvereine und Grundschulen arbeiteten Hand in Hand, um im Tandemmodell noch mehr Sportangebote zu schaffen.
Das Programm läuft noch immer. Dazu gehört auch der „Bewegungs-Pass“, den Schulen bislang einkaufen mussten. Katrin Fuhrmeister-Jabbour, Geschäftsführerin des Märkischen Turnerbundes Brandenburg e.V. (www.maerkischer-turnerbund.de, www.brandenburg-in-bewegung.de) stellt eine aktuelle Aktion vor: „Den Bewegungs-Pass verschenken wir jetzt an alle Grundschulen in Falkensee. Jede Schülerin und jeder Schüler bekommt einen Pass. Bürgermeister Heiko Richter hat sich um die Finanzierung gekümmert. Vielen Dank dafür.“
In jedem Pass begrüßt der fitte Brandenburger Sportadler „Brandi“ die Kinder: „Ich bin dein Sportkumpel und Begleiter, denn ich bin so sportlich wie du“, heißt es dort.
Im Pass gibt es zehn Bewegungsaufgaben wie „Slalom laufen“, „Purzelberg“ (Rolle vorwärts), die „Hocker-Schlange“ oder das „Krabbel-Chaos“, die zu bewältigen sind. Gelingt es, gibt es jeweils einen neuen Aufkleber für den Pass.
Katrin Fuhrmeister-Jabbour: „Die Schulen bekommen von uns nicht nur die Pässe für die Kinder, sondern auch ein Begleitheft und die Aufkleber. Auch die Sportvereine wie der TSV Falkensee, die uns unterstützen, werden entsprechend ausgestattet.“
Birgit Faber ist die Präsidentin des MTB, aber auch der geschäftsführende Vorstand des TSV: „Der Bewegungspass ist eine weitere Maßnahme, um Kinder in einer bewegungsarmen Zeit dazu aufzufordern, sich körperlich zu betätigen und Freude daran zu haben. Bei uns im TSV haben wir die Kinderwelt bereits so vorbereitet, dass alle Kinder auch bei uns die Aufgaben aus dem Pass absolvieren können. Wir können ihnen sogar gleich die Aufkleber in die Pässe kleben.“
Martina Schünemann vom MBJS: „Der Bewegungspass kann auch in den Schulsport integriert werden, etwa in den Sportförderunterricht.“
Katrin Fuhrmeister-Jabbour: „Als nächstes kommt der Ferien-Pass für die Kinder. Den werden wir zu den Herbstferien vorstellen. Wir haben bereits das OK für die Finanzierung bekommen.“ (ϑ Text/Foto: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 244 (7/2026). 
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