Im Stehen ernten: Im Hofladen Falkensee sind die Erdbeeren reif!
Damit im Hofladen Falkensee möglichst früh im Jahr frische Erdbeeren aus eigener Produktion zum Verkauf stehen, muss hinter den Kulissen gut geplant werden. Familie Kruse baut deswegen gleich drei verschiedene Erdbeersorten an, die nacheinander zur Reife gelangen. Den Start macht die frühe Sorte Clery, die wettergeschützt im neuen Erdbeer-Stellagentunnel herangezogen wird. Hier braucht sich jetzt niemand mehr zu bücken, um die saftigen Leckerbissen zu pflücken. (ANZEIGE)
Die Spargelsaison geht nahtlos in die Erdbeersaison über: Die ersten Erdbeeren sind jetzt reif. Der Hofladen Falkensee baut drei verschiedene Erdbeersorten an, um frische Erdbeeren möglichst über einen langen Zeitraum anbieten zu können. Die erste Sorte, die zur roten Reife gelangt, nennt sich Clery. Sie wächst im sogenannten Stellagenanbau, der im Hofladen Falkensee noch neu ist und in diesem Jahr zum zweiten Mal ausprobiert wird. Hier stehen einzelne Töpfe mit den Pflanzen vor Wind und Wetter geschützt in einem Stellagentunnel – auf Schulterhöhe.
Die Erntehelfer können so die reifen Erdbeeren direkt von der Pflanze abknipsen, ohne sich bücken zu müssen – das ist für sie eine enorme Erleichterung. Die süßen Sammelnussfrüchte (das sind Erdbeeren nun einmal biologisch) müssen nur ein paar Meter weit in den eigenen Hofladen transportiert werden. Das bedeutet: Gerade noch geerntet, schon im Laden. Frischer geht es nicht.
Die Erdbeerpflanzen müssen nicht auf Regen hoffen. Dünne Schläuche stecken in den Erdtöpfen und versorgen die Pflanzen mit frischem Wasser und mit Nährstoffen. Katrin Kruse (51): „Die Clery haben wir im Februar gepflanzt. Mitte Mai sind die Erdbeeren so weit, dass wir mit der Ernte beginnen können. Die Pflanzen werden übrigens nur für ein Jahr genutzt. Im nächsten Februar werden neue Erdbeerpflanzen in die ein Meter langen Töpfe gesetzt.“
Während die ersten Kunden in die Clery-Beeren beißen, wachsen die nächsten Sorten bereits langsam heran. Weiter geht es im Saisonplan der Kruses mit der Sorte Asia, dann folgt die Spätsorte Malwina. Katrin Kruse: „Das ist eine ganz dunkle und sehr intensiv schmeckende Erdbeere. Ich denke, die letzten Erdbeeren werden wir Anfang Juli ernten.“
Der Hofladen Falkensee zieht Erdbeeren auf 3.000 Quadratmetern im geschützten Anbau heran, also im Stellagen- oder im Folientunnel. Auf etwa 15.000 Quadratmetern werden die Erdbeeren außerdem im Freiland auf Stroh zur Ernte gebracht.
Was macht man mit den Erdbeeren? Man kann sie kurz abwaschen und vom Stiel wegfuttern. Oder es heißt: Ab auf einen Kuchen damit. Rein ins Müsli. Oder man kann die süßen Beeren für eine Bowle verwenden. Katrin Kruse: „Wir verkaufen die Erdbeeren in der 500-Gramm- oder in der 1-Kilo-Schale. Die Preise dafür ändern sich regelmäßig.“
Wie verarbeitet die Erdbeer-Expertin die rote Sünde selbst am liebsten? Katrin Kruse: „Manchmal gönne ich mir einen schönen Whiteberry Lillet oder einen eiskalten Himbeerlikör, und dann muss da auch eine Erdbeere mit ins Glas. Wunderbar: Das ist für mich eine perfekte Entspannung für den Feierabend.“
Sie verrät uns aber auch: Ihre Lieblingsbeere ist gar nicht die Erdbeere, sondern vielmehr die Himbeere. Lange warten muss sie nicht: Sie wird bereits Mitte Juni erntereif sein. (ϑ Text/Foto: CS)
Hofladen Falkensee, Dallgower Straße 1, 14624 Dallgow-Döberitz, Tel.: 03322-22462, www.hofladen-falkensee.de
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 243 (6/2026).
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