Scheinwerferberg in Falkensee zu verkaufen: Wer möchte ihn gern haben?
Der Scheinwerferberg gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen in Falkensee. Ein Spaziergang durch den Kiefernwald ist für die Erwachsenen ebenso entspannend wie das Herumtoben auf dem sandigen Scheinwerferberg für die Kinder. Die große Überraschung: Das Flurstück 225/2 der Flur 20 steht aktuell zum Verkauf. Das bedeutet: Wer möchte, kann sich den Scheinwerferberg kaufen.
In Falkensee stehen aktuell 17 Flurstücke mit etwa 22 Hektar Wald zum Verkauf. Die Überraschung: Zu den 220.000 Quadratmetern, die den Besitzer wechseln könnten, gehört auch das Gebiet rund um den beliebten Scheinwerferberg.
Als Verkäufer tritt die Viva La Forst GmbH aus Potsdam auf, die das Gelände von einer Privatperson angekauft hat, um ein ganz besonderes Aufforstungsprojekt umzusetzen. Auf der Homepage heißt es dazu: „Wir wollen etwas gegen den Klimawandel tun.“ Das gelingt den Verantwortlichen Sebastian Mager und Frederik Rentsch am besten als Eigentümer, die im Rahmen ihrer ökologischen Mission etwa eine anfällige Monokultur in einen wiederstandsfähigen Mischwald umwandeln können. Einige der zu veräußernden Flurstücke lassen sich für dieses Projekt aber nicht gut verwenden – und sollen nun weiterverkauft werden.
Interessant ist ein besonderes Filetstück im Portfolio – das „Flurstück 225/2 der Flur 20“ in der Gemarkung Falkensee (www.vivalaforst.de/project/gemarkung-falkensee-flurstueck-225-2-flur-20/). Es geht um eine Fläche von 31.564 Quadratmetern, auf der größtenteils Nadelwald zu finden ist. Der Bestand besteht aus Kiefern, die etwa 40 Jahre alt sind. In der Web-Anzeige wird verraten: „Auf der Fläche befindet sich auch der sogenannte Scheinwerferberg, der dem Grundstück eine besondere Identität und Wiedererkennbarkeit verleiht.“
Sebastian Mager ist Mitgeschäftsführer der Viva La Forst GmbH: „Das Flurstück kann von Firmen erworben werden, aber auch von jeder Privatperson. Es wird ein notarieller Kaufvertrag aufgesetzt – ganz wie bei einem Immobilienkauf.“
Was kann man mit so einem Waldstück anfangen? Sebastian Mager: „Man kann es durchforsten, Neupflanzungen vornehmen, es als Erholungsgrundstück verwenden und das Holz durch Baumfällungen für seinen eigenen Kamin nutzen. Man darf außerdem in seinem eigenen Waldstück zelten, Beeren sammeln oder Pilze suchen.“
Mit dem neuen Besitz gehen aber auch Pflichten einher. Sebastian Mager: „Dazu gehören regelmäßige Baumkontrollen, die Verkehrssicherung entlang von Wegen und Straßen, die Schädlingsüberwachung, das Ausführen von Durchforstungen, diverse Pflegearbeiten und eine Wiederbewaldung nach Schäden wie etwa nach einem Sturm. Hinzu kommen laufende Nebenkosten etwa für die Grundsteuer, für eine Unfallversicherung sowie Beiträge für die Boden- und Wasserverbände.“
Welcher Preis wäre für das Flurstück mit dem Scheinwerferberg realistisch? Sebastian Mager: „Grundsätzlich sind wir offen für Angebote. Wir bieten ja verschiedene Flurstücke an. Da geht es los bei einem Euro pro Quadratmeter. Zum Flurstück mit dem Scheinwerferberg liegt uns bereits ein erstes Gebot vor.“
Könnte ein zukünftiger Besitzer den Menschen den Zutritt zum Scheinwerferberg verbieten? Sebastian Mager: „Findet eine Durchforstung mit anschließender Neupflanzung statt, so muss diese Fläche mit einem Wildschutzzaun vor Wildverbiss geschützt werden. Ein Einzäunen, um dann Eintritt zu verlangen, geht nicht.“ (ϑ Text: Patrick Hückstädt,cs /Foto: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 243 (6/2026).
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