Kreative Funken im Wachtelfeld: 3. Kunst- und Handwerkermarkt bei EDEKA Vujanov!
Im Havelland gibt es viele kreative Künstler, die nähen, drechseln, basteln, malen, fräsen oder schneidern. Alexander Vujanov vom EDEKA im Falkenseer Wachtelfeld gibt ihnen allen einmal im Jahr eine Bühne – auf dem Kunst- und Handwerkermarkt. Der fand in diesem Jahr am 26. April bereits zum dritten Mal statt. Aufgrund der aktuellen Baumaßnahmen vor Ort konnten dieses Mal nur 50 Kreative einen Stand besetzen. Die Besucher hatten aber trotzdem viel Spaß, denn Alexander Vujanov hatte sich wieder viele Überraschungen einfallen lassen.
Der halbe Parkplatz im Wachtelfeld ist hinter einem Bauzaun verschwunden, hier wird zurzeit der EDEKA-Neubau hochgezogen. Alle wissen es schon: Vor Ort entsteht ein neuer Markt. Er wird noch größer, vielseitiger und verrückter sein. Alexander Vujanov, liebevoll von den Finkenkrugern „Wachtelkönig“ genannt, hat am Standort noch viel vor.
Die aktuellen Baumaßnahmen halten den regionalen EDEKA-Chef aber nicht davon ab, liebgewonnene Traditionen fortzuführen. Und so wurde am 26. April zum dritten Mal der „Kunst- und Handwerkermarkt“ ausgerufen.
Alexander Vujanov: „Da unser Parkplatz noch zur Hälfte von den aktuellen Baumaßnahmen blockiert wird, konnten wir in diesem Jahr nur 50 Stände aufstellen. Auf unserer Warteliste hatten wir noch 48 weitere Kreative, die gern mit dabei gewesen wären. Im nächsten Jahr wird das alles wieder viel einfacher. Dann haben wir nicht nur doppelt so viel Stellfläche auf dem Parkplatz, sondern sogar Strom auf der Fläche, den die Aussteller nutzen können.“
Vieles hatte sich der Marktchef einfallen lassen, um die zahlreich herbeiströmenden Besucher zu unterhalten. Es gab einen großen Food-Corner, der mit Foodtrucks und Essensständen bestückt war. Hier überzeugte Rema Semra mit türkischen Spezialitäten, „MeynWein“ mit frisch gemixten Getränken, Tanja vom „Wildjäger“ mit einem Wildangebot, Sven Desens von „Janny’s Eis Falkensee“ mit Eis sowie René Hilber mit deftigem Essen aus der grünen „Kesselglück“-Feldküche, die sonst immer in der Straße der Einheit steht. Die Feuerwehr hatte ein großes Löschfahrzeug mitgebracht, es gab mehrere Oldtimer aus der Nachbarschaft zu bestaunen und der Dallgower Illustrator Daniel Bauer malte Autogramme und kleine Zeichnungen in sein Kinderbuch „Milchzahn und Stinkefuß“.
Alexander Vujanov: „Wir sammeln in jedem Jahr Spenden auf dem Markt. In diesem Jahr hat die Alte Lebkuchenfabrik aus Kremmen für uns Lebkuchenherzchen mit einem Wachtelkönig-Emblem angefertigt. Die haben wir für fünf Euro verkauft – für den guten Zweck. Wir haben auf diese Weise 750 Euro gesammelt, die an das Tierheim Falkensee gespendet wurden. An vielen Ständen stand ebenfalls eine Spendenbox, sodass die Gesamtsumme noch deutlich höher ist.“
Für die vielen Besucher des Marktes war der EDEKA-Parkplatz ein einziger großer Treffpunkt. Hier traf man völlig unerwartet auf Verwandte, Freunde und Bekannte – und vergaß beim Small Talk die Zeit.
Dabei gab es an den Ständen so viel zu entdecken. „Krea.lina.arts“ aus Brieselang verkaufte Epoxydharzschmuck mit eingearbeiteten Blütenblättern. „Josis’s Kreativhäuschen“ aus Dallgow-Döberitz bietet ihre handgefertigten Dekoartikel in einem kleinen Verkaufshäuschen vor ihrer Haustür an, hatte nun aber alle Geschenkartikel mit auf den Markt gebracht. Liza Reuter von „Wood Wings“ aus Nauen hatte personalisierte Unikate mit dabei. Lisa Steller von der „Schnauzenschmiede“ aus Berlin überraschte mit Zubehör für Hund und Pferd. In „Tom’s Holzkiste“ aus Falkensee fanden sich Wohnaccessoires aus Holz. Regina Bernetz vom „atelier Bernetz“ aus Falkensee stellte handgefertigte Keramik aus.
„lollies“ von Mareike Loll aus Falkensee gibt es bereits seit 2010. Sie produziert bunte Kinderkleidung – komplett aus Baumwolle. An ihrem Stand gab es u.a. coole Geburtstags-Shirts für Kinder – mit dem neu erreichten Alter als aufgedruckte Ziffer. Mareike Loll: „Die Geburtstags-Shirts mache ich für das Alter 1 bis 7. Ganz neu sind bei mir die Elfenröcke, die sehen aus, als würden sie aus bunten Blumenblättern bestehen. Die gibt es in vielen Farben und in Größen von 86 bis 128, das mögen vor allem die Kindergartenmädchen sehr. Ansonsten sind die Cordnickihosen mit bunten Taschen mein Bestseller. Ich habe viele Stammkunden, die mich auf den Märkten besuchen. Sie unterstützen gern regionale Marken und freuen sich, dass meine Sachen lange halten.“
Clemens Theil aus Schönwalde-Glien war mit „Clemens‘ Holzdesign“ ebenfalls wieder Gast auf dem Markt. Der junge Tischler in spe arbeitet gern mit der Drechselbank und zwingt Holz in neue Formen. Neben Lampenschirmen und Kugelschreibern aus einem einzigen Stück Holz hatte er dieses Mal eine echte Neuheit mit dabei: „Und zwar Gewürzmühlen für Pfeffer und Salz. Hier habe ich vor allem mit Kirschholz und Esche gearbeitet. Esche ist mein Lieblingsholz, das verarbeite ich besonders gern. Bei meinen Mühlen gibt es auch sehr exotische Formen. Man glaubt gar nicht, dass da Salz herausrieselt, wenn man an ihnen dreht.“
Kathrin Fehlberg betreibt in Dallgow-Döberitz seit 18 Jahren die Änderungsschneiderei „Nadel & Faden“. Auf dem Markt präsentierte sie sich aber unter dem Label „Kleene Nähfee“. Sie verkaufte selbstgeschneiderte Kindermützen, Kosmetiktäschchen, Leseknochen, Tischläufer und kleine Geschenkartikel, darunter herrlich duftende Lavendelsäckchen: „Die Lavendelsäckchen legt man in den Wäscheschrank, damit die Wäsche immer schön duftet. Für die Füllung verwende ich nur unbehandelten Lavendel aus dem Garten.“
Janine Fielitz aus Falkensee schreibt mit großer Leidenschaft Kinderbücher, die im Eigenverlag erscheinen. Nach „Arcus: Der Junge aus dem Regenbogenland“ liegt bereits die Fortsetzung „Arcus 2 – Ein tierisches Abenteuer in Kenia“ als Hardcover vor. Janine Fielitz wurde von vielen kleinen Fans umringt, die ihr Löcher in den Bauch fragten. Sie verriet: „Band 3 ist bereits in Planung, das Buch wird im nächsten Jahr erscheinen. Die Kinder lieben Arcus und es macht mir unheimlich viel Spaß, mir immer wieder neue Abenteuer auszudenken.“
Kreativität, die man essen kann: Dafür ist Ben Horn aus Brieselang mit seiner Marke „Nunocci“ zu haben. Nach seinen süß-leckeren Brotaufstrichen im Glas hat er in diesem Jahr sein eigenes Popcorn auf den Markt gebracht. Es hat den Namen „Benji’s POP656“ und kommt in den vier Geschmacksrichtungen Bourbon Vanille Karamell, Gebrannte Mandel, Pistazie Karamell und Nuss Nougat in die Tüte. Ben Horn: „Kaum auf dem Markt, haben wir unsere Fertigungsprozesse auch schon wieder komplett überarbeitet und optimiert, damit unser Popcorn noch crunchiger wird und noch länger frisch bleibt. Wir arbeiten gerade an einer fünften neuen Sorte, die das Einhorn fliegen lässt, um einmal ein bisschen die Neugierde zu wecken.“
Bei schönstem Wetter war der Markt ein voller Erfolg. Nächstes Jahr geht es weiter – dann mit noch mehr Ausstellern. (ϑ Text/Foto: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 243 (6/2026).
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