Sitz! Platz! Bei Fuß! – beim Allgemeinen Hundesportverein Falkensee e.V.: Hunde zeigten ihr Können im Verbandspokalkampf!
Die Begleithundeprüfung ist der „Führerschein“ für Hunde. Ein Hund, der die „BH“ bestanden hat, gilt als gehorsam und kontrollierbar, er kann sich im Alltag sicher bewegen und ist sozial verträglich. Kurzum – dieser Hund ist alltagstauglich und gut erzogen. Im „Allgemeinen Hundesportverein Falkensee e.V.“ arbeiten alle Hand in Hand und auch Pfote in Pfote zusammen, um dieses Ziel zu erreichen. Am 1. Mai konnten 16 Hundebesitzer zeigen, was sie und ihre Vierbeiner können: Beim großen „Verbandspokalkampf 2026“ mussten sie vor den strengen Augen des Leistungsrichters verschiedene Aufgaben bewältigen.
Isabel Barz war mit ihrem Boxer Noodles extra aus Klein Kölzig in Südbrandenburg nach Falkensee gereist, um beim „Landespokalkampf des DVG Berlin/Brandenburg“ mitzumischen. Der Landespokal wurde in diesem Jahr vom „Allgemeinen Hundesportverein Falkensee e.V.“ (www.ahs-falkensee.de) durchgeführt.
Beim von Falkensees Bürgermeister Heiko Richter eröffneten „BH und I-BGH 1-3 Verbandspokalkampf 2026“ mussten Frauchen und Hund am 1. Mai einen zuvor abgesteckten Parcours mit mehreren kniffligen Aufgaben bewältigen – und dabei vor den Augen des Leistungsrichters Olaf Kriegs zeigen, dass sie eine wirklich gut funktionierende und aufeinander eingespielte Einheit sind.
Dabei ging es etwa darum, dass der Hund in verschiedenen Gangarten kontrolliert „bei Fuß“ bleibt, dass er sich mit „Sitz“ auch ablegen lässt, während sich der Mensch entfernt, und dass der Hund sich durch eine Vierergruppe fremder Menschen führen lässt, ohne sich dabei ablenken zu lassen.
Die Teilnehmer beim Landespokal konnten in vier Klassen antreten – und in der untersten gleich die begehrte Begleithundeprüfung ablegen. Isabel Barz: „Aus unserem Verein HSV Flying Dogs waren in diesem Jahr drei Starter mit dabei. Ich bin mit Noodles zum allerersten Mal die BH gelaufen.“
Christin Claußen, die privat Riesenschnauzer züchtet, ist die erste Vorsitzende im „Allgemeinen Hundesportverein Falkensee“, der ein Vereinsgelände mit einem Vereinsheim und einer großen Wiese genau zwischen Falkensee und Schönwalde-Glien am alten Niederneuendorfer Kanal nutzt. Sie sagt: „Die Begleithundeprüfung ist sozusagen die erste Schwierigkeitsstufe beim Pokal. Hier gibt es einen Unterordnungsteil auf unserer Wiese und im Anschluss daran einen Verkehrsteil in einer öffentlichen Straßenumgebung mit Radfahrern, Autos und fremden Menschen. Dabei kann man bis zu 60 Punkte sammeln. Die Prüfungsstufen I-BGH 1 bis 3 gehen darüber hinaus, hier sind bis zu 100 Punkte möglich. Da bewegen wir uns bereits im Bereich der Schutzhundeprüfungen. Für die jeweils besten Teilnehmer in allen vier Prüfungsstufen hatten wir Urkunden und Pokale vorbereitet.“
Klare Regeln sorgen dafür, dass sich der Hund unterwegs zu benehmen weiß; das gibt auch dem Tier mehr Sicherheit. Die Begleithundeprüfung (BH) stellt sicher, dass der Vierbeiner die grundlegenden Kommandos kennt, leinenführig ist und sich von anderen Menschen und Hunden nicht ablenken lässt. Christin Claußen: „Die Prüfung beginnt bei der Chipkontrolle, das ist die Unbefangenheitsprobe. Dabei dürfen die Hunde nicht aggressiv sein, und sie müssen gehorsam neben ihrem Hundeführer stehen. Toll fand ich, dass beim Pokal in diesem Jahr auch einige Jugendliche mit dabei waren.“
Eine bestandene Begleithundeprüfung wird von Vermietern geschätzt, gilt bei Behörden als Nachweis einer verantwortungsvollen Hundehaltung und als Voraussetzung für die Teilnahme an vielen Hundesportarten wie Agility. Man braucht sie auch, um in den höheren Schutzhundeprüfungen starten zu dürfen.
Christin Claußen: „Uns ist vor allen Dingen wichtig, dass der Hundesport wieder mehr in den positiven Fokus gelangt. Wir sind im Verein alle ehrenamtlich engagiert. Wir sind keine Hundeschule und nehmen im Jahr nur 90 Euro Vereinsbeitrag. Wer mit seinem Hund zu uns in den Verein kommt, bekommt neben Expertise und vielen Tipps rund um den Hund auch noch das ganze Vereinsleben mit dazu. Gern kann man mit uns eine Schnupperstunde vereinbaren. Wir engagieren uns u.a. im Turnierhundesport und bilden Fährtenhunde aus.“ (ϑ Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 243 (6/2026).
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