Falkenseer Pflanzenbörse im Frühling 2026: 70 Aussteller auf dem Campusplatz!
Das ist Kult in Falkensee: Zwei mal im Jahr lädt die Lokale Agenda 21 zur Pflanzenbörse in den Gutspark ein. Hier verkaufen Gartenbesitzer aus der Nachbarschaft Blümchen, Bodendecker, Kräuter, Obstbäumchen, Nutzpflanzen und andere Vertreter der botanischen Zunft zu einem echten Schnäppchenpreis an interessierte Standbesucher weiter. In diesem Jahr fand die Pflanzenbörse am 25. April statt – erstmals im Zentrum auf dem Campus-Platz gleich hinter der neuen Stadthalle. Das Interesse war ungebrochen.
Seit über zwanzig Jahren gibt es in Falkensee die Pflanzenbörse, organisiert von der Lokalen Agenda 21. Während andere Pflanzenbörsen in Schönwalde-Glien oder in Nauen noch um ihr Publikum ringen, ist das botanische Eldorado in Falkensee längst ein Selbstläufer: Die Gartenbesitzer lauern nur auf einen neuen Termin – und nehmen sich dann viel Zeit, um die Börse zu besuchen.
Ganz egal, ob Cherrytomaten, Silbertaler, Roter Sonnenhut, Zitronenmelisse, Erdbeeren, Mädchenauge, Kronen-Lichtnelke oder Herbstastern: Bei der Pflanzenbörse bekommt man dringend gesuchte, sehr seltene oder aber wirklich ungewöhnliche Pflanzen zu einem wahren Schnäppchen- und Freundschaftspreis. Das ist kein Wunder, denn bei der Pflanzenbörse sind kommerzielle Anbieter nicht erlaubt. Zugelassen werden nur Privatpersonen, die Spaß am Gärtnern haben und die ihren „Überschuss“ zu einem eher symbolischen Preis abgeben. Ihr Recht, bei der Börse einen Stand aufzubauen, erkaufen sich die Aussteller mit einem Kuchen oder einer kleinen Geldspende für die Agenda.
In diesem Jahr mussten die Veranstalter allerdings erstmals ihren angestammten Platz im Gutspark vis-à-vis vom Jugendclub „Saftladen“ aufgeben – dort soll gebaut werden. Das Ausweichquartier: Die Stände wurden am 25. April auf dem Campusplatz gleich hinter der neuen Stadthalle aufgebaut. Ein großer Vorteil: Es gab vor Ort ausreichend Parkplätze für die Besucher!
Sybille Hampe von der Lokalen Agenda 21: „Auf der Festwiese im Gutspark wussten wir nie, wie viele Stände wir eigentlich haben. Dieses Jahr mussten sich unsere Aussteller zum allerersten Mal im Vorfeld bei uns anmelden. Wir mussten die Anzahl der Aussteller nämlich auf etwa 70 beschränken. Auf dem Campusplatz mussten wir Platz für die Feuerwehr lassen und verschiedene Sicherheitsbestimmungen beachten. Zum Glück hat uns die Stadt Falkensee sehr unterstützt, was die nötigen Genehmigungen anbelangt.“
Die Besucher hat der Umzug nicht gestört. Sie sind einmal mehr mit Bollerwagen, großen Kisten und reißfesten Einkaufstüten auf den Platz geeilt, um Schwertlilien, Kugeldisteln und Muskatellersalbei einzukaufen – und vielleicht auch noch ein Glas Honig vom Imker, einen selbstgebastelten Vogelnistkasten oder ein Glas Konfitüre aus eigener Ernte der Aussteller mitzunehmen.
Sybille Hampe: „Wir müssen leider mitteilen, dass die Herbstbörse in diesem Jahr entfallen wird. Wir schaffen es einfach nicht, wir arbeiten ja alle ehrenamtlich für die Börse und das ist derzeit organisatorisch nicht zu leisten. Die nächste Börse wird also die im Frühling sein, der Termin steht bereits fest. Es ist der 24. April 2027.“
Das Geld, das die Lokale Agenda über den Kuchenverkauf auf der Börse und über die Spenden der Aussteller einsammelt, wird gleich wieder sinnvoll investiert – etwa in die Saatgutbibliothek der Stadtbibliothek Falkensee. Sybille Hampe: „Es gibt noch viele weitere Ideen, die wir mit dem Geld gern finanzieren möchten.“ (ϑ Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 243 (6/2026).
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