Baum des Jahres 2026 in Schönwalde-Glien: Familie Oehme spendiert eine Zitterpappel!
In Schönwalde-Glien gehört es zur Tradition, einmal im Jahr den Spaten in die Hand zu nehmen. Immer am 25. April wird passend zum deutschen „Tag des Baums“ eine Pflanzaktion in Schönwalde-Glien durchgeführt. Bürgermeister Bodo Oehme lässt es sich nicht nehmen, den aktuellen „Baum des Jahres“ feierlich in den Boden zu bringen. Mit den Jahren ist so vor allem an der Steinernen Brücke eine grüne Historie der Baumpreisträger entstanden. In diesem Jahr wurde erstmals eine Zitterpappel gepflanzt.
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird in den USA, und zwar in Nebraska, der „Tag des Baums“ zelebriert. Am 27. November 1951 haben die Vereinten Nationen den Brauch übernommen, einen Baum zu pflanzen, um an die Bedeutung des Waldes zu erinnern. In Deutschland wird der „Tag des Baums“ seit dem Jahr 1952 begangen, aber immer am 25. April.
Bodo Oehme hat es sich als Bürgermeister der Gemeinde Schönwalde-Glien zur Aufgabe gemacht, in jedem Jahr den aktuell gekürten „Baum des Jahres“ in den Boden der Gemeinde zu pflanzen.
Warum ist ihm das so wichtig? Bodo Oehme: „Wir heißen Schönwalde und unser Ort ist mitten in den Wald gebaut worden. Zu einem intakten Ökosystem gehören auch Bäume – diesen Gedanken müssen wir an unsere Nachfahren, Kinder und Enkel weitergeben.“
In den letzten Jahren wurden so etwa die Flatterulme, die Stechpalme und die Mehlbeere gepflanzt. Die meisten Bäume wurden am Grenzstreifen zwischen Spandau und Schönwalde-Glien gepflanzt – an der „Steinernen Brücke“, wo auch das Denkmal der Deutschen Einheit steht. Bodo Oehme: „Inzwischen haben wir vor Ort noch Land dazugekauft, sodass wir hier auch in Zukunft noch weitere Bäume in den Boden bringen können. Inzwischen ist mit den Jahren bereits ein kleiner Park entstanden, der zum Verweilen einlädt.“
Der neue „Baum des Jahres“ ist die Zitterpappel (Populus tremula). Bodo Oehme: „Typisch für sie ist ihre Rolle als Erstbesiedler gestörter Flächen – etwa nach Windwurf, Feuer oder Kahlschlag. Sie gedeiht auf mageren Böden, an Waldrändern, in Hecken oder auf Brachflächen und erreicht dabei eine Höhe von bis zu 35 Metern. Ihren Namen verdankt sie den zitternden Blättern, die schon bei leichtem Wind in Bewegung geraten.“
Wichtig: Die Zitterpappel gilt als Futterpflanze für einheimische Schmetterlinge und wird von über 60 Arten zur Eiablage genutzt. Das zieht auch viele Vögel an, die sich von den Raupen ernähren. Da das Holz keinen Eigengeruch hat, eine geringe Dichte aufweist und es sich gut bearbeiten lässt, werden Zitterpappeln verwendet, um aus dem Holz Streichhölzer, Sperrholz, Saunabretter oder Papier herzustellen.
Der „Baum des Jahres“ wird in Schönwalde-Glien immer gespendet. Dieses Mal wurde das gut vier Meter hohe Bäumchen vom Bürgermeister Bodo Oehme höchstpersönlich und von seiner Frau Uta Krieg-Oehme bezahlt. Auch wenn die Amtszeit von Bodo Oehme sich langsam ihrem Ende nähert, bleibt so noch etwa Lebendiges über seine aktive Zeit hinaus bestehen. Die Aufgabe eines Sponsors ist es in Schönwalde-Glien übrigens auch, sich als Pate um den Baum zu kümmern – und ihn etwa bei Trockenheit zu wässern. Bodo Oehme: „Lassen Sie uns gemeinsam Verantwortung übernehmen und die Zukunft grüner gestalten.“
Vor jedem gepflanzten „Baum des Jahres“ weist eine Metallplakette auf die Art, das Jahr der Pflanzung und den Namen des Spenders hin. (ϑ Text/Foto: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 243 (6/2026).
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