Hausgemacht: Fleischerei Gädecke aus Falkensee mit leckeren Klassikern im Schlauch!
Hühnerfrikassee, Königsberger Klopse, Chili con Carne und Würzfleisch: Die Fleischerei Gädecke bietet ihren Kunden ab sofort eine ganze Reihe klassischer Gerichte im Schlauch an – zum Mitnehmen für Zuhause. Der Inhalt wird einfach in einen Topf gegeben, aufgewärmt – fertig. Das Familienunternehmen setzt in der Regel auf die alten Küchenrezepte der eigenen Mutter aus Pommern. Die Zutaten sind frisch, gekocht wird vor Ort und Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe bleiben außen vor.
Angefangen hat alles vor gut zehn Jahren, so erinnert sich Fleischermeister Sven Gädecke von der Falkenseer Fleischerei Gädecke (www.partyfalkensee.de): „Wenn am Wochenende noch Hühnchen übrig gewesen ist, hat meine Mutter gleich nach Ladenschluss noch Frikassee davon gekocht. Das haben wir in durchsichtige Schläuche abgefüllt und diese auch im Geschäft verkauft. Das fanden die Kunden toll, denn unser Frikassee war und ist echte Hausmannskost, frisch gekocht und ohne Zusatzstoffe. Das muss man Zuhause nur noch im Topf aufwärmen und mit Reis servieren – und es schmeckt wie selbst zubereitet. Wer hat denn heute noch die Zeit, selbst ein Frikassee zu kochen?“
Die Nachfrage nach den leckeren Schläuchen ist mit den Jahren nur gewachsen. Oft war es so: Kaum waren die Schläuche da, waren sie auch schon wieder weg.
Schon lange trug sich Sven Gädecke mit dem Gedanken, aus der damaligen Idee eine eigene Produktlinie zu machen. Nun ist es so weit: „Gädecke’s Metzgerimbiss für zu Hause“ ist ab sofort kein seltenes Nischenprodukt mehr, sondern soll in die regelmäßige Produktion gehen. Der prall gefüllte Schlauch mit hausgemachten Leckereien, die jeder gerne mag, die aber zeitaufwendig zuzubereiten sind, soll nun viel häufiger in der Auslage zu finden sein.
Sven Gädecke: „Wir haben viele Rezepte verfeinert und im Januar Chili con Carne und Königsberger Klopse in die Auslage gebracht. Kurz vor der Vollendung steht auch unser Würzfleisch mit frischen Pilzen und unsere hauseigene Bolognese-Soße mit reinem Rindfleisch. Wir denken jetzt auch über Kohlrouladen im Schlauch und über Suppen wie etwa eine Soljanka oder eine Gulaschsuppe nach. Diese Produkte kommen nach und nach in den Verkauf.“
In der Produktschmiede wird viel diskutiert. Sven Gädecke: „Man denke nur daran: Wie scharf soll ein Chili sein? Soll die Chilischote nur kurz im Hals kitzeln oder darf sie dem Kunden ein Loch in die Magenwand brennen? Da sind die Geschmäcker verschieden. Wir haben uns für eine milde Version entschieden, nachschärfen kann man ja immer noch Zuhause.“
Was zunächst ein reiner Gedanke der Nachhaltigkeit war, um keine Lebensmittel zu verschwenden, ist längst ein Selbstläufer geworden. Sven Gädecke: „Wir kochen regelmäßig im 50-Liter-Topf und verwenden absolut frische Ware aus unserem Betrieb. Die abgefüllten Schläuche werden am Ende pasteurisiert, also einmal kurz so weit erhitzt, dass alle Keime abgetötet werden. So müssen unsere Gerichte nicht sofort verbraucht werden, sondern halten sich acht Wochen lang im Kühlschrank.“
Es wird noch dauern, bis sich die Produktion eingespielt hat. Das bedeutet, dass es das Frikassee, die Königsberger Klopse und das Chili con Carne noch nicht an jedem einzelnen Tag gibt. Aber es lohnt sich, bei einem Besuch in der Fleischerei die Augen offenzuhalten. Sven Gädecke: „Wir haben viele Stammkunden, die warten immer schon auf eine neue Produktion. Letztens hat eine Kundin gleich 30 Schläuche Frikassee auf einmal mitgenommen. Da konnten wir sofort wieder neu mit dem Kochen beginnen.“ (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 241 (4/2026).
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