Der Tod trägt rosa: Antje Koch aus Brieselang ist eine Bestatterin mit modernen Ideen!
Der Tod von nahen Verwandten reißt die Zurückgebliebenen meist brutal aus ihrem Alltag. Oft stehen sie unter Schock und wissen gar nicht, was die nächsten Schritte sind, die auf dem Weg zur Beerdigung zu gehen sind. In dieser Situation sind sie auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Antje Koch (39) aus Brieselang geht als Bestatterin einen neuen und sehr modernen Weg, der bei ihren Kundinnen und Kunden sehr gut ankommt. (ANZEIGE)
Antje Koch: „Ich bin im Havelland, im Raum Potsdam und in Berlin aktiv. Ich besuche die Menschen Zuhause. Das kommt meinen Kunden sehr entgegen, weil sie hier viel entspannter sind und wir alles in Ruhe besprechen können.“
Die Brieselanger Bestatterin weiß: „Zunächst geht es um die elementaren Fragen. Soll es eine Feuerbestattung werden oder eine klassische Erdbestattung? Soll die Beerdigung auf einem Friedhof stattfinden? Viele wünschen sich für ihre Verstorbenen eine Beerdigung in einem Friedwald, auch eine Seebestattung wird angefragt. Wir bekommen auch Anfragen, ob eine Urnenbestattung auf dem eigenen Grundstück möglich sei. Das ist in Deutschland leider nicht erlaubt. Es gibt aber eine neue Beerdigungsform, da wird ein Baum in der Asche des Verstorbenen angezogen – und dieses Bäumchen darf anschließend in den eigenen Garten gepflanzt werden.“
Antje Koch sorgt dafür, dass ihre Auftraggeber keinen unnötigen Stress empfinden: „Ich finde es wichtig, dass man sich auch nach dem Todesfall noch ein, zwei Tage Zeit nehmen darf, um alles zu verarbeiten. Wir müssen nichts übereilen. Ist jemand am Montag verstorben, komme ich am Mittwoch vorbei. Man muss nicht alles sofort regeln, man kann den Tod auch erst einmal ein Stück weit verarbeiten, bevor es um die nächsten Schritte geht.“
Gerade im Fall, wenn ein Verwandter im Pflegeheim ist oder bereits im Hospiz auf den Tod wartet, lohnt sich ein Vorgespräch. Antje Koch: „Alles, was wir im Vorfeld regeln, besprechen und planen können, hilft später im Todesfall. Wobei nichts in Stein gemeißelt ist und wir alles noch einmal ändern können. Es kommen tatsächlich auch junge Leute zu mir, die schwer krank sind, und ihre Beerdigung gern selbst planen möchten. Oder Ältere mit beginnender Demenz, die ihre Beerdigung im Vorfeld regeln, solange sie noch selbst denken können.“
Antje Koch ist die Bestatterin, die individuelle Wünsche möglich macht: „Viele Hinterbliebene äußern den Wunsch, dass sie gern selbst auf der Beerdigung eine kurze Trauerrede halten möchten. Bei einem Verstorbenen, der für sein Leben gern mit Holz gearbeitet hat, haben wir bei seiner Beerdigung keine Erde zum Nachwerfen ins Grab angeboten, sondern Holzspäne. So etwas bringt eine Schönheit in den Trauerakt – und das macht uns den Abschied einfacher. Ich stelle auch fest, dass schwarze Kleidung nicht immer gewünscht wird. Im Herbst war ich auf einer Beisetzung, da sollten alle Gäste etwas Rosafarbenes tragen, weil das die Lieblingsfarbe der Verstorbenen war. Das Steife, das Staubige, das traurig Schauende wird oft nicht mehr gewünscht. Die Hinterbliebenen möchten sich an die schönen Seiten im Leben der Verstorbenen erinnern. Wenn ich eine Trauerrede halte, habe ich immer eine goldene Regel: zweimal lachen, einmal weinen. Das gefällt mir.“
Ansonsten kümmert sich Antje Koch um alles – auch um das Beantragen der Sterbeurkunde, das Kündigen der Handyverträge, um die Traueranzeige in der Zeitung und die Danksagung. (Text/Foto: CS)
Info: Antje Koch Bestattungen, Brieselang, Tel.: 033232-232685, www.antjekoch-bestattungen.de
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 241 (4/2026).
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