Ostern in Pausin: Ostergestecke mit Naturmaterialien als Unikate!
Der Frühling ist da, die Temperaturen steigen und die Sonne scheint. Da möchten die Menschen gern wieder etwas Farbe in die eigene Wohnung bringen. Vor dem Osterwochenende ist ihnen vor allem neue Oster-Deko sehr willkommen. Wer hier noch Nachholbedarf hatte, konnte am Wochenende des 14. und 15. März in der Waldschule Pausin den „Großen Ostermarkt“ besuchen.
Das trübe Wetter zwang die Veranstalter vom „Großen Ostermarkt“ in der Waldschule Pausin dazu, die Aussteller in diesem Jahr vom Hof wieder ins Innere des Gebäudes zu bitten. Zu groß war die Gefahr, dass die handgefertigte Deko im Nieselregen zerstört wird. Oder die Besucher an den Ständen frieren.
Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Am 14. und 15. März war in Pausin wieder ordentlich etwas los. Vor allem am Samstag fuhren viele Havelländer nach Paaren, um sich von 14 bis 18 Uhr an den Ständen der lokalen Aussteller passend zum Thema Ostern inspirieren zu lassen. Der Bürgerbus war auch da, um sich vorzustellen. Und ein Thermomix-Stand stellte die neueste Generation des vollautomatischen Küchenkochwunders vor.
Der „Ostermarkt“ hat bereits eine lange Tradition in der Waldschule Pausin. Auch in diesem Jahr zeigten wieder ein halbes Dutzend Aussteller ihre österlich geprägten Schätze. Dabei gab es durchaus die eine oder andere Besonderheit zu entdecken.
Silvia Swiers-Speckan vom „DrumHerum Dekoservice“ (www.drumherumdeko.de) aus Nauen hatte etwa sehr schöne und hochwertige Ostergestecke dabei, die man etwa auf dem Wohnzimmertisch platzieren kann. Sie sehen aus wie Weihnachtskränze, nur eben mit rein österlichen Motiven – und ganz vielen dekorativen Häschen. Ein echter Bonus ist natürlich, dass so ein Osterkranz in jedem Jahr aufs Neue genutzt werden kann.
Silvia Swiers-Speckan: „Tatsächlich haben die Ostergestecke in Deutschland auch schon eine sehr lange Tradition. In so einem Gesteck verwerte ich alles, was gerade im Garten wächst. Das können Obstbaumzweige, Stiefmütterchen, Tulpen, Ranunkeln oder auch Hornveilchen sein. Ich verwende auch sehr gern Naturmaterialien für meine Kränze, so etwa Moos, Rinde oder Birke. Alle meine Osterkränze sind echte Unikate, es gibt keinen Kranz zwei Mal.“
Am Stand von Petra Helfrich stand ihr Mann Rainer als „Verkaufsberater“. Das Falkenseer Paar ist im Havelland hinlänglich bekannt, macht es doch regelmäßig bei der Veranstaltungsreihe „Offene Gärten Falkensee“ mit. Hier können interessierte Gartenfreunde an fest vorgegebenen Tagen die Gärten von Menschen aus der Region besuchen, um sich inspirieren zu lassen.
Bei den Helfrichs gab es aufwendig verzierte Ostereier zu bestaunen und auch zu kaufen. Rainer Helfrich: „Das sind echte Eier. Sie werden ausgeblasen, nach sorbischer Art mit einer Wachstechnik verziert, bemalt oder auch traditionell gekratzt. Andere Eier werden von meiner Frau gefräst und weisen als Muster kleine Löcher auf. Man muss vorsichtig mit ihnen umgehen.“
Die Helfrichs hatten auch Keramik mit Ostermotiven mit dabei.
Für den unmittelbaren Farbenkick war Melanie Tittel verantwortlich. Die Floristin betreibt die „Floristerei Pausin“, hat also gleich um die Ecke ein eigenes Blumengeschäft. Sie bot auf dem „Ostermarkt“ einen farbenfrohen Blumenmix an: „Die Leute fangen vor Ostern an, ihr Haus noch einmal richtig schön zu schmücken. Die brauchen knallige Farben. Viele stellen jetzt Pflanzschalen vor die Tür und einen bunten Osterstrauß in die Vase. Viele Besucher vom Ostermarkt haben die Gelegenheit genutzt und bei mir gleich einen frisch gebundenen Strauß für Zuhause mitgenommen – etwa mit bunten Tulpen. Außerdem hatte ich noch Eierlikör von einer kleinen Manufaktur mit dabei.“
Bärbel Eitner ist die Ortsvorsteherin von Pausin. Sie wohnt fast direkt neben der Waldschule Pausin, die von ihrer Tochter geleitet wird: „Wir haben in diesem Jahr das Dorfgemeinschaftshaus auf dem Gelände mit genutzt. Dort konnten die Besucher einkehren und bei selbstgemachtem Kuchen und Kaffee eine Pause einlegen, Das wurde auch sehr gut genutzt. Es war ja nicht besonders warm, da tat eine Tasse Kaffee beim Aufwärmen sehr gut.“
Beim Kuchen schlugen die Gäste nicht nur vor Ort zu; viele ließen sich auch ein paar Stücke zum Mitnehmen für Zuhause einpacken. Die Auswahl konnte sich sehen lassen. Es gab eine Himbeersahneschnitte, eine Aprikosentorte, einen Schokokuchen, einen Apfelkuchen und eine Stachelbeerbaisertorte.
Im Garten der Waldschule war ebenfalls ordentlich etwas los. Extra für die Kinder hatte man eine Hüpfburg aufgebaut, es gab einen Eisstand und es wurden Würstchen vom Grill verkauft.
Die Waldschule Pausin weist eine echte Besonderheit auf. Im eigenen Garten steht ein antiker Holzbackofen, wie er früher regelmäßig verwendet wurde. Und er funktioniert tatsächlich noch immer. Extra für den „Großen Ostermarkt“ wurde er angefeuert und man konnte vor Ort ein noch warmes 1-Kilo-Brot aus dem Ofen kaufen.
Bärbel Eitner: „Die Nachfrage nach unserem Brot aus dem Holzbackofen ist immer enorm, weil es einfach sehr gut schmeckt. Die Brote sind immer in kürzester Zeit vergriffen.“
Wer den „Ostermarkt“ in diesem Jahr verpasst hat, sollte sich für das nächste Jahr bereits einen Vermerk machen oder auf die Ankündigungen achten – er wird immer zwei, drei Wochen vor Ostern veranstaltet. (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 241 (4/2026).
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