Neues StartUp Vimmera AI Solutions aus Falkensee: KI sicher im eigenen Unternehmen einführen!
Die Künstliche Intelligenz hat in kürzester Zeit tiefe Spuren in unserer Zivilisation hinterlassen. Die KI, die aus dem Computer kam, beeinflusst unsere Freizeit, erst recht aber unsere Arbeit. Wer sich als Unternehmen nicht frühzeitig mit dem Thema auseinandersetzt, wird vielleicht irgendwann erkennen, dass es nun zu spät ist. Michael Merscher, 16 Jahre lang Geschäftsleiter bei „Lunos Lüftungstechnik“ in Falkensee, hat das positive Potenzial der KI erkannt – und mit zwei Freunden eine neue Firma gegründet: „Vimmera AI Solutions“ hilft Unternehmen dabei, KI zur Produktivitätssteigerung in ihren Alltag zu integrieren. (ANZEIGE)
Die sozialen Medien quellen über: Unfassbar viele Fotos und Videos wurden in den letzten Monaten mit Künstlicher Intelligenz erschaffen – und gepostet. Es ist kaum noch möglich, Fantasie und Wirklichkeit voneinander zu unterscheiden.
Was im Freizeitbereich noch wie eine Spielerei wirkt, ist im geschäftlichen Umfeld schon längst existenzieller Ernst geworden. Das Sprichwort „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“ bewahrheitet sich einmal mehr. Denn Firmen, die die Vorzüge der Künstlichen Intelligenz früh für sich entdeckt haben, gewinnen schnell mehr Professionalität, mehr Produktivität, mehr Erreichbarkeit und mehr Potenzial.
Michael Merscher (44) lebt seit 15 Jahren in Falkensee. Er hat 16 Jahre lang als technischer Geschäftsleiter für die Firma „Lunos Lüftungstechnik“ gearbeitet – und schnell die Vorzüge der KI für das Unternehmen entdeckt.
Michael Merscher: „Lunos ist auf der ganzen Welt aktiv. Wir arbeiten von Deutschland aus mit Ländern, die in anderen Sprachen und aus anderen Zeitzonen heraus mit uns kommunizieren. Das sorgte immer wieder für Probleme. Wenn Neuseeland Montagmorgen um acht das Büro aufschließt und eine Frage hat, ist bei uns immer noch Sonntag. Mein Wochenende wäre nicht mehr existent und meine Nacht zum Schlafen gestrichen, würde ich mit allen Zweigstellen zu ihren Zeiten kommunizieren wollen. Wir haben bei Lunos einen Problemlöser gesucht – und am Ende eine eigene Lunos-KI entwickelt. Sie heißt Lukas für die interne Benutzung und Luisa für die Kommunikation mit den Kunden über die Homepage. Lukas und Luisa unterstützen das Unternehmen konservativ gerechnet mit der Kraft einer Vollzeitstelle. Die so gewonnene Produktivität kann an anderer Stelle sinnvoll genutzt werden.“
Die Lunos-KI wurde sozusagen mit der DNA der Firma gefüttert, mit allem essenziellen Wissen und mit der Denkweise von Michael Merscher selbst: „Am Ende hat die KI genauso gedacht wie ich und Aufgaben exakt so gelöst wie ich. Nun kann die KI meine Mails schreiben, Schulungen in vielen Sprachen durchführen, Planungen erstellen und Fragen der Mitarbeiter beantworten. Das Wissen von Lunos ist in der KI enthalten – und ich kann das Unternehmen mit ruhigem Gewissen verlassen.“
Genau das hat Michael Merscher zu Anfang März getan. Er hat die sichere und gut dotierte Anstellung aufgegeben, um zusammen mit Vincent Münze und Rasmus Abromeit das Falkenseer StartUp „Vimmera AI Solutions“ zu gründen, das bereits seit Anfang Januar existiert: „Wir drei sehen die Aufbruchstimmung und das Potenzial. Die Künstliche Intelligenz dreht die Welt gerade in kürzester Zeit auf links. Zugleich nutzen wir meiner Meinung nach vielleicht gerade einmal zwei bis fünf Prozent der KI-Möglichkeiten, die uns in Zukunft offenstehen. Wir stehen also immer noch ganz am Anfang. Trotzdem: Wer sich jetzt nicht im Unternehmen mit dem Thema beschäftigt, verliert mitunter den Anschluss und kann das später kaum noch aufholen. Wir treten mit unserem StartUp an, um Firmen dabei zu unterstützen, KI so in das Unternehmen zu integrieren, dass die Produktivität jedes einzelnen Mitarbeiters deutlich steigt. Das ist also ein Investment, das sich nach einer gewissen Anlauf- und Lernphase sehr schnell bezahlt macht.“
Wenn „Vimmera AI Solutions“ anderen Firmen dabei hilft, mit KI produktiver zu werden, so hat das StartUp immer einen Gedanken im Hinterkopf, so Michael Merscher: „Wir haben in unseren Leitlinien festgelegt, dass unsere KI niemals dafür genutzt werden soll, um gezielt Leute zu entlassen. Sie soll verwendet werden, um den einzelnen Mitarbeiter bestmöglich zu unterstützen, etwa im Kundenservice. Wenn da ein Kunde anruft und eine knifflige Frage hat, kann die KI im Hintergrund schon alle benötigten Fakten heraussuchen und sie auf dem Bildschirm anzeigen. So braucht der Mitarbeiter selbst nicht mehr lange zu suchen. Oder wenn es darum geht, eine Mail zu schreiben, dann schreibt die KI sie nicht nur von den Formulierungen her schön, sondern auch noch technisch korrekt. Ein gutes Beispiel für eine Effizienzexplosion im Unternehmen ist eine 24 Stunden lang besetzte Hotline. Da braucht man in drei Schichten drei Mitarbeiter. Eigentlich vier, wenn man noch Puffer für einen Krankheitsfall einrechnet. Eine KI kann den Support am Telefon komplett übernehmen, sodass die Mitarbeiter für andere Zwecke zur Verfügung stehen.“
Angenommen, jetzt gibt es eine Firma im Havelland, die gern wissen möchte, wie sich ihr KI-Potenzial nutzen lässt, wie geht „Vimmera“ dabei vor?
Michael Merscher: „Wir vereinbaren ein Treffen vor Ort und fragen erst einmal die Geschäftsführung: Was sind denn eure Vorstellungen, in welchen Bereichen würdet ihr KI gern einsetzen? Viele können sich noch gar nicht so recht vorstellen, was überhaupt möglich ist. Also sprechen wir mit den Mitarbeitern, um herauszufinden, welche Aufgaben immer wiederkehren und welche besonders viel Zeit kosten. Wir sprechen in diesem Zusammenhang von Prozessen – und berechnen regelrecht, wie produktiv ein solcher Prozess zur Zeit ist. Da kann es etwa darum gehen, ein Angebot für einen Kunden zu erstellen.“
Das StartUp erkennt mitunter ein ganzes Bündel an Prozessen, die sich mit der Unterstützung von KI optimieren oder sogar automatisieren lassen. Michael Merscher: „Manche Prozesse lassen sich ganz einfach mit KI verbessern, andere sind durchaus komplexer. Wir fangen in der Regel ganz behutsam an, um die Mitarbeiter nicht zu überfordern und sie stattdessen zu begeistern. Sie stellen schnell fest, dass sie plötzlich mehr Zeit für andere Dinge haben – und fragen oft schon selbst nach der nächsten KI-Umsetzung. Meist zieht das auch die Kollegen mit, sodass am Ende alle ganz begeistert sind, wie KI ihr Unternehmen optimiert und nach vorne bringt.“
„Vimmera AI Solutions“ begleitet die Unternehmen über eine längere Zeit, führt neue Prozesse ein, optimiert die KI-Lösungen und schaut darauf, dass alles funktioniert. Michael Merscher: „Eine KI ist nichts, was man kauft und dann ewig unverändert nutzt. Wie ein Mitarbeiter muss die KI immer wieder neu geschult werden.“
Die Firmenchefs freuen sich: Am Ende kann man mit einer sogenannten DEX-Analyse ganz genau beziffern, um wie viel Prozent die Produktivität einzelner Mitarbeiter dank KI gestiegen ist.
Michael Merscher: „Wir haben ein KI-Grundkonstrukt entwickelt, das quasi fertig und auch frei skalierbar ist und das man sowohl im 1-Mann-Unternehmen als auch im großen Konzern einsetzen kann. Unsere KI ist Browser-basiert und kann somit mit dem Computer, dem Tablet oder mit dem Handy genutzt werden. Wir liefern die Oberfläche und die Datenbank – und passen das für die Auftraggeber an. Dabei übernehmen wir auch das sogenannte Chunking, also das Aufsplitten des Firmenwissens in kleine Bausteine, sodass die KI damit arbeiten kann.“
Wie wird „Vimmera AI Solutions“ am Ende bezahlt? Michael Merscher: „Es gibt eine Grundgebühr, die abdeckt, dass unser System gehostet wird und dass Updates gemacht werden. Hinzu kommt eine Nutzungsgebühr, die nach Token berechnet wird, also nach der tatsächlichen Nutzung. Benutzt die Firma die KI sehr oft, bezahlt sie am Ende mehr. Da die KI aber die Produktivität der Firma so sehr erhöht, rechnet sich das deutlich.“
„Vimmera“ ist kaum am Start, aber das Interesse der Unternehmen ist bereits sehr groß. Michael Merscher: „Wir sind gerade dabei, unsere ersten Verträge auszuhandeln – vor allem in den beiden Bereichen Marketing und Vertrieb. Und wir sprechen jetzt nicht über Firmen aus dem Havelland, sondern aus ganz Europa. Es gibt große Konzerne, die gern mit uns zusammenarbeiten möchten. Dabei geht es für die Auftraggeber auch darum, dass sie gern mit einer Firma kooperieren möchten, die sich mit dem Datenschutz auskennt und auch den neuen EU-AI-Act auf dem Schirm hat, der festlegt, wie KI innerhalb der EU zu funktionieren hat. Manches, was heute möglich ist, könnte aufgrund des EU-AI-Acts vielleicht in ein paar Jahren schon verboten sein. Ein Beispiel: Eine KI darf einem Firmenchef nicht sagen, wen genau er im Unternehmen feuern soll. Und eine Medizin-KI im Krankenhaus darf ohne menschliche Beteiligung keine Diagnose stellen. Die Regierung macht sich schon Gedanken darüber, wie man KI fair, sicher und verantwortungsvoll einsetzen kann. Und genau dafür stehen wir bei Vimmera auch ein.“ (Text/Foto: CS)
Info: Vimmera AI Solutions GmbH, Löwestraße 66, 14612 Falkensee, Tel.: 03322-4298170, www.vimmera.de
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 240 (3/2026).
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