Bürgermeisterwahl in Wustermark: 61,9 Prozent der Wähler sprechen Holger Schreiber das Vertrauen aus!
Der parteilose Holger Schreiber ist bereits seit zwei Amtsperioden Bürgermeister in Wustermark. Am 22. Februar stand er zur Wiederwahl – und musste sich den beiden Herausforderern Enrico Lindhorst und Fabian Streich stellen. Doch Wustermark steht fest hinter seinem Bürgermeister: Satte 61,9 Prozent der Wahlteilnehmer entschieden sich dafür, Holger Schreiber im Amt zu bestätigen. Eine Stichwahl ist damit nicht mehr nötig.
Holger Schreiber (64) gehört keiner Partei an. Mit seiner zupackenden Art hat er es in der Vergangenheit geschafft, aus Wustermark eine prosperierende Gemeinde zu machen. Das stetig expandierende Karls Erlebnis-Dorf, das Designer Outlet Berlin und das eigentlich immer ausgebuchte GVZ Wustermark sorgen für sprudelnde Einnahmen bei der Gewerbesteuer – und erlauben es dem Ort, auch bei der Infrastruktur nachzubessern.
Am 22. Februar stand die dritte Bürgermeisterwahl für Holger Schreiber an. Über 11.000 Menschen leben in der Gemeinde, 9.070 von ihnen waren wahlberechtigt. Am Ende gaben 44,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab – entweder persönlich in einem der elf Urnenwahllokale oder per Post an eins von drei Briefwahllokalen. Knapp einhundert Freiwillige kümmerten sich nach 18 Uhr um die Auszählung.
Holger Schreiber verfolgte den Abend in der Bürgerbegegnungsstätte Elstal: „Das Wetter war richtig schlecht. Ich hatte schon Sorge, dass wir bei der Wahl das Quorum nicht erreichen.“
Das erste Ergebnis war schon um 18:10 Uhr im Internet einzusehen: Hoppenrade hatte seine wenigen Stimmen als erstes ausgezählt. Die große Erleichterung beim Bürgermeister: Zumindest in Hoppenrade lag er vorne – 62,3 Prozent der 114 gültigen Stimmen votierten für ihn.
Bei der Wahl hatte Bürgermeister Schreiber gleich zwei Herausforderer. Zuerst hatte Fabian Streich (Linke, unterstützt von Grüne und SPD) seinen Hut in den Ring geworfen, später folgte der Vorsitzende der Gemeindevertretung Enrico Lindhorst (CDU) nach.
Holger Schreiber: „Enrico Lindhorst, Fabian Streich und ich arbeiten ja in der Gemeindevertretung gut zusammen. Wir wollten deswegen auch einen respektvollen Wahlkampf durchführen und ich denke, das ist uns gelungen. Darüber bin ich sehr froh, denn wir wollen ja auch in den kommenden Jahr auskömmlich miteinander arbeiten.“
4.057 Wähler sind zur Wahlgegangen – das letzte Ergebnis wurde um 18:40 Uhr vom Briefwahllokal 3 gemeldet. Von den Wahlberechtigten stimmten 2.486 für Amtsinhaber Holger Schreiber, 875 für Fabian Streich und 652 für Enrico Lindhorst.
In Zahlen umgerechnet bedeutet das: Holger Schreiber gewinnt mit 61,9 Prozent die Wahl mehr als deutlich – eine Stichwahl ist nicht erforderlich. Fabian Streich holt sich 21,8 Prozent der Stimmen, Enrico Lindhorst bleibt bei 16,2 Prozent stehen.
Holger Schreiber zeigte sich sichtbar ergriffen ob der vielen Stimmen von seinen Wählern, die seine Politik damit deutlich bestätigen. Zusammen mit seiner Familie, Freunden und Weggefährten konnte er mit einem Glas Sekt auf seine dritte – und letzte – Amtsperiode anstoßen: „Das ist schon wirklich ein verrücktes Ergebnis. Aber eins, auf das ich sehr stolz bin. Es ist ein unfassbarer Vertrauensbeweis meiner Einwohner. Das Ergebnis zeigt, dass die Wähler die Stabilität, die Verbindlichkeit und die hohe soziale Kompetenz wertschätzen, die wir gemeinsam erreicht haben. Wir haben der Gemeinde in allen Bereichen sehr viel zugemutet, wenn es ums Bauen ging, aber ich habe immer gesagt, am Ende muss immer auch ein Mehrwert für den Bürger entstehen – in Form von Schulen, Wohnungsbau und Infrastruktur. Ich habe einen Plan – und es gut so, dass ich ihn nun noch einmal acht Jahre fortschreiben kann.“ (Text/Foto: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 240 (3/2026).
Kennen Sie schon unsere Gratis-App?
Apple – https://unserhavelland.de/appapple
Android – https://unserhavelland.de/appandroid
Anzeige




