1. Badminton Wasserturm Cup 2026 beim SV Dallgow 47: Kampf am Netz
Badminton ist ein sehr schnelles Wettkampfspiel, das nichts mit dem klassischen Ball-über-die-Schnur zu tun hat. Es gilt vielmehr darum, einen Federball so geschickt über das Netz zu bringen, dass er beim Gegner auf den Boden fällt. Der SV Dallgow 47 e.V. lebt diesen Wettbewerbsgedanken – und hat am 15. Februar zum allerersten Wasserturm-Cup eingeladen. 18 Mixed-Teams mit Spielern ab 16 Jahren folgten der Einladung – und lieferten sich spannende Matches am Netz.
Geschwindigkeit. Ein gutes Ballgefühl. Taktik. Und keine Skrupel davor, Fehler des Gegners sofort zu bestrafen, indem der Federball mit einem knallenden Schmetterball genau dort im Feld versenkt wird, wo gerade keiner steht. Das braucht man, um beim Badminton zu bestehen.
Sechs Mal hat der SV Dallgow 47 e.V. (www.sv-dallgow.de) ein Badminton-Turnier zusammen mit „Unser Havelland“ auf die Beine gestellt. Zuletzt war aber klar: In diesem Jahr 2026 wird es keine Neuauflage des Zeitungsturniers geben. Olaf Clemens vom SV Dallgow: „Wir Badminton-Spieler vom Verein waren zu Besuch in Köpenick und haben beim Köpi-Cup mitgemacht. Das hat uns so gut gefallen, dass wir auf die Idee gekommen sind, dann eben in Eigenregie ein Badminton-Turnier zu veranstalten. So ist der 1. Wasserturm Cup entstanden, der am 15. Februar durchgeführt wurde. Unsere Vorgabe war, dass alle Spieler wenigstens 16 Jahre alt sein sollten. Und wir wollten ein Freizeitturnier sein, haben also gesagt, dass Ligaspieler bitte nicht mitspielen sollen. Um es ausgeglichen zu halten, haben wir beim ersten Turnier gesagt, dass sich nur Mixed-Teams mit einem Mann und einer Frau beim Turnier anmelden können. Wir waren begeistert: 18 Teams standen am 15. Februar um 11 Uhr morgens in der Sporthalle der Grundschule am Wasserturm, um beim Turnier mitzumachen.“
Die Teams kamen zum Teil aus der eigenen Badminton-Abteilung vom SV Dallgow (badminton@sv-dallgow.de), stammten aber auch aus anderen Vereinen – etwa aus Spandau. Es waren aber auch Freizeitspieler dabei, die nicht in einem Verein trainieren, sondern vielleicht nur regelmäßig mit Freunden spielen.
Für die Teilnahme am Turnier wurden pro Person 15 Euro fällig. Enthalten im Preis war aber nicht nur die Turnierteilnahme, sondern auch ein gewaltiges Buffet mit Kuchen, Nudelsalat, Obst, Bulettchen, Quiche und Getränken aller Art. Da das Turnier mehrere Stunden dauerte, konnten sich die Spieler so bestens versorgen, um verbrauchte Kalorien wieder aufzufüllen.
Nach einer gemeinsamen Erwärmung ging es los. Das Turnier folgte dem Schweizer System, das in mehreren Spielrunden die Spielerpaare je nach Ergebnis gezielt mit ähnlich starken Spielern zusammenführt. Olaf Clemens: „Beim Schweizer System gibt es keine Gruppenphase und keine K.O.-Runde. Alle Teams hatten fünf Spiele, anschließend stand der Sieger fest. Wir haben eine Webseite zur Verfügung gestellt, in die man sich über einen QR-Code einwählen konnte. Hier stand immer schwarz auf weiß, wer wann wo spielt – und wie gerade das aktuelle Ranking aussieht. Bei jeder Begegnung auf dem Spielfeld ging es darum, zwei Sätze zu gewinnen, sodass maximal drei Spiele anstanden. Gespielt wurde bis 21 Punkte. Man brauchte zwei Punkte Abstand, um zu gewinnen. Spätestens bei 25 Punkten war Ende.“
Das Spielniveau war sehr hoch, es gab wirklich starke Spiele zu beobachten. Gespielt wurde mit einem gelben Plastikfederball mit der Geschwindigkeit „blau“. Schiedsrichter gab es an den fünf Spielfeldern keine. Die Spieler zählten also ihre Punkte selbst. Sie füllten am Ende einen Ergebniszettel aus, der bei der Turnierleitung abgegeben wurde.
Wer gerade nicht auf dem Spielfeld den Schläger schwingen musste, konnte bei einer Tombola mitmachen und Lose kaufen. Tolle Preise von verschiedenen Sponsoren warteten auf die glücklichen Gewinner, die keine Niete gezogen hatten.
Olaf Clemens zeigte sich nach dem Turnier begeistert: „Die Energie in der Halle war der Wahnsinn! Es wurde um jeden Punkt gekämpft und wir haben großartige Spiele gesehen!“
Auch Julian Werth fasste am nächsten Tag zusammen: „Mehr als überwältigt sind wir gestern aus dem Turnier gegangen – es gab tolle Teams, eine super Stimmung und vor allem spannende Spiele.“
Julian Werth und Sophie Pape holten sich gegen 17 Uhr mit fünf klaren Siegen den ersten Platz in der Wertung. Kai Schweda und Shirley Titze bekamen den Pokal für Platz 2 – bei vier gewonnenen Spielen. Simon Hölscher und Anne Menzel wurden Dritter – ebenfalls mit vier gewonnen Spielen. „Unser Havelland“ war zwar nicht mehr als Ausrichter mit dabei: Carsten Scheibe und Elena Titova holten aber als Zeitungsteam bei drei gewonnenen Spielen einen soliden Platz 9 genau im Mittelfeld.
Olaf Clemens: „Wir werden das Turnier auch im nächsten Jahr anbieten. Ob wir wieder im Mixed-Modus antreten oder vielleicht auch ein Herren-Doppel oder ein Kinder-Turnier mit ansetzen, das überlegen wir uns noch. Wir könnten uns auch vorstellen, das Turnier in zwei Leistungsklassen durchzuführen.“ (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 240 (3/2026).
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