So gesehen natürlich lustig: Horst Evers erzählt in der ausverkauften Falkenseer Stadthalle!
Der bekannte Buchautor und Bühnenerzähler Horst Evers war am 13. Februar mit seinem Programm „So gesehen natürlich lustig“ in der Falkenseer Stadthalle zu sehen. Über zwei Stunden lang gestikulierte und erzählte er sich mit feinem Witz durch seine skurrilen und sehr amüsanten Alltagsbeobachtungen, die sich auch in seinen zahlreichen Büchern wiederfinden lassen. Über zwei Stunden lang konnte sich die ausverkaufte Stadthalle über den Humor von Horst Evers amüsieren; anschließend gab der Meister auch noch Autogramme im Foyer.
Manche Dinge brauchst du gar nicht zu erfinden. Es reicht, einfach die eigenen Augen im Alltag weit aufzusperren, das in seinen einzelnen Facetten mehr als schräge Leben zu beobachten, daraus eigene Schlüsse zu ziehen, um diese wahren Geschichten dann mit dem nötigen Humor weiterzuerzählen.
Horst Evers (www.horst-evers.de) hat mit diesen Alltagsbeobachtungen viele Bücher gefüllt, die sich zum Nachschmökern und Lachen in jeder Buchhandlung kaufen lassen. Noch mehr Spaß macht es aber, den 1967 in Diepholz geborenen und jetzt in Berlin lebenden Geschichtenerzähler auf der Bühne zu sehen. Da explodiert der Autor regelrecht, gestikuliert wild, rollt mit den Augen, amüsiert sich selbst am meisten über seine Scherze und freut sich, wenn eine lange vorbereitete Pointe tatsächlich so zündet, dass der ganze Saal vor Lachen vibriert.
Für Horst Evers ist die Stadthalle in Falkensee kein Neuland. Der Mann, der bereits „in jedem Ort aufgetreten ist, den es in Deutschland gibt“, war kurz nach dem Ende der Corona-Maßnahmen zum ersten Mal in Falkensee: Ein für ihn ganz besonderer Auftritt direkt nach der langen Pause, in der Bühnenauftritte nicht möglich waren. Nun kam Horst Evers am 13. Februar zum zweiten Mal nach Falkensee – und wieder war es eine besondere Anreise. Was dieses Mal allerdings am Schienenersatzverkehr lag: „Ich fahre selbst dann noch gern mit der Bahn, wenn sie nur noch Bus ist. Der Schienenersatzverkehr begleitet mich durch das Jahr. Ich habe das Gefühl, die bei der Bahn lesen meinen Tourenplan.“ Immerhin konnte Horst Evers so auch noch Dallgow-Döberitz kennenlernen.
Die Halle in Falkensee war bis auf den letzten Platz ausgebucht, die Evers-Fans kamen zum Teil aus Berlin und Potsdam angereist. Sie lauschten über zwei Stunden lang den Geschichten, die „der Horst“ da auf der Bühne entfesselte. Vom Katzentisch in einem Brandenburger Restaurant direkt am Wasser – da, wo es die Mücken nicht so weit haben wie zu den anderen Tischen. Vom Besuch in der Dampfsauna, wo sich das Antlitz eines Engels auf den nackten Hinterbacken eines älteren Mitsaunierers zeigt. Über einen seltsamen Knilch im Supermarkt, der Dosen an sein Ohr hält und schüttelt. Und natürlich über Horst selbst, wie er als junger Mann Fußball spielt und schnell dafür sorgt, dass alle Mitglieder seiner Mannschaft sich einig werden, „niemals den Ball zum Horst zu passen“.
Manche Geschichten sind so alltäglich, dass man sich in ihnen sofort wiedererkennt. Horst Evers: „Ich habe ein Talent für Faulheit“. Also beschließt er, den kompletten Frühstückstisch auf dem Balkon „mit nur einmal gehen“ abzuräumen – und jongliert ein enorm aufgestapeltes Tablett in die Küche, wobei die Nase gerade noch so das Mandelmilchtetrapack vom Abrutschen abhält: „Und dann kommt direkt an der Balkontür eine Unwucht in den Horst.“
Wenn sich Horst Evers aus der Gegenwart rausdöst, den tieferen Sinn von Baustellen ergründet oder über seine neue Hausärztin sinniert, braucht es keine Bühneneffekte, sondern nur ein aufmerksames Ohr und viel Fantasie im Kopf, um Spaß zu haben. In diesem Sinne: Komm bald wieder, lieber Horst. (Text/Foto: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 240 (3/2026).
Hier geht es zu unserem Interview mit Horst Evers.
Hier geht es zu unserem Artikel über Evers erste Show in Falkensee.
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