Jeden Mittwoch: Seniorenverein Falkenrehde e.V. feiert 20-jähriges Bestehen!
Im Februar 2006 wurde der Seniorenverein Falkenrehde e.V. gegründet. Dr. Thea Hoedt ist von Anfang an dabei – und bereitet nun eine Jubiläumsrückschau für den 4. Februar vor. Die drei Dutzend Mitglieder aus dem Ketziner Ortsteil Falkenrehde dürfen sich freuen: Mit großer Beharrlichkeit wird ihnen seit 20 Jahren immer am Mittwoch ab 15 Uhr ein abwechslungsreiches Programm geboten. Das wirkt auch der Einsamkeit entgegen – gerade im ländlichen Bereich.
Auf dem Land zu leben, das ist schön. Der Lärm der Großstadt fehlt, der Blick schweift auf Wiesen und Felder, und in der Nachbarschaft kennt man sich beim Namen. Gerade im Alter sorgt die ländliche Umgebung aber auch schnell für Einsamkeit – die zunehmend fehlende Mobiliät sorgt dafür, dass weite Wege nicht mehr möglich sind. So lassen sich immer weniger Angebote wahrnehmen, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Im Februar 2006 wurde der Seniorenverein Falkenrehde e.V. gegründet, um das zu ändern. Seit 20 Jahren findet an jedem Mittwoch immer um 15 Uhr eine Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Falkenrehde statt. Dr. Thea Hoedt (86) ist die Vereinsvorsitzende: „Am Mittwoch spielen wir zusammen Rommé oder Mensch Ärgere Dich nicht. Wir schauen einen alten Film, laden zur Bingo-Runde, üben uns im Gedächtnistraining oder planen etwas ganz Besonderes. Unseren Seniorenfasching, das Spargelessen, eine Fahrt ins Blaue, unsere Dampferfahrt, den Grillnachmittag oder unseren Osterspaziergang mit Ostereisuche dürfen wir gar nicht mehr vom Programm nehmen, das wünschen sich alle unsere Vereinsmitglieder Jahr für Jahr immer wieder neu. 25 bis 30 Personen sind jeden Mittwoch dabei, am meisten Vereinsmitglieder lassen sich auf der Weihnachtsfeier blicken.“
Der Verein ist stolz darauf, laut eigener Kenntnis der einzige kleine eigenständige Seniorenverein im Havelland zu sein. Dr. Thea Hoedt: „Der Verein hat den Vorteil, dass er uns dazu bringt, sehr strukturiert zu arbeiten. Tatsächlich werden wir sogar vom Amtsgericht angeschrieben, sobald wir es einmal versäumen, pünktlich zu einer neuen Vorstandswahl zu laden.“
36 Mitglieder gibt es im Seniorenverein. Dr. Thea Hoedt (Hoedt-Falkenrehde@t-online.de): „Unser ältestes Mitglied ist 95 Jahre alt. Fünf von uns haben bereits die 90 erreicht. Tatsächlich ist das ein Problem: Wir würden uns gern verjüngen und neue Mitglieder aufnehmen. Leider haben die Jungsenioren oft noch ganz andere Interessen. Wir sind als Verein im Bereich Falkenrehde aktiv. Einige Mitglieder stammen aus Falkenrehde, wohnen aber inzwischen in den Nachbarorten. Da einige von uns nicht mehr mobil sind, achten wir aufeinander. Wir holen diese Mitglieder dann für das Mittwoch-Event mit dem Auto ab. Und wir erkundigen uns auch, wenn einer von uns für längere Zeit nichts von sich hören lässt. Da sind wir wie eine Familie. Wir haben auch noch das Glück, dass ein paar Männer mit im Verein aktiv sind.“
Mit dem Alter schwindet die Rüstigkeit. Früher ging der Osterspaziergang immer bis zum Gutshof, das geht inzwischen nicht mehr. Dr. Thea Hoedt: „Dafür sind viele zu alt. Aber im Herbst fahren wir alle immer gern zum Hofladen Lienert in Buchow-Karpzow. Da können wir Äpfel pflücken, Kaffee trinken und Kuchen essen.“
Und wenn die Falkenrehder Senioren eins können, dann feiern. So bereiten sie Geburtstage und Jubiläen gemeinsam vor und gestalten den Jubilaren einen schönen Nachmittag, an dem oft auch die Angehörigen teilnehmen. Dabei wird auch immer sehr viel gesungen. (Text/Foto: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 239 (2/2026).
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