100. Internationale Grüne Woche: Havellandtag & Messerundgang
Wenn sich auf der Berliner Grünen Woche die ganze Welt mit ihren Köstlichkeiten präsentiert, darf auch das Havelland nicht fehlen. Damit die Produkte aus der heimischen Region ausreichend gewürdigt werden, stand am 23. Januar der alljährlich begangene Havellandtag an. Landrat Roger Lewandowski und weitere Prominenz aus Brandenburg hatten sich angekündigt, um das Angebot der Region bei einem gemeinsamen Rundgang in Augenschein zu nehmen.
Wovon ist eigentlich die Rede, wenn auf der Grünen Woche der Havellandtag ausgerufen wird? In diesem speziellen Fall ist nämlich ausnahmsweise nicht allein der Landkreis Havelland gemeint, sondern stattdessen die gesamte Region an der schönen Havel, zu der so etwa auch noch der Landkreis Potsdam-Mittelmark gehört. Der Tourismusverband Havelland e.V. lud dieser geografischen Einstufung folgend am 23. Januar zum Havellandtag ein – und zu einem bereits traditionellen, gemeinsamen Rundgang durch die Halle 21a.
Zusammen mit den verschiedenen Hoheiten des Landkreises (u.a. Erntekönig Alexander Vujanov der Erste) flanierten aus dem Landkreis Havelland Landrat Roger Lewandowski, der Beigeordnete Michael Koch, Falkensees Bürgermeister Heiko Richter und Friesacks Amtsdirektor Ralf Haase von Stand zu Stand, um sich zu informieren. Für den Landkreis Potsdam-Mittelmark war der Erste Beigeordnete Dr. Steven Koch mit dabei.
Am Stand vom BioBackHaus (www.das-biobackhaus.de) mit Sitz in Wustermark ließ sich so etwa das neue Bierbrot verkosten, das im Schulterschluss mit dem Forsthaus Templin entsteht. Janett Vogel: „Unser Bierbrot haben wir zusammen mit der Braumanufaktur extra für die Grüne Woche entwickelt. Das ist ein Dinkel-Roggenbrot, das die Würze aus einem Ur-Dunkelbier nutzt. Das hat eine malzige Note. Das Brot ist so intensiv im Geschmack, da reicht etwas Butter aus, und schon schmeckt das. Das Brot ist bereits in unseren Filialen erhältlich und das Feedback der Kunden ist sehr gut. Auf der Grünen Woche war es unser Bestseller.“
Roger Lewandowski zeigte sich nach dem Rundgang beeindruckt: „Ich bin jedes Mal wieder von der Schönheit und Vielfalt unserer Region begeistert. Das Havelland bietet nicht nur hervorragende kulinarische Genüsse, sondern auch viele touristische Höhepunkte für alle Altersgruppen und Geschmäcker.“
Zu den Ausstellern in der Halle 21a gehörten auch die Havelländer Landfrauen (www.landfrauen-hvl.de). Stefanie Peters ist die erste Vorsitzende im Verein, den es bereits seit 30 Jahren gibt: „Wir haben uns in diesem Jahr auf die Kartoffel konzentriert, um sie den Besuchern der Grünen Woche näherzubringen. Die Kartoffel ist ein wichtiges landwirtschaftliches Produkt in Deutschland, viele kennen sie aber nur in ihrer verarbeiteten Form. Aus diesem Grund haben wir lebendige Kartoffelpflanzen mitgebracht, damit man einmal sehen kann, wie sie überhaupt aussehen. Für die Standbesucher haben wir auch ein kleines Quiz vorbereitet. Außerdem gab es Infomaterial und Rezepte.“
Am Ende des Rundgangs an den Ständen der Reiseregion Havelland vorbei zeigte sich, dass es viele bereits bekannte Hersteller, aber kaum neue Produkte zu bestaunen gab. Landrat Roger Lewandowski sah darin einen Vorteil: „Es zeigt sich hier, dass diese Produkte am Markt etabliert sind und sich mit ihrer Qualität durchgesetzt haben. Ich persönlich kaufe gern Brot und Brötchen bei unserem BioBackHaus in Falkensee und bin auch ein Nutzer vom Vanillezucker von Havelicious.“
James Phillips von Havelicious (www.havelicious.de) war tatsächlich ebenfalls mit einem Stand vertreten: „Wir sind ein kleines Startup, uns gibt es jetzt im dritten Jahr. Wir beziehen Vanille-Schoten in Bio-Qualität von einem kleinen Bauernverband in Madagaskar. Wir veredeln die Vanille in Falkensee und bieten sie dann ohne künstliche Zusätze oder Geschmacksverstärker als reine Vanille-Schote, in Form von Vanillezucker oder als Extrakt an.“
Auch in den anderen Hallen war viel Havelland zu entdecken. In der Tierhalle waren etwa die Esel-Freunde aus Paaren im Glien (www.esel-freunde.de) anzutreffen. Und in der Streetfood-Halle bot Thomas Poppe von „Spice Catering“ (www.spice-catering.de) aus Buchow-Karpzow seine berühmte schwedische Tunnbrödsrulle als „Hotdog-Wrap“ an.
Thomas Poppe: „Inzwischen haben wir ein weiteres schwedisches Highlight im Angebot, nämlich unser Nationalgericht, Köttbullar. Da präsentieren wir am Foodtruck eine schöne Bowl mit den Meatballs, mit einem Kartoffelstampf, mit einer Sahnesoße, mit Preiselbeeren und mit ein bisschen Gurke. Die Köttbullar verkaufen wir in einem eigenen Foodtruck. Mit dem werden wir das Jahr über wieder auf vielen Stadtfesten und Festivals zu sehen sein.“
Wer im Frühling, im Sommer und im Herbst gern das Havelland weiter für sich entdecken möchte, ist herzlich dazu eingeladen, eigene Exkursionen und Ausflüge zu unternehmen. Matthias Kühn als Geschäftsführer vom Tourismusverband Havelland e.V. mit Sitz in Ribbeck nutzte den Havelland-Tag auf der Grünen Woche auch gleich, um den neu gedruckten Katalog „Reisezeit“ (www.visithavelland.de) zu präsentieren: „Auf 92 Seiten zeigen wir hier, was die Reiseregion Havelland ausmacht und stellen Sehenswürdigkeiten und kulturelle Highlights vor.“ (Text/Fotos: CS)
Messerundgang
Die Grüne Woche 2026 in den Messehallen unter dem Berliner Funkturm ist die weltweit bedeutendste Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Sie fand in diesem Jahr vom 16. bis 25. Januar 2026 statt.
Dabei feierte die Veranstaltung ihr 100-jähriges Jubiläum – ein Jahrhundert, in dem sich die Grüne Woche von einer regionalen Agrarschau zur internationalen Plattform entwickelt hat. Über 1.400 Aussteller aus rund 60 Ländern präsentierten auf über 100.000 Quadratmetern eine riesige Vielfalt an Lebensmitteln, landwirtschaftlichen Produkten und Innovationen.
Die Messe richtete sich sowohl an Fachbesucher als auch an Verbraucher und lud zu einer kulinarischen Weltreise ein. In diesem Jubiläumsjahr konnten 350.000 Gäste begrüßt werden – auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz waren persönlich mit vor Ort.
In der Markthalle drehte sich alles um den Genuss: exotische Spezialitäten und regionale Klassiker konnten entdeckt werden. Die Blumenhalle zeigte prachtvolle Blumendekorationen, Gartenideen und grüne Oasen. Besonders beliebt war wieder die Tierhalle, in der lebendige Rinder, Schafe und andere Nutztiere zu sehen waren. In der Themenwelt „grünerleben“ standen Nachhaltigkeit, Naturschutz und neue Konzepte für Umwelt und Klima im Mittelpunkt. Die Hallen zum Thema „Deutsche Regionen“ präsentierte die kulinarische und kulturelle Vielfalt aus allen Teilen Deutschlands. Im World-Tour-Bereich begegneten Besucher internationalen Esskulturen und globalen Trends. Für junge Menschen gab es den „Young Generation Hub“ mit Infos zu Ausbildung, Berufen und Zukunftsthemen.
Besonders spannend war es einmal mehr, hier und dort anzuhalten, um etwas zu probieren – Datteln aus Marokko, belgische Pommes, Käse aus den Niederlanden, englischen Fudge, Elch-Burger aus Schweden, Pastel de Nata aus Portugal, Pieroggen aus Polen oder Wein aus Georgien. (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 239 (2/2026).
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