Ein Tag im Leben von Hexenhaus-Chef Edmund Becker!
Seit 2009 führt Edmund Becker alias „Edmond“ das Falkenseer Hexenhaus. In der historisch-einzigartigen Kulisse serviert er eine deutsch-französische Fusionsküche, die einzigartig ist. Ohne Black-Angus-Braten oder Ravielli in Morchelsoße auf dem Teller geht kaum ein Gast nach Hause. Doch wie gliedert sich Edmund Beckers Tag?
7:30 Uhr: „Ich stehe auf. Es gibt ein kleines, gemütliches Frühstück. Ich habe aber bereits die ersten Hummeln im Hintern. Auch wenn es komisch klingt nach all den Jahren: Ich kann es kaum er warten, in der Küche zu stehen.“
8:30 Uhr: „Ich komme im Hexenhaus an, es ist kein weiter Weg, ich wohne ja gleich um die Ecke. Als erstes schaue ich immer in unser Reservierungsbuch hinein, um zu schauen, was für den Tag ansteht und wie viele Gäste wir wann erwarten.“
9:00 Uhr: „Tatsächlich mache ich jeden Tag zunächst einen Rundgang durch das Haus und schaue, ob alles in Ordnung ist. Ob die Heizung funktioniert, ob die Toiletten sauber sind. Erst, wenn das ganze Haus gecheckt ist, geht es in die Küche.“
9:30 Uhr: „In der Küche geht mein erster Blick auf die Soßen. Die haben wir schon am Tag vorher angesetzt, sie köcheln auf ganz niedriger Flamme über Nacht. Das gilt nicht für die Cremesoßen, die bereiten wir ganz frisch zu, aber es geht um die Grundsoßen mit Beef, Huhn oder Lamm, die ziehen lange, damit sie Geschmack bekommen.“
11 Uhr: „Seit dem 1. Oktober 2025 öffnen wir ab Mittwoch bereits um 12 Uhr, da gibt es bis 15 Uhr unser Angebot ‚Baba Yaga bittet zu Tisch‘ für 19,80 Euro. Auf die Gäste wartet da ein fest vorgegebenes Lunch-Menü mit einem Hauptgericht und wahlweise einer Vorspeise oder einem Dessert. Da kommen die Service-Kräfte um 11 Uhr und bereiten ihren Bereich vor. Kurz nach elf Uhr kommt auch unser Koch. Das ist entweder der Louis oder mein Söhnchen. Die übernehmen in der Küche und ich kann mich dort für zwei, drei Stunden ausklinken.“
12 Uhr: „Jetzt habe ich Zeit für dieses und jenes. Da geht es nun etwa darum, die Bestellungen bei den Lieferanten für den Food- und Non-Food-Bereich durchzugeben. Wir haben nur wenige Lieferanten, die uns aber alles bringen, was wir zum Kochen benötigen. In dieser Zeit erledige ich auch den Papierkram, bezahle Rechnungen, gestalte Flyer oder beantworte E-Mails.“
16 Uhr: „Jetzt geht es für mich wieder in der Küche weiter. Wir müssen unser Kartoffelpüree ansetzen, Gemüse schnipseln oder andere Dinge erledigen, die fürs Abendgeschäft wichtig sind. Wir hacken Kräuter, setzen Dressings an, putzen den Salat oder backen unser Sylter Brot auf. Um 16 Uhr beginnt unsere Abendküche mit dem à-la-carte-Geschäft.“
17:30 Uhr: „Ich habe die Beobachtung gemacht, dass unsere Gäste gern sehr früh essen. Die meisten kommen zwischen 17:30 und 18 Uhr zu uns. Da begrüßen wir oft fünf, sechs Tische auf einmal – und in der Küche geht es jetzt rund, da haben wir ordentlich etwas zu tun.“
20 Uhr: „In der Regel wird es jetzt bereits ruhiger im Hexenhaus. Die Stoßzeit ist vorbei und es kann passieren, dass wir den Abend jetzt schon ausklingen lassen.“
20:30 Uhr: „Das ist so die Zeit, in der ich mich am Abend aus dem Hexenhaus verabschiede, meist ganz still und leise. Ist im Hexenhaus noch etwas los, kümmert sich die Crew weiter um die Gäste. Ich fahre nach Hause. Meine Frau Anna hat dann meist schon gekocht und wir verbringen den Abend zusammen.“
23 Uhr: „Schlafenszeit. Morgen beginnt ein neuer Tag. Ich freue mich schon darauf.“ (Text/Foto: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 239 (2/2026).
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