Leela Missfelder (19) gewinnt im Januar 2026: Kulturstiftung Havelland verleiht den Kulturpreis 2025!
Am 27. Januar wurde bereits zum fünften Mal der Kulturpreis der Kulturstiftung Havelland verliehen – dieses Mal im Bereich der Musik. 32 Kulturschaffende aus dem ganzen Landkreis zählten zu den Nominierten, die sich Hoffnung auf den mit 3.000 Euro dotierten Preis machen durften. Die Spannung war im großen Festsaal auf Schloss Ribbeck auf jeden Fall mit Händen zu greifen. Gewonnen hat am Ende die 19-jährige Sängerin Leela Missfelder aus Rathenow.
Ganz egal, ob Live-Musik, Malerei, Theater, Poetry-Slam, Gedichte, große Romane, Veranstaltungen, Performances oder Konzerte: Unsere Kultur in all ihren Spielarten macht das Leben erst schön und sorgt für den bunten Zuckerguss im oft viel zu grauen Alltag.
Die Kulturstiftung Havelland (www.kulturstiftung-havelland.de) wurde extra im November 2011 gegründet, um den Kreativen im ganzen Landkreis Mut zu machen und ihnen finanziell ein klein wenig unter die Arme zu greifen. In den eigenen Statuten heißt es dazu: „Die Kulturstiftung Havelland verleiht jährlich einen Kulturpreis, um kulturelles und künstlerisches Engagement im Gebiet des Landkreises Havelland zu würdigen und zu fördern.“
Bruno Kämmerling erklärt es als Referatsleiter und als „Gesicht“ der Stiftung etwas empathischer: „Unser Kulturpreis sucht und findet jedes Jahr Persönlichkeiten, deren musikalische oder bildnerisch gestaltende Meisterschaft untrennbar verwoben ist mit ihrem Bezug zu unserer Region und ihrem sozialen Engagement. Er ehrt damit Künstlerinnen und Künstler, die mit ihrem Talent und ihrem Herzen unsere Gesellschaft bereichern.“
So ganz gelungen ist das mit der alljährlichen Auslobung des mit 3.000 Euro dotierten Preises noch nicht. 2018 teilten sich die „Kulturversorgerinnen“ Gabriele Konsor und Birte Hoffmann den Preis mit der Grünefelder Rockband „Sugar Beats“. 2019 ging die Auszeichnung an das Künstlerpaar Annette und Gerhard Göschel. 2021/22 bekam das „Jugendblasorchester Havelland“ unter Leitung von Christoph Lipke den Preis. Zum vierten Mal wurde er dann erst wieder 2024 verliehen – im Bereich der Bildenden Kunst und zwar an Ulrike Hogrebe.
Anfang 2026 war es Zeit für die fünfte Neuauslobung, die noch für 2025 gelten soll. Dieses Mal stand als Thema wieder die Musik im Raum. 32 Kulturschaffende waren im Vorfeld nominiert worden. Und so fanden sich am 27. Januar über 120 mitfiebernde Gäste größtenteils in Abendgarderobe im großen Festsaal auf Schloss Ribbeck ein, um bei der Verkündung des Gewinners mit dabei zu sein.
Zu den möglichen Preisträgern des Abends zählten das „Kunsthaus Strodehne“, der Sänger Marcus Gartschock, Marian Sebastian Lux von der „Havelsinfonie“, der Sänger Martin März, die Nachwuchs-Cellistin Sol Viveros Barbudo, der Komponist Niels Fölster, die Rathenower Band „Mehrweg“ und die „Rathenower Blasmusikanten“. Auch die „Rumpelkapelle Nennhausen“, das „Schalmeienorchester Rathenower Optis“, das „Streichorchester Saitenschwung“ und „Toni’s Frauenchor“ aus Nauen waren nominiert.
Wer den Preis der Kulturstiftung gewinnt, darüber befindet am Ende stets eine Jury. Zu der gehörten in diesem Jahr Tillmann Stenger (Vorsitzender im Verband der Musik- und Kunstschulen Brandenburgs), Britta Mau (Leiterin des Kulturzentrums Rathenow), Barbara Richstein (Vorsitzende des Kreistages Havelland), Dr. Bettina Götze (Vertreterin des Stiftungsrates der Kulturstiftung Havelland) und Christian Kneisel (ehemals Intendant des Brandenburger Theaters und früherer Leiter der Abteilung Musik an der Akademie der Künste in Berlin).
Bruno Kämmerling verriet: „Nach zwei Stunden Beratungsdauer war die Entscheidung der Jury gefallen. Um eins vorweg zu nehmen: Der diesjährige Preisträger trägt einmal mehr das große Wohlwollen und den Zuspruch jedes einzelnen Jurymitglieds.“
Ausgezeichnet mit dem Kulturpreis 2025 wurde die aus Rathenow stammende 19-jährige Sängerin Leela Missfelder. Sie war umso überraschter, stand sie doch vor der Verkündung schon einmal auf der Bühne im Festsaal, um zur Einstimmung des Publikums einen selbst geschrieben Song zu performen: „Ich wusste im Vorfeld nicht, dass ich gewinnen würde – und hatte es auch nicht erwartet. Ich bin noch so jung. Es waren so viele andere Musiker nominiert, die bereits seit Jahrzehnten Musik machen. Die hätten den Preis natürlich auch alle verdient.“
Leela Missfelder ist noch eine sehr junge Preisträgerin. Allerdings auch eine mit einem großen Zug auf die Bühne und mit sehr viel Potenzial. So wurde sie bereits 2018 Deutsche Meisterin der „Beginners“ im Hip-Hop, gewann 2019 im bundesweiten Talentwettbewerb „Jugend musiziert“ – und zwar im Regionalentscheid in der Kategorie „Gesang Pop“ – und holte sich beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ im Jahr 2024 außerdem den ersten Platz in der Kategorie Musical.
Leela tanzt und singt. Seitdem sie acht Jahre alt ist, ist sie in der Musical-Gruppe der Musik- und Kunstschule Havelland mit dabei. Ihre Tanzlehrerin Marie-Jo Friske hatte früh ihr Talent erkannt und sie unter Ihre Fittiche genommen, obwohl eigentlich erst Kinder ab 12 Jahren aufgenommen werden.
Bruno Kämmerling: „Leela, was Du mit Deiner Stimme vollbringst, ist weit mehr als nahezu perfekte Technik. Es ist die Fähigkeit, dass jeder einzelne Ton nicht nur korrekt, sondern auch wahrhaftig und mit einer eigenen emotionalen Farbe erklingt.“
Die Jury sieht in Leela Missfelder nicht nur viel Potenzial für die Zukunft. Ihr gefiel auch das soziale Engagement der Preisträgerin. Bruno Kämmerling: „Seit vielen Jahren ist Leela auch fester Bestandteil der Rathenower ‚Frühlingsgalerie‘, wo sie – manchmal auch eisigem Wetter trotzend – eine Outdoor- Modenschau ortsansässiger Einzelhändler musikalisch mit Livemusik umrahmt.“
Für Leela Missfelder steht die Musik nun auch beruflich auf der Agenda: „Ich bewerbe mich jetzt für den Lehrgang Musical an der UDK in Berlin, aber auch in Essen und in Osnabrück. Da stehen nun Auditions mit mehreren Runden an.“
Zusammen mit Niels Fölster von der Musik- und Kunstschulen Brandenburg hat Leela Missfelder inzwischen auch eine Mini-CD mit eigenen Songs produziert: „Ich mache ja schon jahrelang Musik mit ihm und er hat mich sehr unterstützt. Die Lieder werden in Kürze auf Spotify und Apple Music veröffentlicht.“
Auf der Veranstaltung trat zur Unterhaltung der Gäste auch die Tanzgruppe All Inc’s aus Rathenow auf. Den eigentlichen Kulturteil bestritt in diesem Jahr Caroline Eyck aus der Lausitz. Sie spielte selbst komponierte Songs am einzigartigen Theremin-Instrument. (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 240 (3/2026).
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