Karls wächst: Jens Grothe ist ab sofort der „Bauchef“ bei Karls in Elstal!
Bei Karls heißt der neue Baumeister ab sofort nicht Bob, sondern Jens. Jens Grothe, bis Ende des letzten Jahres noch als Bauamtsleiter in Falkensee tätig, hat im Januar den Arbeitgeber gewechselt und verantwortet ab sofort den gesamten weiteren Ausbau auf dem Karls-Gelände bei Elstal – als Gesamtprojektleiter der sogenannten „Karls Welt“. Zurzeit kümmert er sich noch um den Straßenbau vor Ort, bald geht es aber los mit dem Bau des Bibi & Tina Freizeitparks, der bereits kommendes Jahr eröffnet werden soll.
Jens Grothe (50) hat einen neuen Job. Eben hat er noch das Bauamt der Stadt Falkensee verantwortet, nun hat er die Seiten gewechselt und kümmert sich ab sofort für Karls um den Ausbau des Standorts Elstal.
Jens Grothe stammt aus der Nähe der Stadt Halle an der Saale, lebt aber nach einer Zwischenstation in Berlin bereits seit 2004 in Falkensee. Von 2018 bis Ende 2025 hat er hier als Bauamtsleiter viele bekannte Bauten mit verantwortet, darunter das Hallenbad, den Hort in der Holbeinstraße, die Kreisverkehre im Zentrum und die Sporthalle am Vicco-von-Bülow-Gymnasium. Jens Grothe: „Dazu gehören auch noch weitere Projekte, die bereits geplant und angeschoben sind, die aber noch nicht im Stadtbild zu sehen sind.“
Vom Arbeitsweg her erfordert der neue Job keine große Umstellung, von der Herangehensweise aber schon. Immerhin geht es jetzt aus der Verwaltung hinaus in die freie Wirtschaft. Wie ist es denn zu diesem Wechsel gekommen?
Jens Grothe: „Robert Dahl und ich haben uns im letzten Sommer ‚connected‘. Er hat jemanden für den Posten des Bauleiters in Elstal gesucht und ich habe mich bei ihm gemeldet und gesagt, lass uns doch einmal darüber sprechen. Es gab anschließend einige Gespräche und am Ende ging alles ganz schnell.“
Die Freigabe der Falkenseer Pestalozzistraße Ende 2025 war der letzte Amtsakt von Jens Grothe in Falkensee; seit Anfang Januar steht er in den Diensten von Karls. Merkt man denn schon einen Unterschied in der Arbeitsweise?
Jens Grothe: „Am Ende meiner ersten Woche habe ich festgestellt, dass ich bis dahin nicht ein einziges Blatt Papier in den Händen gehalten habe. Das ist ein extremer Unterschied. In der städtischen Verwaltung hat man es tagtäglich mit Unmengen an Papieren in mehrfacher Ausfertigung zu tun. Bei Karls ist so gut wie alles digital. Da gibt es viel mehr Online-Meetings und digitale Austauschplattformen, in denen Ideen, Anweisungen oder Umsetzungen festgehalten werden. Das ist ein großer Pluspunkt, ich empfinde das als sehr befreiend.“
Ein zweiter Unterschied ist die Herangehensweise. Jens Grothe: „In der Verwaltung heißt der Satz meistens ‚Es geht nicht, weil …‘ Bei Karls vertritt man eher die gegenläufige Herangehensweise, also eher ein ‚Was muss ich denn tun, damit es funktioniert?‘ Meine Aufgabe ist es nun, zu schauen, was ein Designer sich ausgedacht hat, was davon beim Bauen tatsächlich umsetzbar ist und welcher Weg dahin führt, sodass der Plan am Ende Wirklichkeit wird. Spannend für mich ist, wie schnell Entscheidungen getroffen werden. Und dass diese dann auch gleich umgesetzt werden.“
Ist Jens Grothe für alle Karls-Projekte zuständig oder nur für den Bereich Elstal?
Jens Grothe: „Ich verantworte als Bauleiter die Gesamtprojektleitung für die ‚Karls Welt‘. Als ‚Karls Welt‘ bezeichnen wir die gesamte Weiterentwicklung des Areals bei Elstal, das ja riesig ist. Für die kommenden zehn Jahre geht es hier um den Ausbau vom Karls Erlebnis-Dorf, um den Neubau des Bibi & Tina Freizeitparks, um die neuen Hotels mitsamt des Plansch-Freizeitbades, um das eigene Logistikzentrum und um den Wohnbereich für die Karls Mitarbeiter. Meine Position wurde neu geschaffen, weil es vor Ort in Elstal einfach viel zu viele Projekte gibt, als dass man sie weiter aus der Ferne abwickeln kann.“
Was steht denn gerade ganz konkret an bei Karls in Elstal?
Jens Grothe: „Bevor wir etwas neu bauen, müssen wir uns um die Erschließung kümmern. Unterirdisch müssen Leitungen und Rohre für Strom, Wasser und Abwasser verlegt werden. Außerdem müssen die Straßen auf unserem Gelände komplett neu gebaut werden. Wir haben einen straffen Zeitplan für das erste Halbjahr 2026. Der Bibi & Tina Freizeitpark soll in diesem Jahr gebaut und im kommenden Jahr bereits eröffnet werden. Wir wollen das Parken komplett neu organisieren und einen neuen Zentralparkplatz, eine Promenade und einen neuen zentralen Eingangsbereich für das ganze Areal erschaffen. Wir machen uns noch 2026 daran, ein Zentrallager als Logistikzentrum zu bauen und auch das Mitarbeiterwohnen auf dem neuen ‚Karls Campus‘ auf die Agenda zu nehmen. Auch das Karls Erlebnis-Dorf wird erweitert, es bekommt im Süden bei der Wetterwelt eine neue Wasserattraktion mit einem Indoor- und einem Outdoor-Bereich. Und dabei handelt es sich noch nicht um das neue Plansch!-Spaßbad. Auf das Plansch! freue ich mich persönlich übrigens am meisten. Das liegt sicherlich auch daran, dass ich das Hallenbad in Falkensee so intensiv begleiten durfte.“
Wie gestaltet sich jetzt der Alltag des neuen Gesamtprojektleiters? Jens Grothe: „Ich brauche sicherlich noch einige Wochen, um mich komplett in die verschiedenen Projekte einzuarbeiten. Gerade Bibi & Tina ist ja bereits sehr weit vorangeschritten. Ich schaue mir da die Bebauungsplanunterlagen und die Durchführungsverträge mit der Gemeinde an. Es warten aber auch ganz konkrete Aufgaben an mich. Ich muss die unterirdische Erschließung beauftragen, aber auch den Straßenbau mit vorantreiben. Zum Glück habe ich vor Ort ein Team, das bereits fest in die Projektplanung eingebunden ist und in das Architekten und Bauleitungen mit integriert sind. So gibt es mit Wanda Trekel bereits seit längerer Zeit eine Projektleiterin für den Bibi & Tina Freizeitpark. Sie wird diese Aufgabe auch zukünftig wahrnehmen und ich freue mich darauf, sie dabei zu unterstützen.“
Wenn jetzt Probleme auftreten, die der neue Gesamtprojektleiter nicht lösen kann, wie geht es dann weiter?
Jens Grothe: „Wenn Probleme auftreten, müssen sie gelöst werden. Wir haben zum Glück eine Steuerungsgruppe, die regelmäßig zusammenkommt, und an der auch Robert Dahl mit beteiligt ist. Neben Robert Dahl gibt es aber auch noch andere Personen in der Zentrale, die von Anfang an mit dabei sind und die für die Projektentwicklung zuständig sind. Sie sind meine direkten Ansprechpartner und mit ihnen arbeite ich zurzeit ganz besonders eng zusammen.“
Gibt es denn eine Umstellung im Umgang mit den Kollegen? Jens Grothe: „Natürlich. Bei Karls herrscht ein sehr lockerer Umgangston vor, man duzt sich. Das ist auch so gewollt und ich komme damit ganz wunderbar zurecht. Ich stoße außerdem auf sehr flache Hierarchien und empfinde das im Umgang als sehr angenehm. Da ich aber selbst aus der Verwaltung komme, freue ich mich auch auf die kommenden Termine mit der Verwaltung in Wustermark und mit dem Bauordnungsamt in Nauen.“ (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 239 (2/2026).
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