Havelland: Starke Sonnenstürme sorgen für mehr Polarlichter am nächtlichen Himmel!
Viele Naturfreunde und Himmelsgucker reisen weit in den Norden, um einmal Polarlichter zu sehen. Das ist gar nicht nötig. Zurzeit gibt es besonders starke Sonnenstürme, die das leuchtende Naturphänomen auch in Deutschland in den Nachthimmel malen. Am Abend des 19. Januar waren die Polarlichter besonders gut zu sehen.
Wer direkt nach dem EM-Handball-Spiel der deutschen Mannschaft gegen Spanien einmal nach draußen vor die Tür gegangen ist, konnte im östlichen Havelland wunderschöne Polarlichter sehen – in satten Rot- und Grün-Tönen. Richtig sichtbar wurde das Farbenspektakel übrigens erst auf dem Display eines Smartphones oder einer Kamera, sobald man die Kameralinse in den Nachthimmel hielt. In den schönsten Rot- und Grün-Tönen leuchtete der Himmel im Havelland. Hunderte Fotos fluteten die sozialen Medien.
Wie entstehen Polarlichter eigentlich? Dafür braucht es eine deutlich erhöhte Aktivität der Sonne, wie sie zurzeit zu beobachten ist.
Durch Sonnenstürme werden geladene Partikel in Richtung Erde geschickt – mit einem irrsinnigen Tempo von mehreren hundert Stundenkilometern. In der Magnetosphäre der Erde in etwa 100 Kilometern Höhe treffen die geladenen Teilchen auf Stickstoff- und Sauerstoffatome. Dabei wird Energie freigesetzt, die man in Form der roten Polarlichter sehen kann.
Ist die Energie der geladenen Teilchen besonders hoch, dringen sie noch tiefer in unsere Atmosphäre ein, wobei ein grünes Licht zu beobachten ist. Polarlichter sind oft vom Herbst bis in den Frühling zu sehen. Das Magnetfeld lässt die Polarlichter in der Regel vorrangig in der Nähe der Pole aufglühen. Steigt der Output an geladenen Partikeln aus der Sonne, kann man sie wie jetzt sogar in Deutschland ausmachen. (Text: CS / Fotos: KS, CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 239 (2/2026).
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