Frohes neues Jahr: Tobias Brudlo lud zum 2. Nauener Rathausleuchten ein!
Ein bisschen verrückt im Kopf, dabei aber immer hochgradig professionell organisiert: So könnte man Tobias Brudlo beschreiben, der aus Nauen stammt und hier auch seine Firma „TOBO Veranstaltungsservice“ betreibt. Tobo, wie er kurz genannt wird, ist innig mit der Ackerbürgerstadt verbunden – und stemmt Jahr für Jahr gleich mehrere große Events etwa auf der Freilichtbühne oder im Stadtbad, um den Nauenern etwas Zerstreuung vom Alltag zu bieten. Sein bislang größter Coup ist das „Nauener Rathausleuchten“. Über 6.000 Zuschauer waren dabei, als das Laser-, Licht- & Feuerwerkspektakel am 3. Januar bereits zum zweiten Mal das „wohl schönste Rathaus der Region“ zum Leuchten brachte.
Kaum war Silvester vorbei, schepperte es schon wieder am Himmel über der Nauener Altstadt: Tobias Brudlo (36) alias Tobo hatte die Ackerbürgerstadt-Bewohner bereits zum zweiten Mal zu seinem „Nauener Rathausleuchten“ eingeladen.
Tobo: „Die Idee zum Rathausleuchten kam mir nach einem Besuch im Ostseebad Warnemünde. Da findet immer Anfang des Jahres das Turmleuchten statt, und zwar bereits seit über 25 Jahren. Ich dachte mir, dass so ein Event auch ganz gut zu Nauen passen könnte. Im letzten Jahr haben wir zum ersten Mal zum Nauener Rathausleuchten eingeladen. Über 8.000 Leute sind gekommen.“
In diesem Jahr fand das „Rathausleuchten“ (www.nauener-rathausleuchten.de) am 3. Januar an einem Samstag statt. Das ikonische Nauener Rathaus mit seinem roten Klinkerbau und dem hohen Uhrenturm sollte dabei zwingend im Zentrum der Aktion stehen. Die Straßen um das Rathaus herum hatte man ebenso wie den Kreisverkehr selbst komplett für die Aktion gesperrt. So konnten die Zuschauer, die für das Event übrigens keinen einzigen Cent berappen mussten, mitten auf dem Kopfsteinpflaster der Berliner Straße stehen.
Tobias Brudlo: „In diesem Jahr hatten wir ein paar Zuschauer weniger, wir schätzen, es waren etwa um die 6.000. Aufgrund des starken Schneefalls und dank angekündigter Sturmböen sind viele Besucher davon ausgegangen, dass das Event gar nicht stattfinden kann. Wir hatten selbst noch um die Mittagszeit Bedenken. Aber dann blieb der Wind zum Glück aus, mit dem Schnee sind wir gut klargekommen.“
Das ist sicherlich etwas untertrieben. Seit vier Uhr in der Früh hatten Tobo und seine Crew vor Ort geschuftet und geackert, um alles für den großen Moment am Abend vorzubereiten. Bereits um 15:30 Uhr startete vor dem Rathaus ein umfassendes Programm für die Besucher.
Robert Köhler von der „Antenne Brandenburg“ (RBB) begrüßte die ersten Besucher. Anschließend spielte Oli auf dem Saxofon, Paul Speckan machte Musik, DJ Capi schickte Schlager in den Äther und Sebastian Hämer war mit seinen Hits „Ich & Du“ und „Sommer unseres Lebens“ live am Mikrofon mit dabei. Sebastian Hämer erzählte auch gleich, dass er nun nicht mehr länger in Spandau, sondern inzwischen in Nauen wohne. Und das sehr gern: „Die Nauener sind sehr cool.“
Aus seiner ersten Veranstaltung hatte Tobo eins gelernt: „Im letzten Jahr hatten wir zu wenig Versorgungsstände. Das sollte uns nicht noch einmal passieren.“
Und so gab es 2026 eine echte Fressmeile mit einem sehr umfangreichen und abwechslungsreichen Budenzauber und Zeltangebot. Der Förderverein der Nauener Feuerwehr warf Rostbratwürstchen auf den Grill, Von Töffel hielt eine deftige Erbsensuppe in seiner mobilen Feldküche warm, das Team vom Markauer Met gab leckeren Honigwein aus, und darüber hinaus gab es leckere Burger, Handbrot, Obstwein und Spezialitäten aus der Kartoffelknolle. Zusätzlich hatte der Verband pro agro eine kleine Regionalmeile aufgebaut, sodass die Besucher des pyromanischen Spektakels vor Ort auch gleich noch Produkte wie Popcorn oder Liköre vom Obstbau Bittner aus der Nachbarschaft einkaufen konnten.
Tobias Brudlo: „Drei Aussteller hatten leider wegen des Wetters kurzfristig abgesagt, ansonsten wäre das Angebot noch größer ausgefallen. Wichtig war mir vor allem, dass auf unserer Rathausmeile kein harter Alkohol ausgeschenkt wurde. Das Event sollte nämlich unbedingt ein Familienspaß für alle Generationen bleiben, vor allem auch für die Kinder.“
Um 18:30 Uhr ging es los. Während Alt-Bürgermeister Manuel Meger und Neu-Bürgermeister Michael Wiebersinsky im Publikum die Daumen drückten, pressten Tobias Brudlo, seine Frau Eileen und das neue Maskottchen Herr Mathie (benannt nach dem ersten Bürgermeister von Nauen) den roten Knopf – und gaben somit den Startschuss für das zweite „Nauener Rathausleuchten“.
Punktgenau ausgewählte Musik, ein über die Köpfe der Leute hinwegflirrendes Laserleuchten, das Rathaus erleuchtende Lichteffekte von 65 Scheinwerfern und die hinter dem Rathaus aufsteigenden Feuerwerke von Pyrotechnik Rahmel aus Nauen sorgten für ein multimediales Spektakel, das den Zuschauern entzückt viele Ahhs und Ohhs entlockte, weil es auch aus der Entfernung selbst in den hintersten Reihen sehr schön anzusehen war.
Tobias Brudlo: „Die Musik, die gespielt wurde, haben Eileen und ich uns bereits in den Monaten zuvor zurechtgelegt. Immer, wenn wir im Radio einen Song gehört haben, der uns gefallen hat, haben wir uns den Titel aufgeschrieben. Die Texte, die zwischen den Feuerwerksbildern aufgesagt wurden, sind übrigens von mir. Ich habe dieses Mal versucht, alle Ortsteile von Nauen mit ihren Besonderheiten und auch mit ihren bekanntesten Bewohnern vorzustellen. Hier konnte ich auch noch einmal anbringen, dass sogar der König von Mallorca Jürgen Drews ursprünglich aus Nauen stammt.“
Das zweite „Rathausleuchten“, das finanziell und organisatorisch von vielen regionalen Firmen unterstützt wurde, dauerte knapp eine halbe Stunde – und ließ die Nauener so kurz nach Silvester noch einmal staunend in den Himmel gucken.
Tobias Brudlo: „Unsere große Herausforderung war: Es gab nur einen einzigen Versuch. Bis wir den Startknopf gedrückt haben, gab es das Spektakel nur in unseren Köpfen. Es gab keine Proben und keinen finalen Test vor dem Event, sondern nur graue Theorie und die Hoffnung, dass am Ende alles so toll wird, wie wir uns das vorgestellt haben.“
Auch in diesem Jahr lief das „Rathausleuchten“ reibungslos ab. Angesichts der kreativen Kombinationen aus Feuerwerk, Laser, Licht und Musik gab es nach einzelnen Showelementen immer wieder Szenenapplaus aus dem Publikum. Nachdem die letzte Rakete in den Himmel gezischt war, löste sich die Menge aber schnell auf – 6.000 Besucher eilten beseelt nach Hause.
Tobias Brudlo: „Wir arbeiten weiter daran, aus dem ‚Rathausleuchten‘ eine echte Tradition zu machen. Das dritte ‚Rathausleuchten‘ findet am 9. Januar 2027 statt. (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 239 (2/2026).
Kennen Sie schon unsere Gratis-App?
Apple – https://unserhavelland.de/appapple
Android – https://unserhavelland.de/appandroid
Anzeige









































