Kino-Filmkritik: Predator: Badlands
1987 stampfte Arnold Schwarzenegger durch den Dschungel Mittelamerikas und – traf auf den Predator. Das war ein erbarmungsloser und meist unsichtbarer außerirdischer Jäger, der menschliche Köpfe als Trophäen sammelte. Nur mit größten Mühen gelang es Schwarzenegger alias Major Alan „Dutch“ Schaefer, den Predator zu besiegen. Der Alien-Predator, damals von Regisseur John McTiernan auf die Leinwand gebracht, war so furchteinflößend und in seiner Jagdlust unaufhaltsam, dass über die Jahrzehnte hinweg viele weitere Filme folgten. Nur: Die Qualität der Filme ließ spürbar nach.
Erst „Prey“, 2022 erschienen, belebte das ausgeblichene Franchise neu. Der Film spielte im Jahr 1719, also weit vor dem ersten Predator-Streifen. Er folgt der Komantschen-Kriegerin Naru, die sich gegen einen Predator zur Wehr setzen musste. Regisseur Dan Trachtenberg brachte jede Menge frischen Wind in das angestaubte Genre. „Prey“, auf Disney+ erschienen, begeisterte die Kritiker. Es war also doch noch Leben im Survival-Thema.
Nun legt Dan Trachtenberg noch einmal nach. Sein neuer Kinofilm „Predator – Badlands“ steht erneut völlig für sich alleine – und wechselt die Perspektive.
Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) ist ein Predator. Er ist zu weich, zu schwach, nicht furchtlos genug. So bringt er nur Schande über seinen Clan – und muss sterben. In letzter Sekunde kann er mit einem kleinen Raumschiff fliehen – und steuert einen fernen Planeten an, der als der tödlichste im ganzen Universum gilt. Hier lebt ein unbesiegbares Monstrum, das bislang noch kein Predator erlegen konnte. Dek will es versuchen.
Vor Ort trifft Dek auf Schilf, das aus messerscharfen Diamanten besteht, auf explosive Schnecken und auf Blumen, die mit Betäubungspfeilen um sich schießen. In dieser Umgebung kann Dek nur mit Hilfe von Thia (Elle Fanning) überleben – einer in zwei Hälften gerissenen Androidin vom Planeten Erde.
„Predator – Badlands“ wirkt befremdlich, weil man als Zuschauer plötzlich Sympathie für die hässliche Visage des Predators empfinden soll. Und: Es geht dem Zuschauer mitunter auf die Nerven, dass im Grunde genommen alle Kulissen und Gegner aus der Computer-Rendering-Hölle stammen.
Spaß macht der Film aber trotzdem, weil es Dek perfekt versteht, die tödlichen Gefahren des Planeten für seine Zwecke zu nutzen. (CS / Verleih: Disney)
Unsere Wertung: ♠♠♠/♠♠
FSK: 16 – Dauer: 107 Minuten
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=D7zn1l58TVU
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 237 (12/2025).
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