Kino-Filmkritik: Die Unfassbaren 3
Spektakuläres Zaubern für den guten Zweck: Im Kinofilm „Die Unfassbaren“ von Louis Leterrier traten 2013 erstmals „Die vier Reiter“ auf. J. Daniel Atlas (Jesse Eisenberg), Merritt McKinney (Woody Harrelson), Henley Reeves (Isla Fisher) und Jack Wilder (Dave Franco) zeigten atemberaubende Zaubertricks, die den Zuschauer mit offenem Mund staunen ließen. Am Ende wurden stets böse Buben beraubt und bloßgestellt – und im Hintergrund zog die edelmütige Geheimorganisation „The Eye“ mit Robin-Hood-Gedanken die Fäden.
2016 folgte die Fortsetzung – dieses Mal mit Lizzy Caplan als neue Magierin der Gruppe. Jon M. Chu führte Regie.
Nun kommt der dritte Teil ins Kino. Regisseur Ruben Fleischer zeigt, wie eine Nachwuchsgruppe aus drei extrem begnadeten Magikern die Nachfolge der vier Reiter angetreten hat. Die Reiter haben sich mit den Jahren aus den Augen verloren und sprechen nicht mehr miteinander. Charlie (Justice Smith), Bosco (Dominic Sessa) und June (Ariana Greenblatt) füllen die Lücke gern – und nutzen ihre starken Tricks, um skrupellosen Betrügern das Geld aus der Tasche zu ziehen, um es dann ihren Zuschauern zu geben.
Geheimnisvolle Tarotkarten sorgen aber bald dafür, dass die alten Reiter und die neue Generation zusammenfinden. Gemeinsam werden sie vom „Eye“ auf die skrupellose Diamanten-Händlerin Veronika Vanderberg (Rosamund Pike) angesetzt. Sie besitzt den wertvollsten Diamanten der Welt – das faustgroße „Herz“. Können die Zauberkünstler diesen extrem bewachten Diamanten stehlen?
„Die Unfassbaren 3“ geben von der ersten Sekunde an Vollgas – und ignorieren die Bremse bis zum Schluss. Der Film bietet ein rasantes Tempo, perfekte Schnitte und optisch immer wieder extrem spektakuläre Szenen. Er spielt im ungarischen Budapest, im belgischen Antwerpen sowie in Abu Dhabi – und nutzt diese Kulissen perfekt.
Die vielen kleinen und großen Tricks, Illusionen und Betrügereien sind extrem stark choreografiert, machen beim Zugucken richtig viel Spaß und überraschen auch den Kinogast immer wieder. Sehr gelungen ist das Zusammenspiel der alten und der neuen Zaubergarde. Jede Person bekommt ihre Sekunden im Scheinwerferlicht und darf glänzen. Ruben Fleischer („Zombieland“) gelingt hier das Zauberstück, trotz der Vielzahl an Akteuren jedem Einzelnen seine ganz besondere Geschichte mit auf den Weg zu geben.
Die Adrenalin-trunkene Mischung aus Heist-Gaunerfilm und Zauberer-Spektakel überzeugt selbst bei der dritten Verfilmung ganz wunderbar. Oft bekommt man wirklich erst in der Wiederholung und mit Zeitlupe im Film mit, wie brillant eine Gaunerei ausgeführt wurde. Der Zuschauer wird auch selbst immer wieder überrascht, weil natürlich nichts im Film so scheint, wie es sich auf den ersten Blick darstellt.
Möchte man am Ende unbedingt noch etwas kritisieren, dann das: Mitunter geschehen die Dinge so schnell, dass sie sich nicht aus der Geschichte heraus entwickeln, sondern einfach nur stattfinden, weil es verdammt noch einmal genau so im Drehbuch stand. (CS / Verleih: Leonine Studios)
Unsere Wertung: ♠♠♠♠/♠
FSK: n.b. – Dauer: 112 Minuten
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=VEYRoLlfPpY
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 237 (12/2025).
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