Ketzin/Stadt: 12 Fragen an Jürgen Tschirch!
Jürgen Tschirch (70) ist Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung in Ketzin/Havel. Er stammt aus Menden im tiefsten Rheinland, lebt aber bereits seit 1992 im Havelland. Kurz vor Weihnachten ’94 ist die Familie damals in ihr eigenes Haus eingezogen. Von hier aus kümmert sich Jürgen Tschirch nun im Unruhestand um „sein“ Ketzin – und engagiert sich an vielen Stellen.
In einem früheren Leben hat Jürgen Tschirch für die Mittelbrandenburgische Sparkasse gearbeitet und hier den Firmenkundenbereich Nordwest verantwortet. Im Juli 2019 ist er in den Ruhestand gewechselt.
Ganz besonders wichtig ist es dem Vorsitzenden der Ketziner SVV, körperlich fit zu bleiben: „Ich versuche in der Woche wenigstens ein, zwei Mal zu laufen. Ich schwinge mich des öfteren aufs Rennrad. Auch Schwimmen steht auf dem Programm. Warum? Ich trainiere langsam wieder für den Volks-Triathlon hier in Ketzin, den Fisherman. Der ist für den 28. Juni ’26 angesetzt.“
Die vierte Sportart, für die sich Jürgen Tschirch begeistert, ist das Skifahren: „Da habe ich sehr spät mit angefangen und mir das mit 53 Jahren mehr oder weniger selbst beigebracht.“
Im Jahr 2000 ist Jürgen Tschirch in die Ketziner Stadtverordnetenversammlung eingezogen. Drei Jahre später hat er den Fraktionsvorsitz der SPD übernommen. Seit der Legislaturperiode 2014 ist er der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung und der Vorsitzende des Finanzausschusses: „Zwei Legislaturperioden lang war ich auch im Kreistag vertreten. In der letzten Wahl fehlten mir leider neun Stimmen für den Einzug. Meine Frau hat es gefreut, weil ich nun ein bisschen weniger Termine habe.“
Um auch in der Birne fit zu bleiben, hat sich Jürgen Tschirch als Kleinunternehmer selbstständig gemacht: „Da kommt mein alter Beruf wieder zur Geltung. Ich bin im Bereich der Unternehmensberatung tätig und begleite Firmeninhaber zur Bank oder zur Sparkasse, helfe bei Finanzierungsanträgen oder wenn es ein wenig in der Beziehung zwischen Bank und Firma klemmt. Auch das Thema Unternehmensnachfolge ist mir sehr wichtig.“
Raus in die Natur, Ihr Lieblingsplatz im Havelland?
Jürgen Tschirch: „Das ist die Havel in Ketzin. Das ist Landschaft pur. Ich liebe die Ruhe am Wasser. Und natürlich ist es auch die Nähe zum Wohnort. Man kann sich einfach einmal schnell aufs Fahrrad setzen und ist gleich an der Havel. Natürlich mag ich als Radfahrer auch den Havelradweg auf der anderen Seite der Havel sehr.“
Shopping, wo kann man das im Havelland am besten?
Jürgen Tschirch: „Hier finde ich nichts im Havelland. Ich gehe gern in Potsdam shoppen. Ich mag die Kleinteiligkeit und die Individualität der kleinen Geschäfte im Holländerviertel.“
Wenn der kleine Hunger kommt, der Imbiss ihres Vertrauens?
Jürgen Tschirch: „Da bestelle ich gern eine kleine Pizza in der ‚Trattoria Fontana‘ in Ketzin. Da bekomme ich dann eine Seniorenpizza, die ist etwas kleiner.“
Wenn der große Hunger kommt, wo geht es dann hin?
Jürgen Tschirch: „Ich gehe gern im griechischen Restaurant ‚Korfu‘ essen oder besuche die ‚Trattoria Fontana‘. Aber natürlich bin ich auch sehr gern im ‚Restaurant an der Fähre‘. Hier sitzt man einfach super mit einem einmaligen Blick auf die Havel. Das Ambiente ist super, die Gastgeberfamilie ist sehr freundlich und das Essen ist einfach super. Die Küche kocht sehr regional und mit regionalen Zutaten.“
Wo gehen Sie abends etwas trinken?
Jürgen Tschirch: „Im Sommer trinke ich im Biergarten der ‚Trattoria Fontana‘ ein kühles Bier oder ein Weinchen. Außerdem ist die Terrasse im Restaurant ‚An der Fähre‘ super für ein Getränk.“
Was fehlt im Havelland?
Jürgen Tschirch: „Also jetzt spricht aus mir der Rheinländer. Wir könnten in Ketzin noch viel mehr tolle Veranstaltungen haben, um gemütlich miteinander zu feiern. Der Karneval fehlt mir natürlich auch. Ich bin gerade erst dabei, die erste kölsche Karnevalsfeier hier in Ketzin auf die Beine zu stellen.“
Wie beschreiben Sie den typischen Havelländer?
Jürgen Tschirch: „Der Havelländer ist auf dem ersten Blick sehr zurückhaltend. Wenn das Eis aber erst einmal gebrochen ist, ist er sehr warmherzig und freundlich.“
Was muss man im Havelland unbedingt gesehen haben?
Jürgen Tschirch: „Für mich gehören hier das Schloss Paretz und das Schloss Ribbeck zu den Sehenswürdigkeiten. Auch die Landschaft selbst ist im Havelland immer ein echter Hingucker. Hier fällt mir immer wieder diese unverbaute Weite auf. In meiner alten Heimat im Rheinland ist inzwischen alles zugebaut und man kann keine hundert Meter weit schauen, ohne dass dort ein Haus steht.“
Das sollte man im Havelland nicht gesehen haben?
Jürgen Tschirch: „Die Windräder. Die Vielzahl der Windräder finde ich fürchterlich. Ich finde, sie stören einfach das Landschaftsbild.“
Was ist das Besondere am Havelland?
Jürgen Tschirch: „Die kleine, aber feine Gastronomie in den Orten. Die Herzlichkeit und Offenheit der Menschen. Die Landschaft natürlich. Und die Kultur. Wichtig für mich ist auch die Möglichkeit, ohne große Steigung Fahrrad fahren zu können.“
Was nervt am Havelland?
Jürgen Tschirch: „Manchmal ist es einfach der Verkehr, der mir auf die Nerven geht.“
Ich fahre gern nach Berlin, um…
Jürgen Tschirch: „… einfach einmal wieder in einer Großstadt zu sein. Ich bin aber genauso froh, wenn ich wieder auf dem flachen Land und in meiner Heimatstadt Ketzin angekommen bin.“ (Foto: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 237 (12/2025).
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