Havelland Kliniken: Andreas Pappas nutzt bei Knie und Hüfte modernste Operationsmethoden!
Wir werden immer älter, tragen zu viel Gewicht mit uns herum und manche übertreiben es mit dem Sport. Mit der Folge, dass die Kniegelenke und die Hüfte mit den Jahren erst zu schmerzen beginnen und dann so sehr Schaden nehmen, dass sie ersetzt werden müssen. Andreas Pappas ist in den Havelland Kliniken eine Koryphäe, die ganz neue Operationsmethoden zum Einsatz bringt. (ANZEIGE)
Andreas Pappas, zertifizierter Hüftchirurg nach der Deutschen Hüftgesellschaft (DHG), ist seit dem 1. November 2023 der neue Chefarzt für die Klinik Orthopädie und Traumatologie in den Havelland Kliniken (www.havelland-kliniken.de) in Nauen und Rathenow. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie brachte eine ganz neue Operationstechnik mit nach Nauen – die minimalinvasive AMIS Hüftendoprothetik. Auch dies- und jenseits der Hüfte versucht er, die modernsten Operationsmethoden in seine Arbeitsweise zu implementieren.
Herr Pappas, Ihre Methode der minimalinvasiven AMIS Hüftendoprothetik hat einen sehr guten Ruf und bringt Patienten aus ganz Deutschland nach Nauen. Was ist denn die Besonderheit an dieser Methode?
Andreas Pappas: „Als ich am 1. November 2023 in den Havelland Kliniken angefangen habe, habe ich diese Operationsmethode mitgebracht, die ich bereits seit 2011 erfolgreich anwende. Inzwischen kennt sich auch mein OP-Personal bestens mit der minimalinvasiven AMIS Hüftendoprothetik aus. Und sie stehen so sehr hinter der Methode, dass sie auch ihre Onkel und Tanten zu uns holen, sobald bei ihnen eine Hüft-Operation ansteht. Das liegt sicherlich daran, dass der Eingriff wirklich gewebeschonend verläuft und die Patienten sehr schnell wieder auf den Beinen sind. Hinzu kommt, dass wir in all den Jahren noch nie eine Infektion zu beklagen hatten. Das spricht sich herum.
Die Operation erfolgt minimalinvasiv von vorn, und zwar an den Muskelsträngen vorbei, die auf diese Weise nicht verletzt werden müssen. Die ganze Operation verläuft sehr blutarm. Es gibt auch ganz spezielles OP-Werkzeug für diesen Eingriff. Das ist eben genau so geformt, dass es an den Muskelgruppen vorbei eingesetzt werden kann. Es reicht nicht aus, unsere Methode zu kopieren, man muss auch das entsprechende Werkzeug einsetzen.
Beim Eingriff entfernen wir den Oberschenkelhalskopf und ersetzen ihn durch einen neuen Kopf aus Keramik. Dieser wird nicht in den Knochen einbetoniert, sondern mit einem Stift hineingeschoben. In die Hüfte selbst kommt eine neue Pfanne aus Titan. Dann fehlt zwischen Pfanne und Oberschenkelhalskopf nur noch ein Inlay aus Polyethylen. Diese Kombination aus Keramik, Polyethylen und Titan ist in meinen Augen die beste. Sie hält in der Regel um die zwanzig Jahre lang.“
Wir hören, dass die Nachfrage nach diesen speziellen Hüft-Operationen sehr hoch ist.
Andreas Pappas: „Ja, es kommen so viele Patienten zu uns, dass ich jetzt schon wieder bis Mitte Februar ausgebucht bin.“
Das menschliche Knie ist eines der kompliziertesten Gelenke im menschlichen Körper. Und es macht auch gern Probleme – etwa weil zu intensiver Sport für Schäden gesorgt hat oder mit zunehmendem Alter die Arthrose für Schmerzen sorgt. Muss man Angst vor einem neuen künstlichen Kniegelenk haben?
Andreas Pappas: „Nein, muss man nicht. Für uns ist das Einsetzen eines neuen Kniegelenks ein reiner Standardeingriff, der nahezu täglich auf dem Operationsplan steht. Die Knie-Operation dauert auch nur aus einem einzigen Grund 20 Minuten länger als die Hüft-Operation. Beim Knie muss das neue Gelenk im Knochen zementiert werden – und es dauert eben ein bisschen länger, bis der Zement ausgehärtet ist.
Beim Knie sehe ich eher das Problem, dass viele operierte Patienten nach dem Eingriff nur zwischen 60 und 70 Prozent zufrieden mit ihrem neuen Gelenk sind. Bei der Hüfte liegt die Zufriedenheitsrate bei 90 Prozent.
Denn bei vielen künstlichen Gelenken leidet anschließend die Beweglichkeit. Nach Studien ist nun das neue Kniegelenk ‚GMK Sphere‘ entstanden, das auch wir inzwischen sehr gern verwenden. Von innen bietet es einen festen Halt und von außen gleitet es ganz leicht. Das sorgt dafür, dass sich das neue Knie viel natürlicher und harmonischer bewegt, als das vorher mit anderen Prothesen möglich war. Das neue System wird außerdem in der Schweiz, in Österreich und in Amerika eingesetzt.“
Muss es denn immer gleich ein neues Knie sein?
Andreas Pappas: „Nein, natürlich nicht. Denken wir etwa an jüngere Patienten ohne Arthrose, aber mit einem Knorpeldefekt im Knie. So ein Knorpeldefekt kann angeboren sein, vom Sport herrühren oder auf ein Trauma folgen. Da können wir auch eine ganz neue Methode der Knorpelplastik realisieren.
Bei diesem Vorgang entnehmen wir in nur einem einzigen Eingriff etwas Knorpel vom Patienten und homogenisieren das Zellmaterial. Zeitgleich verwenden wir frisches Blut vom Patienten und zentrifugieren es, um Plasma zu gewinnen. Aus dem Plasma und den Knorpelbrei machen wir noch im Operationssaal eine Paste. Diese Paste geben wir genau auf die Stelle mit dem Knorpeldefekt – mit sehr guten Effekten. Der Vorteil ist, dass der Patient bei dieser Methode der Knorpeltransplantation nur einmal operiert werden muss. “
Neben den Hüft- und Knieprothesen: Bleibt Ihnen denn noch Zeit für die klassischen Sportunfälle?
Andreas Pappas: „Ja, für uns als Traumatologen gehört natürlich auch die chirurgische Versorgung von Patienten nach Unfällen und Sportunfällen zum Klinikalltag mit dazu. Das beginnt beim klassischen Bänderriss, der auch aus einem Umknicken beim Fußball entstehen kann, und reicht bis zu schlimmsten Kniegelenkfrakturen etwa beim Skilaufen.
Auch in diesem Bereich haben wir in Nauen bereits große Fortschritte gemacht, da wir viele neu entwickelte Techniken einsetzen.
So können wir jetzt am Knie eine moderne Kreuzbandplastik mit der Quadrizeps-Sehne realisieren. Das ist noch eine ganz neue Operationsmethode, die erst seit knapp drei Jahren in England und in Amerika durchgeführt wird.
Im Bereich der Schulter sehen wir oft bei der Rotatorenmanschette einen Massendefekt, wo wir eine entstandene Lücke nicht mehr zusammenbringen und schließen können. Hier nutzen wir nun die sogenannte Patch-Technologie. Dabei verwenden wir einen Teil aus der Bizepssehne, pressen diese in die Breite und nutzen sie als Überbrückung über dem Riss in der Rotatorenmanschette. Das ist eine ganz neue und hochmoderne Operationsmethode.“ (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 237 (12/2025).
Kennen Sie schon unsere Gratis-App?
Apple – https://unserhavelland.de/appapple
Android – https://unserhavelland.de/appandroid
Anzeige



