1. Open House in Falkensee: Kleine Business-Messe von Frauen für Frauen!
Regina Mapeli Burchardt war zwanzig Jahre lang professionell im Leistungssport aktiv – und hat Volleyball in der Nationalmannschaft gespielt. Nach dem Ende ihrer Profikarriere hat sie sich als Personal Trainerin und Mental Coach selbstständig gemacht – und in Falkensee ihre Firma „rmb coaching“ gegründet. Als Frau und Mutter wünscht sie sich mehr Sichtbarkeit. Um das herbeizuführen, hat sie das „Open House“ ins Leben gerufen – eine Business-Messe von Frauen für Frauen.
Regina Mapeli Burchardt (42) bringt die Havelländer körperlich und geistig in Form. Mit ihrer Firma „rmb coaching“ (www.rmb-coaching.de) ist sie seit Anfang 2022 aktiv: „Ich biete ein Personal Training an und veranstalte in diesem Umfeld besonders viele Mama-Kurse. Als Mutter fällt mir immer wieder auf, dass wir in dieser besonderen Rolle alle einen sehr großen Mental Load haben – es gibt immer etwas zu tun und zu überdenken. Da bleibt nicht ganz so viel Zeit übrig, um das eigene Business zeitlich so voranzubringen, wie das nötig wäre. Die Sichtbarkeit des eigenen Unternehmens ist aber immens wichtig, um neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen. Das Geschäft läuft langsamer an, wenn es ’nur‘ weiterempfohlen wird. In Falkensee ist eine Erhöhung der Sichtbarkeit aber stets mit einer finanziellen Investition für Werbung und Marketing verbunden, die bei einem Business-Neustart oft gar nicht möglich ist. Viele Menschen in der Nachbarschaft wissen deswegen gar nicht, dass es mich und mein Unternehmen überhaupt gibt. Bei Gesprächen mit anderen Frauen mit eigenem Business stelle ich fest, dass es ihnen ähnlich geht. Viele Frauen wissen nicht, wie sie ihre Selbstständigkeit und ihre Familie und die Betreuung der Kinder unter einen Hut bringen können – und haben mitunter sogar ein schlechtes Gewissen.“
Ihre Idee, um das zu ändern und die Frauen ohne große Kosten ins Tun zu bringen, ist das „Open House“. Regina Mapeli Burchardt: „Das Open House soll eine kleine Business-Messe von Frauen für Frauen sein, ein Ort, an dem wir unsere Angebote, Produkte und Dienstleistungen vorstellen können. Ganz wichtig war mir auch, dass wir Frauen uns untereinander vernetzen, um uns in Zukunft gegenseitig zu helfen und zu unterstützen.“
Das erste „Open House“ fand am 9. November von 9 bis 12 Uhr statt – und zwar im Mehrgenerationenhaus des ASB in der Ruppiner Straße 15. Bereits zur ersten Frauenmesse hatte sich ein ganzes Dutzend Frauen angemeldet – das kann bereits als ein großer Erfolg gewertet werden. Im ASB-Veranstaltungsraum hatte jede der selbstständigen Frauen einen Stand aufgebaut – um sich ganz im eigenen Stil mit Flyern, Produkten, Accessoires und Dekoelementen zu präsentieren. Bereits im Vorfeld hatten interessierte Besucher Porträts der Ausstellerinnen auf Instagram (www.instagram.com/openhousefalkensee/) einsehen können.
Regina Mapeli Burchardt: „Wir hatten bei den Themen der Ausstellerinnen einen sehr guten Mix. Für uns war es sehr schön, dass wir uns alle gegenseitig kennengelernt haben. Ich hatte die Idee zu dem Open House bereits vor zwei Jahren. Jetzt habe ich gesagt: Es ist an der Zeit, das endlich umzusetzen. Zunächst habe ich in meinem Umfeld geschaut, wer eigentlich gut zu so einer kleinen Business-Messe passen würde. Das Projekt hat aber schnell eine gewisse Eigendynamik bekommen. Von den zwölf Ausstellerinnen kannte ich tatsächlich nicht jede einzelne persönlich. Abgesehen von drei Frauen war es für alle anderen Teilnehmerinnen sogar das allererste Mal, dass sie so einen Infostand in eigener Sache aufgebaut haben. Das gegenseitige Kennenlernen war für uns sehr wichtig. Natürlich gibt man im Bekanntenkreis viel lieber eine Empfehlung für ein bestimmtes Thema, wenn man die entsprechende Person hinter dem Angebot auch kennt.“
Zu den Teilnehmerinnen beim ersten „Open House“ gehörten neben Regina Mapeli Burchardt selbst auch Elena Rockinger (The Art of Transformation, Mentoring für mehr Selbstbewusstsein), Rimma & Olga Deibele (FitLine), Yana Hackler (Honig, Bienenwachskerzen & Makramee-Dekor), Kanjira Janchana (Panorama Thai Massage), Dr. med Irina Waigandt (Young Living Öle) sowie Rimma und Sergej Leiser (Thermomix). Außerdem waren noch Carmen Streit (Frauenheilpraxis TC Mondlicht), Mary Jauernik (Zumba für Curvy & Crazy Women), Bianca Güttner (Kundalini Yoga) und Gabriele Ahrendt (Body Talk) mit vor Ort.
Wie soll es nun weitergehen? Bereits kurz nach der Messe haben sich viele Frauen aus Falkensee und Umgebung gemeldet, die in Zukunft ebenfalls gern bei der Messe mit dabei sein möchten. So könnte das „Open House“ in Zukunft weiter wachsen. Regina Mapeli Burchardt: „Mit dem Open House geht es weiter. Meine Idee ist es, diese Messe zwei Mal im Jahr stattfinden zu lassen. Ich bin auch mit dem ASB in Kontakt, auf dass sie in Zukunft auch aktiv mit dabei sein werden. Ich könnte es mir sehr gut vorstellen, die Messe zum Teil nach draußen ins Freie zu verlegen, wenn die Jahreszeit passt. Toll wäre es auch, wenn wir im Freien noch Angebote für die Kinder schaffen könnten. Dann könnte der Nachwuchs umsorgt spielen und toben, während die Mütter sich an den Ständen der Ausstellerinnen informieren.“
Der Slogan „Von Frauen für Frauen“ heißt übrigens keinesfalls, dass Männer auf der Messe nicht willkommen sind. Regina Mapeli Burchardt: „Uns Müttern mit einer Firma geht es ja nur um mehr Sichtbarkeit und um eine Vernetzung miteinander. Bei den Ausstellerinnen möchten wir uns gern weiter auf die Frauen konzentrieren, aber bei den Besuchern ist uns jeder sehr willkommen, ganz egal, ob Mann oder Frau.“
Geschickt gelöst: Bei der ersten „Open House“ Messe war auch für die Verpflegung bestens gesorgt. Die Klasse 2b der nahen Erich-Kästner-Grundschule hatte sich um ein vielseitiges Kuchenbuffet gekümmert, um auf diese Weise die eigene Klassenkasse ein wenig aufzuwerten. (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 237 (12/2025).
Kennen Sie schon unsere Gratis-App?
Apple – https://unserhavelland.de/appapple
Android – https://unserhavelland.de/appandroid
Anzeige













